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Ein besorgniserregendes Diagramm, das kein Ölinvestor sehen will

Foto: Pixabay, lalabell68

Seit der Ölpreis im Dezember letzten Jahres zusammengebrochen ist, gibt es ein Gemetzel im Energiesektor. Viele Unternehmen mussten Rückgänge der Aktienpreise um 50% oder mehr über Nacht hinnehmen. Trotz Behauptungen einiger Analysten, dass der Ölpreis im Laufe dieses Jahres wieder steigen wird, mehren sich die Anzeichen, dass das Blutbad für eine Weile weitergeht.

Und nun?

Der Hauptauslöser für den Verlauf des Rohölpreises war die wachsende Menge Schieferöl, die Saudi Arabien als weltweit größten Ölproduzenten übertraf. Dies motivierte die Saudis, mehr Öl zu fördern, um mehr Marktanteil zu gewinnen. Damit sollten die Rohölpreise niedrig gehalten und so die teuren Schieferölproduzenten aus dem Markt verdrängt werden.

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Trotz, dass die amerikanischen Ölproduzenten ihre Investitionen kürzen und Förderanlagen schließen, sodass die Zahl der Förderanlagen in den USA auf dem niedrigsten Stand seit 2003 ist, ist die amerikanische Ölförderung auf dem Höchststand. Noch bemerkenswerter ist, dass die Ölförderung in der zweiten Maiwoche um 3% in die Höhe sprang und damit einen Rekordwert im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen aufstellte. Wie das Diagramm zeigt, passiert dies alles trotz einer sinkenden Zahl an Förderanlagen.

Quelle: U.S. EIA.

Quelle: U.S. EIA.

Wie kann das sein? Nun, es ist leicht zu erklären.

Obwohl teure Produzenten Förderanlagen schließen, fällt der derzeitige Output nicht so schnell, wie viele vorhergesagt haben. Dies liegt daran, dass die ersten Anlagen, die stillgelegt wurden, auf Feldern im Einsatz waren, die hohe Kosten verursachen und wenig Menge hervorbringen.

Zudem konzentrieren sich die Ölunternehmen nun darauf, die Fördermenge in den Ölfeldern zu steigern, die geringe Break-even-Mengen haben, da die Arbeitsbedingungen besser sind. Diese Ölfelder bleiben rentabel.

Zudem ist eine der kostenintensivsten Handlungen bei der Ölförderung das physische Bohren nach der Quelle. Dies bedeutet, dass sobald die Quelle erschlossen ist und Öl gepumpt werden kann, die Kosten beständig fallen. Die Betreiber sind daher bestrebt, Öl zu fördern, um einige der Anfangsinvestitionen zu decken.

Na und?

Für Schnäppchenjäger, die gehofft hatten, dass sich der Ölpreis schnell wieder erholt und daher viele Aktien von Ölfirmen in Turbulenzen wie Penn West Petroleum Ltd. (TSX:PWT) (FRA:P13) gekauft haben, sind dies sicher keine guten Neuigkeiten. Diese Unternehmen werden weiterhin um ihr Überleben kämpfen müssen, wenn die Fördermenge hoch und der Preis niedrig bleibt. Jede länger anhaltende Periode niedriger Ölpreise könnte Unternehmen wie Penn West in den Abgrund treiben. Egal, wie häufig sie ihre finanziellen Verpflichtungen wiederverhandeln.

Selbst Crescent Point Energy Corp. (TSX:CPG) (FRA:016), welches die Hälfte seiner Ölfördermenge für 2015 zu einem Preis von 89 USD pro Barrell gehedget hat und 33% bei 84 USD, müssen kämpfen. Im ersten Quartal 2015 sackte der operative Cashflow um 31% im Vergleich zum Vorjahr ab. Der Nettogewinn fiel krachend um 249%. Dies liegt an dem Sturz des Ölpreises. Die neusten Ergebnisse bereiten manchen Analysten Sorge, dass die monsterhafte Dividendenrendite von 10% nicht nachhaltig ist.

Der Sturm ist für die Ölunternehmen noch lange nicht vorbei und Investoren in die Energiebranche müssen wachsam bleiben.

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Dieser Artikel wurde von Matt Smith auf Englisch verfasst und am 09.06.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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