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Aktien im Rückblick: Gewinner, Grexit und Gezerre

Der schönste Börsentag dieser Woche war der Mittwoch: grüne Kurstafeln und nur wenig News zu Griechenland. An den anderen Tagen gab’s Stress mit den Hellenen, eine Razzia in Frankfurt, aber auch gute Unternehmensnachrichten.

Angela Merkel zu Griechenland: „Jeder Tag zählt“

Wer binnen einer Woche kurzfristig zwei Termine bei der Bundeskanzlerin bekommt, ist ein wichtiger Mensch. Wenn beide Male auch der französische Staatspräsident dazu gebeten wird, genießt der Gast höchsten VIP-Status. Damit ist aber oft auch Schluss mit Genuss.

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Das zeigt das Beispiel des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Der Regierungschef der von der Staatspleite bedrohten Hellenen hatte nämlich das „letzte“ EU-Angebot“ an Griechenland aus der Vorwoche mit einem Gegenangebot für Reformen beantwortet und wurde deshalb erneut ins Kanzleramt einbestellt. Viel ist dabei nicht herausgekommen. Das Einzige, das die Bundeskanzlerin zum Thema Konfliktlösung verlautbarte war: „Jeder Tag zählt.“

Gemeint ist: Wenn bis Ende Juni kein Kompromiss gefunden und (!) von den Parlamenten verabschiedet wird, sind Griechenlands Zahlungsunfähigkeit und der Grexit angesagt. Beides hält Mutti anscheinend für möglich. Die Bild-Zeitung zitierte am Freitag einen deutschen Top-Diplomaten: „Auch die Kanzlerin weiß jetzt, dass die Zeit nicht mehr reichen wird.“

Das muss noch nicht das Ende bedeuten, erhöht aber die Nervosität — und die Volatilität an den Aktienmärkten.

Was war an der Börse los?

Am Montag legten die Anteilscheine der Deutschen Bank (ETR:DBK) (FRA:DBK) in der Spitze 8% zu und hielten bei fallendem DAX bis zum Börsenschluss ein Plus von immerhin 3,6%. Grund für den Kurssprung: Der Aufsichtsrat hatte am Sonntag positiv und äußerst zeitnah auf ein Rücktrittsangebot der Vorstände Anshu Jain und Jürgen Fitschen reagiert, das er der Einfachheit halber vorformuliert hatte. Jain geht Ende Juni und Fitschen bleibt noch bis zur nächsten Hauptversammlung im Mai 2016. Die Anleger hofften offensichtlich, dass der neue Chef John Cryan das einst weltweit geachtete Geldhaus aus den Negativschlagzeilen bringt.

Diese Hoffnung währte bis zu einer Razzia am Dienstag, an dem der DAX ebenfalls leicht nachgab und zeitweise unter 11.000 Punkten notierte. Das Institut bekam unerwarteten Besuch von Polizei und Staatsanwaltschaft, die sich über ein paar Geschäftsvorgänge etwas genauer informieren wollten. Aus den Frankfurter Zwillingstürmen war zu hören, dass die Ermittlungen sich nicht gegen Mitarbeiter, sondern gegen Kunden richteten. Trotzdem gaben die Papiere der Deutschen Bank einen Teil ihrer Vortagsgewinne wieder ab.

Schlimmer erwischte es die Aktie der Deutschen Telekom (ETR:DTE) (FRA:DTE), die mit einem Verlust von 2,69% den tiefsten Stand seit Januar erreichte. Marktteilnehmer begründeten das Minus mit nachlassenden Fusionsspekulationen rund um das US-Mobilfunkgeschäft. Das sollte sich bis Freitag ändern (siehe unten).

Auf die Talfahrt der vergangenen Tage folgte am Mittwoch ein deutlicher DAX-Anstieg von 2,4%, der hauptsächlich auf eine vorübergehende Entspannung an der Griechenland-Front zurückzuführen war. Favoriten der Marktteilnehmer waren Bayer (ETR:BAYN) (FRA:BAYN) und HeidelbergCement (ETR:HEI) (FRA:HEI), die jeweils mehr als 4% gewannen. Die Börsianer reagierten damit auf die Nachricht, dass der Pharmakonzern sein Diabetestechnik-Geschäft an einen japanischen Partner verkauft. Die Aktionäre des Baustoffherstellers profitierten von der Aussicht auf steigende Dividenden und Aktienrückkäufe.

Gegen den Trend brach der Aktienkurs der Modekette Gerry Weber (ETR:GWI1) (FRA: GWI1) um 30% ein. Das Management des im MDAX notierten Konzerns hatte zuvor mitgeteilt, es erwarte einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 20 % bis 25 % gegenüber dem Vorjahr.

Am Donnerstag hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) wegen des ergebnislosen Griechenland-Gezerres die Faxen dicke und zog seine Vertreter aus Brüssel ab. Nach dieser Meldung brach der DAX, der bisher das fröhliche Indexklettern des Vortages fortgesetzt hatte, binnen weniger Minuten um 100 Punkte ein. Allerdings blieb ein kleines Plus von 0,6%. Besser lief es bei der Allianz-Aktie (ETR:ALV). Über die hatte ein Analyst gesagt, dass die Gewinnannahmen seiner Kollegen zu pessimistisch seien. Das Ergebnis dieser Prognosen-Prognose war ein Kursanstieg um 1,7%. Lanxess-Papiere (ETR:LXS) (FRA: LXS) legten 1.6% zu, weil ein anderer Parkett-Astrologe sie „trotz kurzfristiger Risiken“ als eine der „interessantesten Anlagegeschichten in der europäischen Chemiebranche“ identifiziert hatte.

Der eingangs erwähnte Bericht der Bild-Zeitung sorgte am Freitag zunächst wieder für fallende Kurse. Zu den wenigen Gewinnern zählte die Deutsche Telekom, die laut einem Bericht des Wall Street Journal möglicherweise mit einem Angebot des amerikanischen Satellitenfernsehanbieters Dish für ihre Tochter T-Mobile US rechnen kann. Das für gewöhnlich gut unterrichtete Blatt berichtete über Gespräche mit Banken über die Finanzierung einer Bar-Komponente für den Kaufpreis in Höhe von 15 Milliarden USD.

Wie geht es weiter?

In Sachen Griechenland ist die letzte Messe bestimmt noch nicht gesungen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verhandelt weiter mit Tsipras & Co. und versucht eine Lösung zu finden. Sein Statement: „Die Kuh muss vom Eis, aber sie rutscht dauernd aus.“ Zu seinen Gunsten betonen wir, dass er damit nicht Frau Merkel gemeint hat. Und die Aktienkurse? Unsere Prognose für die kommende Woche: Sie werden schwanken.

Wir wünschen allen Lesern ein schönes Wochenende. Fool on!

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Winfried besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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