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Unangenehme Geld-Situation: „Lieber Freund! Kannst du mir was leihen?“

Foto: The Motley Fool

Verwandte, Mitbewohner, Chef, Kinder, Nachbarn, Affären, Kollegen – wenn man zu dieser Kombination noch den Faktor Geld dazutut, kann es schnell unangenehm werden (wenn der Kellner nicht die Rechnung aufdröselt; dein Cousin mit dieser einen superduper Investitionschance ankommt; die Schwiegereltern erwarten, dass du sie auf einer teuren Kreuzfahrt begleitest; etc.). Noch schlimmer: Freundschaften und Finanzen können in Gefahr gebracht werden. Hier gehen wir auf eine dieser Situationen ein: Wenn ein Freund dich um Geld bittet.

Dabei ist die Antwort ganz einfach: nämlich „nein“.

Eine Freundin hat mich dazu gezwungen, eine Million Mal NEIN zu sagen, nachdem sie erfahren hat, dass ich einem Freund eine fünfstellige Summe vorgeschossen habe, als er eine harte Zeit zu überbrücken hatte.

Stattdessen hätte ich sagen sollen: „Tut mir Leid. Aber ich habe strenge Vorsätze, wenn es darum geht, Geld an Freunde zu verleihen.“ Oder: „Tut mir Leid, aber es ist mir derzeit einfach nicht möglich, Geld zu verleihen.“ Oder, derzeit mein Favorit: „Tut mir Leid, aber vergangene Erlebnisse haben mir gezeigt, dass so etwas die Freundschaft in die Brüche führt. Aber vielleicht kann ich dir ja auf andere Art behilflich sein?“

Und ich habe damals stattdessen nur gesagt: „Oh. Klar.“

Es war das erste Mal, dass man mich um Geld angegangen ist. Die Vernunft und die Angst vor den Folgen haben dazu geführt, dass ich schockiert und verwirrt war, mich schuldig fühlte und mich an meine gute Erziehung aus dem Mittleren Westen erinnerte. (Denn ich konnte ja etwas Geld verleihen. Entscheidendes Wort: Verleihen.)

Am Ende wurde alles gut

Letztlich wurde mir das Geld zurück gezahlt, allerdings erst nach einigen verpassten Deadlines und zwei geplatzten Schecks. Ich bin daran zwar finanziell nicht zugrunde gegangen, aber an der einst so grundfesten Freundschaft hingen am Ende doch einige Zweifel.

Jetzt aber weiß ich: Verleihe nur Geld, wenn du damit leben kannst, nie wieder auch nur einen Cent davon zu sehen. Mit anderen Worten: Betrachte es als ein Geschenk, auch wenn es nicht so bezeichnet wird. Man kann auch einen förmlicheren Weg einschlagen. Ich hatte eine schriftliche Übereinkunft mit meinem Schuldner – trotzdem brachte das nichts.

Bevor du also ein schönes rotes Schleifchen an den Stapel Cash machst, frage dich selber, ob du es dir leisten kannst, dieses Geld zu verlieren. Und wie du dich fühlst, wenn das Geld für etwas anderes als den ursprünglichen Zweck genutzt wird, ob das Geschäft in der Zukunft für ein Ungleichgewicht der Freundschaft sorgen wird, ob du auf nicht-monetäre Weise helfen kannst, und wie du darüber hinaus mit zukünftigen Anfragen umgehen willst – entweder vom Schuldner selber oder von anderen, die von eurem Geschäft wissen.

Ganz wichtig: Mach es nicht so wie ich und gehe auf etwas ein, ohne vorher ordentlich nachgedacht zu haben. Bitte um Zeit, um in dich zu gehen. Und dann übst du deine Antwort – entweder vor dem Spiegel oder mit einem netten Freund.

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Dieser Artikel erschien am 31.5.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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