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Ein vernachlässigtes Kriterium für die Aktienauswahl, das du vor deiner nächsten Investition berücksichtigen solltest

Foto: Pixabay, Alexandria

Bei der Analyse einer potentiellen Investition denken die meisten Anleger automatisch daran, Dinge wie die Wettbewerbsvorteile, finanzielle Stärke oder bevorstehende Produktneuheiten eines Unternehmens zu betrachten. Eine Sache geht bei der Betrachtung allerdings oft unter, ist aber mindestens genauso wichtig: Wie wird das Management bezahlt. Die falsche Vergütungsstruktur kann nämlich fatale Folgen für dich als Aktionär haben.

Ein Blick auf die Chefgehälter der DAX-Unternehmen

Schauen wir uns mal die Vergütung der 30 DAX-Chefs an, die mir Argumente liefern soll. In der folgenden Grafik siehst du den Zusammenhang zwischen CEO-Gehalt und Umsatz eben dieser 30 Unternehmen.

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Datenquelle: S&P Capital IQ

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Dir fällt bestimmt auch eine relativ klare Trendlinie auf, besonders je weiter wir in der Grafik nach rechts gehen. Ich würde sie grob durch Infineon (ETR:IFX)(FRA:IFX) und VW (ETR:VOW)(FRA:VOW) ziehen.

Letzterem waren die Dienste von Martin Winterkorn im letzten Finanzjahr rund 15 Mio. EUR wert. Im Vergleich dazu scheint Bayer (ETR:BAYN)(FRA:BAYN) Chef Marjin Dekkers mit seinen 1,4 Mio. EUR Gesamtvergütung sehr bescheiden zu sein — das sind nicht einmal 10 % des Topverdieners, obwohl die Marktkapitalisierung seines Unternehmens sogar größer ist (115 Mio. EUR bei Bayer im Vergleich zu 110 Mio. EUR bei VW) und der Umsatz ähnlich wie bei ThyssenKrupp (ETR:TKA)(FRA:TKA).

Bayer ist daher ein Kandidat, der mich besonders neugierig macht. Das größte Augenmerk der Unternehmensführung liegt offensichtlich nicht auf der Optimierung der eigenen Situation. Das soll nicht heißen, dass die besser bezahlten Kollegen nicht im besten Interesse ihrer Aktionäre handeln.

Ich selbst habe zum Beispiel in K+S (ETR:SDF)(FRA:SDF) investiert, wo Norbert Steiner als zweiter in der Rangliste der bestbezahlten DAX-CEOs die Zügel in der Hand hält. Trotzdem war ein Grund für meine Investition, dass das K+S Management nicht vor unpopulären Entscheidungen zurückschreckt — zum Beispiel als 2013 die Dividende drastisch gekürzt wurde, um zusätzliches Eigenkapital für eine größere Investition in Kanada zur Verfügung zu haben.

Herr Steiner trifft Entscheidungen also in meinem Sinne als langfristig orientierter Aktionär. Aus diesem Grund habe ich nichts dagegen, dass er gutes Geld verdient, auch wenn sein Unternehmen zu den Zwergen im DAX zählt.

Denn die Größe eines Unternehmens darf nicht ausschlaggebend sein

Stell dir eine Gehaltsverhandlung eines DAX-Chefs vor — nehmen wir wieder Herrn Dr. Dekkers von Bayer als Beispiel. Welche Argumente könnte er vortragen, um eine höhere Vergütung zu verhandeln? Vergangene Erfolge könnten eine Rolle spielen. Oder seine Visionen für die Zukunft des Unternehmens und seine Kapazität, diese in die Tat umzusetzen. Er könnte aber auch sagen: „Schaut mal Jungs, Heinrich Hiesinger verdient bei ThyssKrupp das Vierfache von mir. Ich habe zwar keinen Ingenieurstitel, aber ich bringe euch genauso viel Umsatz rein.“

Und dies könnte funktionieren — laut der Grafik oben besonders gut bei umsatzstarken Unternehmen. Das Problem dabei: Dass das funktionieren kann, das weiß der Manager. Und wenn er das weiß, dann wird er doch alles dafür tun, so viel Umsatz wie möglich zu generieren, um so viel Geld wie möglich zu verdienen.

Ist doch gut, oder? Eben nicht. Denn die schnellste Art und Weise, den Umsatz zu steigern, ist die Akquisition anderer Firmen. Nimm viel Geld in die Hand und du kannst von heute auf morgen aus einem Unternehmen mit 1 Mrd. EUR Umsatz ein Unternehmen mit 2 Mrd. EUR Umsatz machen. Oder noch besser: Du schaust nach Unternehmen, die rote Zahlen schreiben und kaufst zwei davon. Die sind nämlich billiger und plötzlich hast du sogar 4 Mrd. EUR Umsatz.

Okay, das war sehr zynisch, aber du siehst worauf ich hinaus möchte. Für uns als Aktionäre ist es nicht gut, wenn das Management unserer Unternehmen Anreize hat, nur das Unternehmen zu vergrößern.

Was zählt sind die richtigen Anreize

Warren Buffett sagte einmal:

Ich denke ich war mein Leben lang unter den Top 5 % meines Altersjahrgangs, wenn es um das Verständnis um die Macht von Anreizen geht — und ich habe diese mein ganzes Leben lang unterschätzt.

Aus diesem Grund ist es für dich besonders wichtig, zu verstehen, worauf die Vergütung des Managements deiner Unternehmen basiert. Verdient es viel Geld, weil es ein großes Schiff steuern muss? Oder verdient es viel Geld, weil es das Schiff in die richtige Richtung steuert?

Lies dir im Geschäftsbericht also unbedingt das Kapitel „Gehaltsbericht“ (oder ähnlich) durch. Dann findest du heraus, ob der Kapitän in die von dir gewünschte Richtung steuert. Als Fool wäre ein Ziel die langfristige Steigerung des Aktienkurses. Am besten ist es also, wenn die Vergütung zu einem großen Teil genau davon abhängig gemacht wird.

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Bernd Schmid besitzt Aktien von K+S. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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