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Verschwenden Royal Dutch Shell und Gulf Keystone Petroleum Mittel der Anteilseigner?

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Ich bin immer auf der Suche nach Unternehmen, die nicht im besten Interesse ihrer Aktionäre handeln.

Da Anteilseigner letztendlich die Besitzer des Unternehmens sind, in das sie investieren, sollte das Management tatsächlich stets im besten Interesse der Aktionäre handeln.

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Aber in vielen Fällen ignorieren Geschäftsführrungen dieses fundamentale Ziel.

Und es gibt Anzeichen dafür, dass Führungskräfte von Gulf Keystone Petroleum (LSE:GKP) (FRA:GVP) und Shell (LSE:RDSB) diesen fatalen Fehler begangen haben.

Nicht beeindruckt

Als Shell letzten Monat verkündete, dass es plant, die BG-Group zu kaufen, begann sich sofort Widerstand gegen diesen Deal zu formieren.

Und in den letzten 30 Tagen wurde es immer deutlicher, dass der Markt Shells Entscheidung zur Übernahme seines kleinen Mitstreiters nicht unterstützt. Beispielsweise fiel Shells Aktie innerhalb der letzten 30 Tage um 5,7 % und schnitt damit 4,6 % unter dem Durchschnitt des britischen Aktienindex FTSE 100 und 1,7 % hinter dem Sektor der Öl- und Gasproduzenten ab.

Über die gleiche Periode lag BG nur 1,0 % unter dem Durchschnitt.

Langzeitwiderstand

Der Markt ist besorgt darüber, ob Shell nicht zu viel für BG zahlt. Shells Angebot ist üppig und ein gewaltige Multimillionen-Dollar-Wette auf den Ölpreis.

Wenn sich der Ölpreis erholt, wird der Deal Sinn machen. Wenn der Ölpreis jedoch weiterhin so dahinplätschert, wie es viele Prognostiker voraussehen, könnte die BG-Übernahme auf Jahre eine Belastung für Shells Umsatz werden.

Zusätzlich hat BG gerade zahlreiche betriebliche Probleme zu lösen. Dazu gehören Anliegen mit Ägypten und Probleme in Brasilien. Außerdem spürt das Unternehmen die Auswirkungen des Petrobras-Skandals, da Petrobras BGs wichtigster Partner in Brasilien ist.

Petrobras-Problem

Als Brasiliens staatliches Ölunternehmen ist Petrobras so gut wie an allen Öl- und Gasprojekten des Landes beteiligt. Also muss BG eng mit diesem Konzern zusammenarbeiten.

Petrobras ist der alleinige Betreiber von 5 Pre-Salt-Ölfeldern im Santos-Becken vor der Küste Brasiliens. Infolgedessen ist BG an allen dieser fünf Ölfelder beteiligt, allesamt hoch gefragte Vermögenswerte.

Leider ist BG dadurch auch Petrobras’ Problemen ausgesetzt. Es gibt Bedenken darüber, dass Petrobas aufgrund seines laufenden Korruptionsskandals nicht in der Lage sein wird, mit seinen Verpflichtungen an BG nachzukommen.

Ohne die Unterstützung von Petrobras könnte BGs Brasilien-Anlage ein Dorn im Auge des Unternehmens sein.

Geldverschwendung

Der Market ist besorgt, dass Shell mit der Übernahme von BG nur Zeit und Geld verschwendet.

Währenddessen schmeißt Gulf Keystone mit seinem Versuch, am Leben zu bleiben, Geld zum Fenster hinaus.

Laut der Financial Times hat Gulf Keystones CEO John Gerstenlauer berichtet, dass das Unternehmen pro Monat 8-10 Millionen USD Cash verbrennt.

Zusätzlich schulden kurdische Behörden dem Unternehmen immer noch 330 Mio. USD aus Ölverkäufen.

Gulf Keystone hat ende März mit einer Privatplatzierung 41 Mio. USD generiert. Vor der Platzierung betrug der Cash-Bestand des Unternehmens 86 Mio. USD. Mit der Platzierung verbuchte Gulf Keystone Ende März circa 127 Mio. USD Cash auf der Habenseite.

Bei der aktuellen Rate, mit der das Unternehmen Geld verbrennt und ohne Berücksichtigung zusätzlicher Rückzahlungen von geschuldeten Öleinnahmen hat Gulf Keystone Cash-Bestände, um etwa 11 Monate über die Runden zu kommen, bevor sich das Unternehmen für eine weitere Finanzierungsspritze an den Markt wenden muss.

Sinnvolle Investitionen

In vielen Fällen unterschätzen Anleger die Bedeutung einer starken Führung, die nach den finanziellen Mitteln des Unternehmens sieht.

Wir bei The Motley Fool sind große Verfechter von Geschäftsführern und Anlegern, die auch einmal gegen den Strom schwimmen und anderer Meinung als staatliche Institutionen und Vermögensverwalter sind. Wir sind immer auf der Suche nach verborgenen Marktjuwelen und neuen Geschäftsvisionen.

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The Motley Fool UK besitzt keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 26.05.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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