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Dein Tagesgeldkonto und du: Das Geld, das du nicht im Aktienmarkt investieren sollst

Weniger ausgeben ist eine großartige Strategie. Foto: Pixabay, stevepb

Nach dem gestrigen Artikel solltest du nun wissen, warum du investierst. Du bist also bereit, dein Geld anzulegen, stimmt’s? Nun, noch nicht ganz.

Bevor du anfängst, dein Geld zu investieren, solltest du ein paar Ersparnisse haben. Wir nennen dies den Notfallgroschen. Es passieren genug unvorhergesehene Dinge. Dinge, für die du schnell Bargeld brauchst. Du verlierst deinen Job, die Kupplung deines Autos geht kaputt oder dein Hund braucht eine Notoperation am Schwanz. Wenn du das Geld nicht bereithast, dann musst du womöglich Geld von Verwandten leihen oder einen Kredit aufnehmen.

Dein Notgroschen muss stets auf einem Tagesgeldkonto verfügbar sein (ok, oder auf einem Sparbuch, wie du es aus deiner Kindheit noch kennst). Erwarte nicht, dass du viel mit dieser Anlageform verdienst. Die Zinsen, die du auf den meisten Sparkonten bekommst, gleichen noch nicht einmal die Inflation aus. Das ist ärgerlich, aber ein Notgroschen ist notwendig.

Wie groß sollten die Reserven sein? Hier sind ein paar Tipps, mit denen du herausfinden kannst, wie viel Geld du zurücklegen solltest.

1. Ermittle, wie viel du jeden Monat ausgibst

Die erste Regel beim Sparen ist, genug Geld zu haben, wenn ein Notfall eintritt. Wie viel benötigst du? Nun, wie viel gibst du jeden Monat aus? Kalkuliere, wie viel du jeden Monat für Essen, Wohnen, Fahrgeld und die Dinge, die du deinen Kindern versprochen hast, ausgibst.

2. Lass genug Platz für „Nur für den Fall“-Szenarien

Es gibt kleine Notfälle (schlechter Haarschnitt) und große (Arbeitslosigkeit). Zähle zu deinen monatlichen Ausgaben Dinge hinzu, wie Ausgaben für die Jobsuche, für den Fall, dass du plötzlich eine neue Arbeit brauchst.

Multipliziere die Zahl mit drei oder sechs (je nachdem, wie viele Monate du damit abdecken willst). Beachte auch die Zahl der Leute, für die du finanziell verantwortlich bist und für die die Geldreserven reichen sollen.

3. Wirf einen Blick in deine Kristallkugel für große Ausgaben

Nachdem du deinen Notgroschen zurückgelegt hast, ist es Zeit herauszufinden, wie viel Geld du noch beiseitelegen solltest. Planst du eine Renovierung oder einen großen Familienurlaub? Dies sind Dinge, die auch Teil der Sparstrategie für die nahe Zukunft sind. Schreib sie auf ein Blatt Papier und schätze, wie viel dies kosten wird.

4. Prüfe, wie schnell du dieses Ziel erreichen kannst

Du solltest deinen Sparstrumpf so schnell wie möglich füllen (Notfallausgaben warten nicht, bis es passt). Lege jeden Monat den Betrag zurück, den du dir leisten kannst. Mach dies zu den notwendigen Ausgaben, genau wie die Stromrechnungen und Lebensmitteleinkäufe. Ja, das ist genauso wichtig.

5. Wähle eine Anlageform für dein Geld

Es ist wichtig, dass du leicht an das Geld herankommst, wenn wir vom Notgroschen sprechen. Dein Geld sollte also dort angelegt werden, wo du schnell darauf Zugriff hast, wenn ein Notfall eintritt. Es sollte zudem sicher angelegt sein. Das heißt, es sollte nicht weniger werden, wenn der Aktienmarkt nach untern geht. Dies bringt uns zu dem (wie wir oben schon erwähnt hatten):

  • Tagesgeldkonto
  • Sparbuchkonto

Für Ersparnisse, die nicht für den Notfall gedacht sind (und du sicher bist, dass das Geld dort unangetastet bleiben soll, bis du es brauchst), bieten weniger liquide Konten, z.B. Festgeldkonten, bessere Zinssätze für dein Geld.

6. Automatisiere es!

Wenn du Probleme beim Sparen hast, dann empfehlen wir einen Dauerauftrag. Du kannst aber auch deinen Arbeitgeber fragen, ob er deine Gehaltszahlung auf dein normales Konto und dein Notgroschenkonto aufteilt. Außerdem könntest du einen Dauerauftrag von deinem Girokonto zu deinem Notfallkonto einrichten.

Sobald du deinen Notgroschen zusammengespart hast, ist es Zeit, etwas Geld zum Investieren zusammenzusparen. Mehr dazu morgen!

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