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Aktien im Rückblick: „Wie geht’s?“ Aus Brüssel hört man Unterschiedliches.

Jede Woche gibt es viele Nachrichten, die den Börsenmarkt bewegen. Aber was ist wichtig für dein Portfolio?

Lass uns einen Blick auf die letzte Woche werfen, um zu sehen, was wirklich wichtig war.

Wähl selbst, wie es um die griechische Situation bestellt ist!

Je nachdem, wen man fragt, ist die Situation in Griechenland praktisch gelöst, geht nur langsam voran oder ist bereits gestorben. Aus Brüssel kommen weiterhin widersprüchliche Berichte, wo Vertreter der EU, dem IWF und Griechenlands in dieser Woche Gespräche über die Kreditklemme Griechenlands führten.

Also, wie lief’s in Brüssel? Fantastisch, sagen die Griechen! Am Mittwoch berichtete die griechische Regierung, dass Unterhändler bereits begonnen hatten ein Abkommen auszuarbeiten. Der griechische Vizeaußenminister Euclid Tsakalotos, einer der griechischen Unterhändler, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass beide Seiten sogar ein zusätzliches Hilfspaket für Griechenland diskutierten. “Nahezu von selbst sind nun beide Verhandlungsprozesse vereint worden” sagte er. In einer Erklärung vor Journalisten sagte der griechische Premierminister Alexis Tsipras: „Wir sind auf der Zielgeraden.“

Nicht so schnell, sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Schäubles Sicht auf die Verhandlungen entsprechen fast genau dem Gegenteil. Er sagte der ARD, dass sie überhaupt nicht viel Fortschritt gemacht hätten. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission für den Euro Valdis Dombrovskis sagte auch, dass der Fortschritt langsam sei, mit einer ganzen Reihe offener Fragen.

Also, wer hat Recht? Natürlich glaube ich, dass die Wahrheit in der Mitte zu finden ist…aber wahrscheinlich näher an der Ansicht Schäubles als der von Tsipras. Tsipras weiß, dass schlechte Nachrichten aus Brüssel weiterhin verheerend für die noch-zerbrechliche Wirtschaft Griechenlands wären.

Also vielleicht lag IWF-Chef Christine Lagarde richtig, als sie der ARD am Donnerstag sagte: „Es hat sich einiges bewegt, aber es gibt immer noch eine Menge Arbeit zu tun.”

Konsumklima auf 13-Jahres-Hoch

Trotz der anhaltenden Krise in Griechenland und einem langsamer-als-erwarteten Wirtschaftswachstum im ersten Quartal soll sich das deutsche Konsumklima im Juni wieder erhöhen. Der GfK-Konsumklimaindex ist zukunftsorientiert, er leitet aus den Ergebnissen des laufenden Monats eine Vorhersage für den bevorstehenden Monat ab. Laut GfK wird er im Juni auf 10,2 Punkte steigen. Im Mai stand er noch bei 10,1 Punkten. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 10,0 Punkte gerechnet – stattdessen steht der Index nun so hoch wie seit Oktober 2001 nicht mehr.

„Der private Konsum ist ein wichtiger Motor für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Allerdings dürfen bestehende Risiken nicht vergessen werden“, sagte die GfK. Diese Risiken umfassen die Zukunft Griechenlands in der Eurozone, die Krise in der Ukraine oder den IS Terrorismus. All diese Themen könnten sich spürbar negativ auf den Konsum in Deutschland auswirken, fügte die GfK hinzu.

Verbesserte Konsumentenstimmung ist im Allgemeinen gut für Aktien, insbesondere im Konsumgütersegment, da sie ein Indikator für die Bereitschaft der Öffentlichkeit ist, für Waren und Dienstleistungen zu zahlen. Das interpretiere ich so, dass die deutschen Verbraucher die Situation in Griechenland als nicht besonders besorgniserregend einstufen.

Süddeutschland gegen den Rest

Wie die chinesischen Zeitschrift Caixin am Donnerstag schrieb, wirft Investmentanalyst Peter Lundgreen, CEO der Investmentfirma Lundgreen’s Capital, eine interessante Frage auf: Was ist, wenn das aktuelle deutsche Wirtschaftswachstum vor allem aus Süddeutschland kommt?

Die Zahlen scheinen seine These zu unterstützen…größtenteils zumindest. Während das BIP-Wachstum in Deutschland 2014 bei 1,6 % lag, stand Baden-Württemberg mit einem BIP-Wachstum von 2,4 % an der Spitze und Bayern lag mit 1,8 % ebenfalls über dem Durchschnitt (was Lundgreen nicht erwähnte war, dass Sachsen mit 1,9 % ein höheres BIP-Wachstum vorzuweisen hatte als Bayern). Die Zahlen der anderen Länder fielen schwächer aus; Das Wachstum Sachsen-Anhalts war mit 0,8 % besonders mager.

Sollten diese Zahlen Sorgenfalten bei Anleger auslösen, besonders wenn sie Aktien von Unternehmen in den schwächeren Regionen besitzen? Das glaube ich nicht. Wenn ein Unternehmen groß genug ist, um an der Deutsche Börse gelistet zu sein, dann besteht sein Markt meist aus mehr als nur aus Region seines Hauptsitzes. Lokale Kleinbetriebe – dein lokales Café oder Kaffeehaus zum Beispiel -, das sind eher Geschäfte, die in solchen Situationen Probleme bekommen können.

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