MENU

Windows 10 von Microsoft und das Internet der Dinge: Was du wissen musst

Foto: Pixabay, jeferrb

Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF) (ETR:MSF) hat gesagt, dass es beabsichtigt ein Betriebssystem für alle Gerätetypen zu haben. Und anscheinend nimmt das Unternehmen dieses Versprechen ernst. Microsoft, das angekündigt hat, dass Windows 10 nicht nur auf PCs, sondern auch auf Tablets, Mobiltelefonen und sogar der Xbox laufen wird, will zudem noch eine Version des Betriebssystems für Geräte welche über das Internet der Dinge miteinander verbunden sind entwickeln.

Diese Maschinen – darunter Dinge wie intelligente Thermostate und andere Haushaltgeräte – werden nicht mit dem kompletten Betriebssystem laufen, sondern mit speziell angepassten Versionen von Windows 10 funktionieren, welche deren Funktionalitäten ermöglichen. Ganz egal, ob es ein intelligenter Toaster oder ein kompliziertes Maschinenteil in einer Fabrik ist, Windows 10 wird es antreiben – zumindest will Windows das es so kommt.

Auf der vor kurzem abgehaltenen Build Developer Konferenz hat Microsoft in einer von Sam George und Steve Teixeira (zwei Führungskräfte aus der Internet der Dinge – Gruppe) gehaltenen Präsentation dargelegt, wie das Betriebssystem Internet der Dinge funktionieren wird.

Das Internet der Dinge ist eine Chance

Die Vorstellung startete damit, dass George und Teixeira aufzeigten, was Microsoft als die Chancen des Internet der Dinge ansieht. Die Zwei zeigten eine Vielzahl von Gründen, warum sich die Welt sehr schnell in Richtung einer verbundenen Zukunft bewegt, wie die untere Grafik zeigt.

microsoft-iot_large

Quelle: Microsoft

Teixeira erklärte, dass es die Vereinigung dieser Faktoren ist, die die Nachfrage anschieben werden und Chancen eröffnen. Teixeira sagte, dass bspw. Konnektivität früher langsam und teuer gewesen sei. „Heute mit 3G, 4G und einer breiten W-LAN-Abdeckung sind Daten fast überall vorhanden und man kann sich darauf verlassen, wenn man neue Lösungen entwickelt.“

Nimmt man günstigere Hardware, leichtere Entwicklung und eine steigende Nachfrage hinzu, hat man Marktkräfte, die das Internet der Dinge anschieben werden.

„Wie können all das miteinander verheiraten. Es geht nicht mehr länger um Geräte, die unabhängig voneinander arbeiten“ sagte George. „Es geht darum, diese Geräte untereinander und mit der Cloud zu vernetzen und eine Lösung zu erzeugen, welche wirklich die Summe der Einzelteile übersteigt … Die Menschen sehen den Mehrwert und das wird die Nachfrage nach mehr anheizen.“

George zitierte eine Statistik von Gartner, die besagt, dass es bis zum Jahr 2020 25 Milliarden Geräte geben wird, die über das Internet der Dinge vernetzt sein werden. Zudem verwies er auf eine IDC-Studie, die zeigt, dass der Markt bis zu diesem Jahr auf 7,2 Billionen USD anwachsen wird.

Er sagte: „Wir sind überzeugt davon, dass wir uns in der nächsten Generation des Computerwesens befinden und das es groß werden wird.“

Umfassende Lösungen vom Gerät zur Cloud

Teixeira sagte, wie groß der Markt auch wird, Microsoft möchte mit Windows 10 diesen vom „kleinsten Gerät über große Geräte bis hin zur HyperScale-Cloud“ bedienen.

Er betonte, dass das Unternehmen dies tun wird, in dem es eine Plattform benutzt.

„Ob es Hololens, Raspberry Pi, ein Windows Deskop –PC oder ein Mobiltelefon ist [es ist alles eine Plattform]. Man kann dies auf die Internet der Dinge Versionen ausdehnen … es ist dieselbe Plattform … und es ist Windows und damit weißt du, dass es im Unternehmen funktionieren wird“

Für das Internet der Dinge ist es kostenlos

Die Internet der Dinge Basis Edition von Windows 10 wird umsonst sein. (Das war zu erwarten, seit Microsoft, bei bestimmten Tablets, die von seinen OEM Partnern gefertigt werden aufgehört hat, Gebühren für Windows zu verlangen.)

Das ist scheinbar ein geringes Entgegenkommen aber es ist wichtig, da selbst eine geringe Gebühr Windows zu einer weniger attraktiven Option für Entwickler macht.

Sicherheit ist der Schlüssel

Während George darüber sprach, wie Windows und das Internet der Dinge mit Azure, der Cloud-Plattform für Unternehmen, funktionieren wird, sagte er: „Wir legen großen Wert auf die end-to-end Sicherheit.“

Er merkte an, dass das Internet der Dinge eine neue Welt sei, wenn es darum geht Geräte sicher zu machen. Weiter sagt er, dass aufgrund dessen „Microsoft allen Best-practices der Industrie folgt aber auch weiterführende Ideen hat“

Was es bedeutet, wenn es ein Betriebssystem gibt

Egal welche Hardware-Plattform, Microsoft wird universelle Apps, Treiber und ein universelles Interface haben, welches sich an den genutzten Bildschirm anpasst. Dass bedeutet nicht, dass du mit deiner intelligenten Kaffeemaschine Angry Birds spielen kann aber es ermöglicht dir, über dein Handy, deinem Tablet, deinem PC oder sogar mit einigen Wearables mit der Kaffeemaschine zu kommunizieren.

Teixeira erklärte, dass es das Ziel der universellen Plattform sei, die Dinge für die Entwickler zu vereinfachen. Nach dem er genau schilderte, wie viel Arbeit es machte im früheren Windows-Setup zu arbeiten, sagte er: „Ich entschuldige mich. Ihr Jungs musstet unzählige verschiedene Treiber schreiben, damit ein Hardware-Teil im kompletten Ökosystem funktionierte.“

Er ergänzte, dass das Ziel von Microsoft 10 für das Internet der Dinge es letzen Endes sei, bessere und zugängigere Hardware zu entwickeln.

Teixeira sagte: „Ich möchte nicht einfach Geräte erforderlich machen, die nur passiv in der Ecke sitzen. Ich möchte Geräte, mit denen ich sprechen kann, die mich sehen können und die meine Gesten verstehen.“

Ist Microsoft es wert zu kaufen?

Wenn du in ein Unternehmen wie Microsoft investierst, dann solltest du besser die Zahlen verstehen und was sie dir sagen. Im Spezialbericht ?15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" von The Motley Fool hat Analyst Bernd Schmid, 15 der wichtigsten Bilanzkennzahlen identifiziert, die du benötigst um herauszufinden, ob Microsoft wirklich gut aufgestellt ist oder ob das Unternehmen dabei ist, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Klick einfach hier, um diesen kostenlosen Bericht zu erhalten.

The Motley Fool empfiehlt Aktien von Apple und Gartner. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel wurde von Daniel B. Kline auf Englisch verfasst und wurde am 25.05.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool