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Könnte Microsoft BlackBerry kaufen?

Quelle: The Motley Fool

In einem Artikel, der vor etwas mehr als einer Woche erschienen ist, hatte ich ein paar Unternehmen aufgelistet, die daran interessiert sein könnten, BlackBerry Ltd. (TSX:BB) (NASDAQ:BBRY) (FRA:RI1) zu kaufen. Auf der Liste der möglichen Kandidaten standen Samsung, Google Inc., Apple Inc. und sogar Lenovo.

Es gab aber einen großen Namen, der nicht darauf zu finden war: Microsoft Corporation (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF). Ironischerweise kamen kurz danach Gerüchte auf, dass Microsoft über eine Übernahme nachdenken würde. Die Aktien von BlackBerry schossen daraufhin kurzzeitig in die Höhe.

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Würde Microsoft also wirklich einen solchen Schritt in Betracht ziehen? Weiter unten schauen wir uns das mal an.

Warum Microsoft BlackBerry kaufen wollen würde

Interessanterweise hatte Microsoft bereits vorher diese Gelegenheit. Ende 2013 versuchte BlackBerry selbst, sich zu verkaufen. Microsoft wurde damals als möglicher Partner gesehen. Der Technologiegigant aus Seattle jedoch entschied sich für Nokia, was ihn 7,2 Milliarden USD gekostet hat.

Zu diesem Zeitpunkt wurde das Patentportfolio von BlackBerry als der goldene Kern angesehen und dies ist sicherlich auch heute noch der Fall.

Es gibt jedoch noch weitere Aspekte, warum Microsoft BlackBerry attraktiv finden sollte. BlackBerrys Führungsposition bei Sicherheit würde Microsoft helfen, große Unternehmenskunden zu gewinnen. BlackBerrys ONX-Betriebssystem ist beim Internet der Dinge gut positioniert (Ford ersetzte Microsoft durch QNX bei seinen Fahrzeug-Infotainment-Systemen). BBM wäre ebenfalls ein Vermögensgegenstand, den man haben sollte.

Warum sich Microsoft nicht rührt

Obwohl der Kauf von BlackBerry viele Vorteile bringen würde, gibt es zahlreiche Gründe, warum dies nicht passieren wird.

Erstens hat der Kauf von Nokia nicht die Früchte getragen, die erwartet wurden und erscheint nun etwas als Fehler. Es würde daher seltsam für Microsoft aussehen, wenn es so kurze Zeit später ein Unternehmen wie BlackBerry kaufen würde.

Zweitens bietet Microsoft bereits seine eigene Version des Mobilgeräte-Managements (MDM) an. Es ist daher ein Wettbewerber von BlackBerry an dieser Front. Microsoft bietet Office 365-Kunden sogar einige MDM-Dienste kostenlos an. An dieser Stelle benötigt es BlackBerry also gar nicht.

Zudem hat BlackBerry laut anonymer Quellen bereits ein großzügiges Angebot von Samsung abgelehnt. Microsoft wird daher wissen, dass ein Gebot nichts bringen wird.

Das Urteil

In naher Zukunft ist es unwahrscheinlich, dass irgendein Unternehmen BlackBerry kaufen wird. Dies liegt hauptsächlich an dem zu hohen Preis. Wenn BlackBerry jedoch Schwierigkeiten haben sollte zu wachsen, wird der Druck steigen, sich selbst zu verkaufen. Viele Technologieunternehmen werden immer noch einen Blick auf das Patentportfolio geworfen haben. Samsung scheint zurzeit noch der wahrscheinlichste Kandidat zu sein, aber Microsoft wird auch mitspielen wollen.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und am 20.05.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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