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Aktien im Rückblick: Wolken am Wirtschaftshorizont

Foto: Pixabay

Jede Woche gibt es viele Nachrichten, die den Börsenmarkt bewegen, aber was ist wichtig für dein Portfolio?

Lass uns einen Blick auf die letzte Woche werfen, um zu sehen, was wirklich wichtig war.

Griechische Verhandlungen: gut oder schlecht?

Wie immer ist Griechenland in aller Munde.

Führende Politiker der Eurozone, einschließlich des griechischen Premiers Alexis Tsipras, trafen sich am Donnerstag in Lettland. Tsipras hofft auf ein Abkommen, durch welches Griechenland Bargeld im Austausch für notwendige Reformen erhält. Er schien optimistisch, dass man sich während der Sitzung zumindest über die Grundzüge eines Plans einigen könne. Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis sagte am Montag, dass ein Abkommen in nur einer Woche erreicht werden könne.

Aber Finanzminister Wolfgang Schäuble sieht das anders und sagte Reuters, dass der Optimismus der griechischen Regierung nicht gerechtfertigt sei und dass er ihre Zahlungsunfähigkeit nicht ausschließen könne. Griechenlands Kreditgeber EU und IWF sagten auch, dass die Gespräche zu langsam vorangehen, um einen Deal in den bevorstehenden Tagen zu ermöglichen. Am Mittwoch sagte ein hochrangiger griechischer Politiker, dass Griechenland ohne weitere Entwicklungshilfe am 5. Juni keine Zahlung an den IWF leisten könne.

Auf die Frage, ob Griechenland kurz vor der Insolvenz stehe, sagte Schäuble, dass er nichts ausschließen könne, es aber an Athen liege. Ein schwacher Trost für deutsche Anleger, die mit großer Sicherheit negative Auswirkungen von einem möglichen Zahlungsausfall Griechenlands zu spüren bekommen würden. Wir können nur hoffen, dass diese Situation in der Tat vermieden werden kann.

Was werden die G7-Finanzminister nächste Woche besprechen?

In diesem Jahr ist Deutschland Gastgeber des G7-Gipfels Anfang Juni im Schloss Elmau. Aber vor dem Großgipfel gibt es einige kleinere Treffen. So werden sich nächste Woche die Finanzminister der G7 in Dresden treffen. Aber werden sie etwas besprechen, das deutsche Anleger betreffen könnte?

Werden sie zum Beispiel über Griechenland reden? Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte Reuters, das sei möglich, Griechenland stehe allerdings nicht auf der Tagesordnung. Auch nicht auf der Tagesordnung steht laut Schäuble der Yuan und die Frage, ob der IWF den Yuan zu einer Leitwährung machen sollte. Ich glaube, dass diese Änderung keinen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft haben würde, obwohl sie sich als positiv für chinesische Investitionen erweisen könnte.

Was allerdings auf der Tagesordnung steht, ist die Frage, wie die Wirtschafts- und Währungspolitik zu steuern ist, um nachhaltiges Wachstum ohne Bildung von Blasen zu fördern. Doch trotz des Drucks, die Investitionsausgaben zu erhöhen, der seitens anderer EU-Staaten und der USA ausgeübt wird, sieht Schäuble derzeit keine guten Chancen für zusätzliche Ausgaben, die über die zuvor angekündigten Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel, digitale Infrastruktur und Energieeffizienz hinausgehen. Der IWF berichtete letzte Woche in einer Erklärung, dass diese Pläne nicht weit genug gehen.

Es sieht also so aus, als ob Schäuble in Dresden Druck von allen Seiten zu spüren bekommen wird. Aber ich glaube, Anleger sollten nicht besorgt sein. Die G7 ist letztendlich nur eine informelle Organisation. Sie kann Deutschland nicht dazu zwingen, entgegen seiner eigenen Interessen zu handeln.

Ein Lichtblick inmitten düsterer Zahlen

Die Wirtschaftsdaten dieser Woche waren nicht wirklich gut, aber sie waren auch nicht wirklich schlecht. Die etwas schlechteren Zahlen erscheinen nach einer hervorragenden Zeit zu Beginn des Jahres natürlich schlimmer als sie sind.

Am Dienstag sanken die ZEW-Konjunkturerwartungen – ein Maß für das Wirtschaftssentiment in Deutschland – im zweiten Monat in Folge von 53,3 im April auf ein Fünf-Monats-Tief von 41,9 im Mai. Dies war der niedrigste Wert seit Dezember 2014. Außerdem wurden die Erzeugerpreise für April veröffentlicht: ein Zehntelprozent schlechter als erwartet.

Aber es gibt einen Lichtblick für die Autoindustrie. Die Pkw-Neuzulassungen in Europa sind im Vergleich zu April um 6,9 Prozent gestiegen und das besonders in großen Märkten wie Italien, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Und die guten Zeiten gehen für deutsche Automobilhersteller weiter. Der Finanzvorstand von Daimler (ETR:DAI) (FRA:DAI) Bodo Uebber sagte dem Handelsblatt, dass er eine weitere Erhöhung der Pkw-Verkaufszahlen in der zweiten Hälfte des Jahres erwarte. Das verheißt Gutes für die Anleger der deutschen Automobilunternehmen.

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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