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Wird JinkoSolar den bevorstehenden Wachstumsrückgang in China überleben?

Foto: Pixabay, blickpixel

Mit dem Börsenschluss am 20.5.2015 haben sich die Aktien von JinkoSolar (FRA:ZJS1) (ETR:ZJS1) in diesem Jahr fast 50 % im Wert gestiegen.

Diese Entwicklung sieht sehr vielversprechend aus, weil das geschätzte KGV des Unternehmens jetzt nur noch bei 9 liegt und damit deutlich niedriger als das anderer Solarfirmen wie First Solar (NYSE:FSLR) – geschätzter KGV: 21 – oder Manz AG (ETR:M5Z) (FRA:M5Z) – geschätzter KGV: 29.

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Aber der Erfolg der drittgrößten Solarfirma Chinas ist nicht sicher. Ökonomen glauben, dass sich das Wachstum in China in diesem Jahr weiter verlangsamen wird. Wird es dem Aktienkurs von JinkoSolar auch so ergehen?

Ein weltweites Geschäft

Obwohl JinkoSolar ein chinesisches Unternehmen ist, hat es eine globale Reichweite. Während 2008 noch über 98 % des Umsatzes aus China selbst kamen, stammte 2014 mehr als die Hälfte des Umsatzes aus Ländern außerhalb Chinas (56,3 % im Jahr 2014). Diese Einnahmen kommen aus vielen verschiedenen Ländern:

Land Einnahmen in Prozent (2014)
China 43,7 %
USA 17,7 %
UK 12,7 %
Chile 5,8 %
Südafrika 5,4 %
Japan 4,9 %
Andere Länder 9,9 %

Quelle: JinkoSolar 2014 SEC 20-F Form

Sollte es zu einer Verlangsamung kommen, werden diese vielen Exportmärkte für das Unternehmen von großem Vorteil sein. JinkoSolar hat nicht nur Kunden aus verschiedenen Ländern, sondern die wichtigsten fünf Exportmärkte befinden sich zudem auch noch auf verschiedenen Kontinenten, was sie weniger anfällig für potenzielle regionale Marktschwächen macht.

Doch trotz dieser Diversität ist China immer noch bei Weitem der größte Markt des Unternehmens. Sollten das chinesische Volk und die Regierung also anfangen, weniger in Solarprojekte zu investieren, wäre das Unternehmen hart getroffen.

Ist also angesichts der konjunkturellen Entwicklung in China mit einem Investitionsrückgang zu rechnen?

Der bevorstehende Bauboom

Das glaube ich nicht. Jüngste Berichte sprechen davon, dass China die Schwächung seines Wirtschaftswachstums mit der Förderung von Kreditvergaben durch Banken und der Verbesserung der Infrastruktur zu bekämpfen plant. „Infrastruktur und Bankdarlehen – das ist der Weg, mit dem China seine Wirtschaft stimuliert“, sagte Larry Hu, Leiter des Programms Chinesische Wirtschaft der Macquarie Securities Ltd. in Hongkong nach Bloomberg Business.

Ich glaube, die nahe Zukunft für JinkoSolar sieht gut aus. Einfacherer Zugang zu Kapital kann Investoren und Unternehmen dazu ermutigen, in Solarenergie zu investieren, während eine Regierung auf der Suche nach Infrastrukturprojekten in Solaranlagen eine attraktive Investitionsmöglichkeit finden kann.

Die chinesische Regierung hat außerdem damit begonnen, viel Geld in die Solarinfrastruktur zu investieren. Im Oktober 2014 kündigte sie beispielsweise den Bau eines 260 Millionen Euro teuren, 4,5-Hektar großen und 200 MW starken Solarkraftwerks im Jin Chang an, welches damit das größte unabhängige Solarkraftwerk Chinas wäre. Es wird zusammen mit JinkoSolar entwickelt und der Bau wird noch dieses Jahr beginnen.

Ich glaube, in naher Zukunft sieht es für JinkoSolar gut aus. Die langfristigen Aussichten sind jedoch weniger klar. „Banken dazu zu ermächtigen, mehr langfristige Darlehen für Infrastrukturprojekte zu gewähren, ist ein zweischneidiges Schwert“, sagte Yuan Gangming, ein Ökonom der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften nach Bloomberg Business.

Er warnt: „Das kann zwar schnell kurzfristige Nachfrage erzeugen, aber längerfristig bedeutet es, dass Mittel in Projekte fließen, die sehr niedrige Renditen erzielen – mit anderen Worten, es ist schlecht für die Wirtschaft.“

Das Foolische Fazit                                       

Ich glaube, dass JinkoSolar nichts von schwächerem Wachstum in China zu befürchten hat. Mehr als die Hälfte seiner Geschäfte kommen aus dem Ausland und eine Schwächung des chinesischen Markts wird diesen Teil des Geschäfts nicht beeinträchtigen. In China sollte das Unternehmen außerdem von der Förderung der Kreditvergabe durch Banken und Infrastrukturprojekten profitieren.

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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