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Warum Apple eine hervorragende Aktie für Dividenden-Anleger ist

Foto: The Motley Fool

Die Apple-Aktie (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) zieht die Aufmerksamkeit der Anleger als auch der Medien auf sich. Jedoch fokussiert sich der Blick zu meist auf Dinge wie die Verkaufszahlen des iPhone 6 oder das Marktpotential der neulich eingeführten Apple Watch, während Dividendenankündigungen in der Regel nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen eigentlich zusteht. In gewisser Weise ist dies verständlich. Apples Geschichte seines Dividendenwachstums ist noch relativ jung und seine Dividendenrendite ist im Vergleich zu anderen Mitstreitern aus der Technologiebranche nicht gerade hoch.

Auf der anderen Seite bringt Apple alle Voraussetzungen mit, um in den kommenden Jahren eine äußerst beeindruckende Dividendenwachstumsgeschichte zu schreiben und das könnte für Apple-Investoren bedeuten, auf lange Sicht große Erträge einzufahren.

Auf der Suche nach Dividenden in der Technologiebranche

Apple hat 2012 seine Dividendenzahlungen wieder aufgenommen und seine Dividende um 15 % 2013, um 8 % 2014 und um 11 % 2015 erhöht. Die Vierteljahresdividende beträgt momentan 0,52 USD je Aktie. Das bedeutet bei aktuellem Aktienkurs eine Dividendenrendite von 1,7 %, was im Vergleich zu anderen großen Technologie-Unternehmen nicht gerade beeindruckend ist.

IBM (NYSE:IBM) (FRA:IBM) hat in Sachen Dividendenwachstum eine tadellose Bilanz vorzuweisen. Das Unternehmen zahlt ununterbrochen seit 1916 Dividenden und hat sie nun 20 Jahre in Folge erhöht. “Der große Blaue“ hat seine Dividende über die letzten fünf Jahre verdoppelt und neulich eine Steigerung um 18 % für das Jahr 2015 angekündigt. Nach dem jüngsten Anstieg beträgt die Dividendenrendite der IBM-Aktie fast 3 %.

Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF) ist ein anderer Technologieriese, der Apple schlägt, wenn es um den Verlauf der Dividendenrendite und des Dividendenwachstums geht. Microsoft hat seine Rendite seit 2003 jährlich erhöht und das Unternehmen zahlt zurzeit 0,31 USD je Aktie, was einer Dividendenrendite von ungefähr 2,7 % entspricht. In der Regel kündigt Microsoft seine Dividendenerhöhungen im September an, weswegen das Unternehmen Dividendenzahlungen für 2015 noch nicht erhöht hat.

IBM und Microsoft, zwei große Technologieunternehmen, die eine erfolgreiche Laufbahn bezüglich ihres Dividendenwachstums vorweisen können und höhere Dividendenrenditen als Apple versprechen, sind nur zwei passende Beispiele, die man berücksichtigen sollte. Die Hauptaussage ist, dass Apple, wenn man einen Blick auf aktuelle Dividendenrenditen und vergangene Dividendenzahlungen wirft, nicht die attraktivste Dividenden-Aktie in der Technologiebranche zu sein scheint.

Nach vorne Blicken

Auf der anderen Seite müssen Investitionsentscheidungen auf zukunftsorientierte Aspekte und Zukunftspotenzial stützen. Vergangene Leistung und aktuelle Lage können wichtige Informationen liefern, aber Anleger müssen beim Analysieren von Dividenden-Aktien nach vorne schauen und sich nicht mit Vergangenem zufrieden geben. In diesem Sinne ist es wichtig, anzumerken, dass Apples Dividendenwachstum eindeutig allen anderen Mitstreitern voraus ist.

Apple hat beinahe 194 Mio. USD an liquiden Mitteln und Anlagen in seiner Bilanz vorzuweisen. Selbst nach Abzug der langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 40 Mrd. USD und Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften von 3,8 Mrd. USD steht Apple mit einer Netto-Cash-Position von über 150 Mrd. USD da.

Das Unternehmen erwirtschaftet jedes Quartal riesige Beträge. Der operative Cashflow des 6-monatigen Zeitraums, der am 28 März endete, betrug 52,8 Mrd. USD. Dies bedeutete einen Anstieg um 46 % (36,2 Mrd. USD) zur gleichen Periode im vergangenen Jahr. Der Free Cashflow der ersten beiden Quartale des laufenden Geschäftsjahrs betrug 47,2 Mrd. USD. Verglichen mit dem Jahr 2014 war das ein Anstieg um 44 %.

In den letzten sechs Monaten hat Apple nur 12 Mrd. USD für Aktienrückkäufe und 5,5 Mrd. USD für Dividendenzahlungen aufgewendet. Dies bedeutet, dass die Cashflow-Generierung enormen Spielraum bietet, um Dividenden und Aktienrückkaufprogramme in der Zukunft anzuheben.

Wenn es um Ausschüttungen geht, zieht das Management Aktienrückkäufe Dividendenzahlungen vor. Wenn man glaubt, dass die Apple-Aktie zum aktuellen Kurs unterbewertet ist, ist dies eine kluge Entscheidung und das Management ist eindeutig dieser Meinung. Apples Senior Vice President und CFO Luca Maestri drückte das folgendermaßen aus: „Angesichts unseres großen Vertrauens in Apples Zukunft und den Aktienwert des Unternehmens verlagern wir den Großteil der Ausweitung auf Aktienrückkäufe.“

Große Rückkäufe beanspruchen zwar die finanziellen Mittel, die jetzt für Dividenden fehlen, sie können aber ein enormer Vorteil sein, wenn es um Dividendenwachstumspotenzial geht. Da die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien mit der Zeit abnimmt, ist Apple in der Lage, höhere Dividenden je Aktie aus jedem Cashflow-Dollar zu zahlen. Also können große Aktienrückkäufe heute hohes Dividendenwachstum in der Zukunft bedeuten.

Wachsende Dividenden dienen nicht nur als Einkommen für Anleger, sondern sie sind zudem ein starkes und transparentes Signal, das Aufschluss über Qualität und finanzielle Stärke eines Unternehmens gibt und das ist auf lange Sicht gesehen ein wesentlicher Ertragstreiber. Apple befindet sich auf bestem Wege, in den kommenden Jahren erhebliches Dividendenwachstum vermelden zu können und das rechnen Apple-Anleger dem Unternehmen hoch an.

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The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool hält Aktien von Apple und International Business Machines. Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und am 9.5.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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