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3 Gründe, weshalb die Facebook-Aktie fallen könnte

Foto: The Motley Fool.

Obwohl so gut wie jeder der 30 Analysten, die Facebook (NASDAQ:FB) (FRA:FB2A) beobachten, eine „einfache“ oder „starke“ Kaufempfehlung für die Aktie des Unternehmens ausspricht, waren Anleger von den kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen nicht gerade begeistert. Seitdem ist die Aktie bis zum heutigen Zeitpunkt um weitere 6 % gefallen. Die Frage ist, ob der Abwärtstrend der Facebook-Aktie andauert?

Auf lange Sicht gesehen ist die positive Stimmungslage der Facebook-Analysten berechtigt. Facebook verzeichnete im letzten Quartal ein solides Wachstum der Nutzerzahlen. Viele neue Wachstumspotenziale bahnen sich an und die Videonutzung nimmt drastisch zu, was Umsatzzahlen weiterhin in die Höhe schießen lässt.

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Bei all den positiven Anzeichen gibt es allerdings auch einige Herausforderungen zu meistern – wie bei allen anderen Unternehmen auch. Könnten diese Hindernisse Facebooks Aktienkurz zum Einsturz bringen? Auf lange Sicht wohl eher nicht, man sollte sie aber gut im Auge behalten.

Zeig mir das Geld

Im Großen und Ganzen sind Analysten – genauso wie einige Anleger – ein ungeduldiges Volk. Dies ist einer der Gründe, weshalb CEO Mark Zuckerberg ständig danach gefragt wird, wann sein Oculus Rift Virtual-Reality (VR)-Headset auf den Markt kommt oder wie viel WhatsApp und Instagram tatsächlich wert sind.

Gerüchte, die vor einigen Monaten die Runde machten, deuteten darauf hin, dass Verbraucher auf eine Einführung des Rift VR-Headsets Ende dieses Jahres hoffen können. Jedoch hat es nun den Anschein, dass das Rift-Headset im Jahre 2015 noch nicht in den Regalen zu finden sein wird. Oculus-Gründer Palmer Luckey deutete auf einer Handelsmesse letzten Monat an, dass eine Auslieferung erst im kommenden Jahr erfolgen kann.

Zuckerberg muss sich auch einer Fülle an Fragen bezüglich der Monetisierung von Instagram und WhatsApp stellen. Während der jüngsten Veröffentlichung der Quartalszahlen wich Zuckerberg den Themen bezüglich des Auslieferungsdatums des Rift-Headsets und dem Zeitpunkt der Entfesselung des riesigen Wachstumspotenzial von Instagram aus. WhatsApp, so Zuckerberg, soll neu bewertet werden, sobald die Marke der monatlichen Durchschnittsnutzer von einer Milliarde geknackt wird.

Es ist nicht eine Frage ob, sondern wann Facebook die Früchte seiner Investitionen erntet. Aber kurzfristig könnten anhaltende Verzögerungen zusätzlichen Druck auf Facebooks Aktienkurz ausüben.

In das Geschäft investieren

Wir wussten dank Facebook-CFO Dave Wehner, dass sich Ausgaben weiterhin in einem rasanten Tempo entwickeln werden. In zwei aufeinanderfolgenden Quartalen stiegen Aufwendungen um über 80 %. Im ersten Quartal stiegen Facebooks Gemeinkosten auf 2,61 Mrd. USD – 83 % höher als im vergangenen Jahr – und darauf folgte im vierten Quartal 2014 ein Anstieg der Kosten um 87 % im Vergleich zum Vorjahr. Und es ist noch lange nicht Schluss.

Kosten für fortlaufende Entwicklung, Tools zur Messung der Werbemaßnahmen, interne Useranalysen, Infrastrukturinvestitionen und Personal sollen ca. 55 % bis 65 % des Anstiegs der diesjährigen Gesamtkosten ausmachen. Dies bedeutet einen Rückgang im Vergleich zu den Schätzungen des letzten Quartals, auch wenn nur einen geringen.

Geld auszugeben, um Geld einzunehmen, ist nichts Schlechtes, solange für Anleger eine Rendite sichtbar ist. Es sei noch einmal erwähnt, dass nicht viele Branchenexperten auf einen Misserfolg von Facebook setzen. Aber die Gemeinkosten anzuheben, ohne die dazu notwendiger Kapitalrendite aufzuweisen, könnte Schwierigkeiten mit sich bringen.

Es ist bereits alles vorhanden

Wie sein digitaler Mitstreiter Google (NASDAQ:GOOG) (FRA:GGQ1) generiert auch Facebook die überwiegende Mehrheit seiner Einnahmen durch Werbung. Beide Online-Giganten nehmen über 90 % ihres jeweiligen Umsatzes durch Werbung ein. Googles Videoportal YouTube rühmt sich mit einigen großen Markennamen, die hohe Einnahmen durch Werbeverkäufe garantieren.

Als COO Sheryl Sandberg gefragt wurde, ob man auf Facebook nicht mit großen Markennamen werben sollte, erwiderte sie, dass kleine und mittelständische Unternehmen den Lebensunterhalt für Facebook darstellen. Dies kann sowohl als Chance als auch als Herausforderung interpretiert werden. Facebook-Anhänger wissen, dass das Unternehmen seine Videospots neulich unter die Leute gebracht hat und dies scheint ein großer Erfolg zu sein.

Sandberg sagte, dass bereits über 1 Mio. kleine und mittelständische Unternehmen von Facebooks Videoanzeige-Alternative Gebrauch gemacht haben. Das sind gute Nachrichten. Die Herausforderung – und die Chance – besteht darin, die 30 Mio. kleinen und mittelständischen Unternehmen mit geschäftsbezogenen Webseiten, die noch nicht zu Facebooks Marketingeinnahmen beisteuern, zu zahlenden Kunden zu machen. Videoclips sind bei Facebook relativ neu und für viele kleine und mittelständische Unternehmen ein komplett neues Pflaster. Um auch die 30 Mio. nicht zu Facebooks Einnahmen beitragenden kleinen und mittelständischen Unternehmen zu überzeugen, muss Facebook sicherstellen, dass es nicht einmal zu einer Wahrnehmung irgendeiner Eintrittsbarriere kommt.

Sind diese Hindernisse ein Grund zu verkaufen? Nein, jedoch repräsentieren sie Herausforderungen, bei denen Anleger gut beraten sind, diese im Auge zu behalten.

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The Motley Fool empfiehlt Facebook, Google (A-Aktien) und Google (C-Aktien). The Motley Fool hält Aktien von Facebook, Google (A-Aktien) und Google (C-Aktien). Dieser Artikel wurde von Tim Brugger auf Englisch verfasst und wurde am 02.05.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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