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Umsätze von Gilead Sciences: Der Markt für Hepatitis C in Zahlen

Foto: Pixabay, geralt

Gilead Sciences (NASDAQ:GILD) (ETR:GIS) hat ein mehr als zufriedenstellendes erstes Quartal berichten und dabei die Erwartungen der Experten übertreffen können. Hier sind die Zahlen, die du wissen solltest:

4,55 USD:

Und zwar 4,55 Milliarden USD. Das sind die Umsätze aus Harvoni und Sovaldi. Gilead gab bekannt, dass mehr Hepatitis-C-Patienten behandelt werden, und zwar aus Begeisterung über Harvoni; darüber hinaus lockern Versicherer die Regeln, wonach mehr Patienten Zugriff auf das Medikament haben. Die Umsätze werden durch viele Rabattaktionen ein wenig abgeschwächt, von denen in der Zukunft noch mehr zu erwarten sind.

30 %:

Die Prozentzahl an Verkäufen, die an öffentliche Versicherer wie Medicaid gehen. Da die öffentlichen Versicherer günstigere Angebote als private bekommen, lohnt es sich für Investoren, dieses Verhältnis im Auge zu behalten.

57%:

Der Jahr-zu-Jahr-Abschwung in Verkäufen von Sovaldi. Das hat natürlich niemanden so richtig interessiert, weil die meisten Patienten einfach auf Harvoni umgestiegen sind. Sovaldi wird noch immer für Patienten verschrieben, die eine Art der Infektion haben, die allein mit Sovaldi behandelt werden kann. Doch Patienten mit dem Genotypus 1 benötigt man lediglich Harvoni – und das ist somit zur Behandlungsmethode Nummer eins geworden.

90%:

Harvonis Marktanteil in den USA im Q1 bei Patienten, die mit Hepatitis Typ 1 infiziert sind. Obwohl man mit AbbVie (NYSE:ABBV) (ETR:4AB) einen starken Konkurrenten hat, konnte Gilead doch den Markt behaupten. Preisnachlässe haben den Markt erschlossen, aber es ist die Formel von einer Pille pro Tag (gegenüber mehreren Pillen über den Tag verteilt wie bei AbbVies Viekira Pak), die für Furore sorgt.

4%:

Die Anzahl der geschätzt insgesamt 6,6 Millionen Hepatitis-C-Patienten in den USA und den fünf größten Ländern Europas, die seit dem Launch von Sovaldi mit entweder Sovaldi oder Harvoni behandelt wurden. Es gibt also noch eine ganze Reihe an Menschen, die behandelt werden können.

70.000:

Die Anzahl an Hepatitis-C-Patienten in den USA, die im ersten Quartal die Behandlung mit Gilead begonnen haben. Das sind 50% mehr als im Quartal davor. Der Vorstand nimmt an, dass man zwischen 250.000 und 300.000 Menschen behandeln könnte. Das bedeutet, dass man wohl knapp an der Grenze zur vollen Kapazität ist, da im ersten Quartal rund 280.000 Menschen behandelt wurden.

2 USD:

Die Menge in Milliarden, mit der man bei Gilead die Verkaufserwartungen für 2015 nach oben korrigiert hat. Das kommt nahe an die Gesamterwartung von zwei gewichtigen Medikamenten! Viele Unternehmen würden sich nach einem Gesamtumsatz von 2 Milliarden USD die Finger lecken. Gilead erwartet für 2015 Gesamtumsätze zwischen 28 und 29 Milliarden USD.

18 %:

Der Jahreszuwachs bei Gileads Kosten für Sales und Verwaltung. Wenn man diese Zahl dem Zuwachs von 52% beim Umsatz gegenüber stellt, dann lässt sich leicht erkennen, wie profitabel es ist, Hepatitis-C-Medikamenten herzustellen. Gilead beschäftigt Verkäufer, die das Medikament an Ärzte verkauft, aber Harvoni geht auch so weg wie geschnitten Brot – die Nachfrage nach einem oral einzunehmenden Medikament gegen Hepatitis C ist enorm.

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Brian Orelli besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Gilead Sciences und besitzt Aktien des Unternehmens. Dieser Artikel erschien am 1.5.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

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