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Aktien im Rückblick: Europäische Anleihen … Achtung, da unten!

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Jede Woche gibt es viele Nachrichten, die den Börsenmarkt bewegen, aber was ist wichtig für dein Portfolio?

Lass uns einen Blick auf die letzte Woche werfen, um zu sehen, was wirklich wichtig war.

Zum Thema negative Anleihenzinsen

Es war eine volatile Woche für Investoren in europäische Anleihen. Die Renditen schossen in ganz Europa in die Höhe, da die Preise fielen. Die deutschen Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit liebäugelten sogar mit negativen Zinsen. In der Schweiz waren negative Zinsen für die 10-Jahres-Anleihen sogar schon Realität. Am Donnerstag sprangen die Renditen wieder auf 0,59% und erreichten zeitweise fast 0,8%. Auch die Schweiz kam wieder in den positiven Bereich.

Wie bei so vielen anderen Dingen im Finanzmarkt gab es auch hier keinen klaren Grund für die Schwankung. Die andauernden Sorgen um Griechenland könnten offenbar mit dafür gesorgt haben. Es ist jedoch auch denkbar, dass die sich verbessernde Einstellung gegenüber der europäischen Wirtschaft und die Aussicht, dass die Region eine Deflationsspirale vermeidet, ebenfalls zu den Schwankungen beigetragen haben.

Eine Woche ist jedoch kein Trend und die EZB steht immer noch am Anfang ihrer lockeren Geldpolitik. Es ist jedoch erkennbar, dass nach dem Blutbad der Woche die Renditen wieder in die Nähe kamen, wie vor der lockeren Geldpolitik.

In den USA: “Nicht so schlecht” sah eigentlich ziemlich gut aus

Wenn du dich wirklich gut fühlen willst bei dem, was du tust, versuche mit niedrigen Erwartungen zu starten. Wenn du beispielsweise ein 5-Kilometerrennen läufst, dann erwarte eine Zeit von drei Stunden.

Mit den Einnahmen der USA war es ähnlich. Die gegenwärtige Leistung von großen amerikanischen Unternehmen war nicht besonders beeindruckend. Drei Viertel aller Unternehmen in den USA haben ihre ersten Quartalsergebnisse vorgelegt. Insgesamt sind die Einnahmen der S&P 500-Unternehmen etwas geringer als noch vor einem Jahr. Nicht beeindruckend aber deutlich besser als die erwartete Höhe des Rückgangs.

Bevor wir allerdings zu besorgt über den Zustand der Einnahmen amerikanischer Aktiengesellschaften sind, sollten wir daran denken, dass die Schwäche hauptsächlich durch die Schwäche im Energiesektor und den starken Dollar verursacht wurde. Dies hat die Einnahmen der amerikanischen Unternehmen aus dem Ausland geschmälert.

Des einen Landes Leid ist des anderen Landes Freud

Während die Einnahmen in den USA durch die niedrigen Energiepreise und den starken Dollar heruntergezogen wurden, schauten Ökonomen aus Europa auf die Vorteile für die Eurozone und die gesamte EU.

Das Programm der EZB, mehr Geld zur Verfügung zu stellen, hat den Euro gegenüber dem Dollar und anderen Währungen geschwächt. Dies kann helfen, die Exporte für Unternehmen aus der Eurozone anzukurbeln. Besonders exportabhängige Länder wie Deutschland profitieren davon. In der Zwischenzeit beeinträchtigten die niedrigen Energiepreise zwar die Umsätze der Energieunternehmen, haben aber das Potenzial, die restliche wirtschaftliche Aktivität beflügeln.

Die Wachstumsaussichten der EU-Kommission stiegen für die Eurozone von 1,3% auf 1,5% für dieses Jahr. Trotzdem wurden die 1,7% bis 1,8% der EU unterschritten. Die Aussicht für Deutschland verbesserte sich besonders und stieg von vorher 1,5% auf 1,9%.

Janet lässt die Katze aus dem Sack

Die Vorsitzende der amerikanischen Zentralbank Fed Janet Yellen zauberte diese Woche nicht gerade ein Lächeln auf die Gesichter vieler Aktieninvestoren, als ihre Aussage zur Bewertung die Aktienverkäufe in den USA und Europa anheizten.

Reuters zitierte Yellen mit den Worten: „Ich möchte betonen, dass er die Bewertungen auf dem Eigenkapitalmarkt im Allgemeinen ziemlich hoch sind. Es gibt hier potenzielle Gefahren.“

Obwohl wir die kurzfristigen Auswirkungen einer solchen Äußerung beklagen können, kann man Yellen kaum widersprechen. Die allgemeinen Marktbewertungen auf der ganzen Welt sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Obwohl ich sie kaum als Blase bezeichnen würde und Yellen sagte, dass sie keine Blasen sieht, sind Aktien im Moment auch keine Schnäppchen.

Das heißt aber nicht, dass du im Moment keine Aktien kaufen solltest. Es heißt nur, dass es besonders wichtig ist, diszipliniert zu sein und darauf zu achten, dass du in die besten Unternehmen investierst, auf einen fairen Preis wartest und ein Auge auf Nischen im Markt hast, in denen gute Gelegenheiten gefunden werden können.

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