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3 Gründe, warum Googles Aktien fallen könnten

Foto: Wikimedia Commons, Coolcaesar

Nachdem es bei Google (NASDAQ:GOOG) (NASDAQ:GOOGL) (ETR:GGQ7) in der letzten Woche viel Freude über die Earnings gab, ist die Aktie langsam aber sicher doch ein wenig ins Straucheln geraten. Und außer neuerlichen Gerüchten über die Übernahmen von Salesforce und Twitter scheint es doch keine genauen Gründe zu geben, was den Aktienpreis von Google so belastet.

Darüber hinaus hat Google für den Rest dieses Jahres einige Herausforderungen zu bewältigen. Das Unternehmen wächst im zweistelligen Bereich, deswegen ist der allgemeinen Bewertung „Strong Buy“ auch nichts entgegenzusetzen. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass es nicht auch die eine oder andere Hürde zu nehmen gilt. Hier sind einige der Probleme, die es jetzt  bei Google zu lösen gilt.

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Steigende Kosten

Googles CFO Patrick Pichette zufolge sind die Ausgaben im letzten Quartal stark angestiegen. Und so soll es aller Voraussicht nach auch weitergehen, da die Ausgaben stark an die steigenden Kosten für Infrastruktur und Gebäude geknüpft sind.

Darüber hinaus ist Googles Mitarbeiterzahl gegenüber dem Q1 2014 um 20% angewachsen – kein Wunder also, dass die Ausgaben sich auf 1,1 Milliarden USD belaufen, 37% des Umsatz gegenüber 35% des Umsatz im letzten Jahr. Natürlich ist beständige Reinvestition nötig, damit Google weiterhin wachsen kann. Aber solange der Aufwand steigt dürfen Investoren wohl auch Resultate erwarten.

Google nimmt derzeit viel Geld in die Hand, um die Ad-Tools bei der Mobil-Suche zu verbessern. Es ist kein Geheimnis, dass mobile Kanäle noch nicht unbedingt zu Googles Stärken zählen. Die Verbesserungen – so sie denn kommen – können ein guter Indikator dafür sein, ob sich die Investitionen auszahlen.

Wo wir schon gerade von Mobile sprechen…

Obwohl Facebook (NASDAQ:FB) (FRA:FB2A) gegenüber Google doch recht klein erscheint, wird das Unternehmen immer wieder als Beispiel angeführt, wenn es darum geht, dass Googles Dominanz im Bereich digitaler Werbung in Gefahr ist. Eben wegen mobiler Kanäle. Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, dass Mark Zuckerberg sich intensiv darum gekümmert hat, dass Facebooks mobile Nutzerfreundlichkeit sowie Advertisement-Möglichkeiten verbessert werden. Und es funktioniert ganz wunderbar.

Nicht nur, dass 1,25 Milliarden von insgesamt 1,44 Milliarden monatlichen Facebook-Nutzern über mobile Geräte kommen, sondern auch, dass 73% der insgesamt 3,32 Milliarden USD Werbeumsatz des letzten Quartals über  Anzeigen im Mobil-Bereich kamen. Und mit jedem neuen Quartal steigt der Anteil mobiler Werbeeinnahmen. Im Gegensatz dazu ist der Rückgang über 13% bei Googles Cost-per-Click größtenteils ebenfalls von Mobilkanälen verantwortet.

Google bekommt einen Großteil seines Werbeumsatz durch Suchanfragen. Und das ist eine Sache, für die Marketingpartner auf dem Smartphone einfach nicht so viel zahlen wollen. Wenn man Pichettes Erklärung Glauben schenkt, dann liegt diese CPC-Abwertung an der wegklickbaren TruView-Werbung auf YouTube. Anscheinend lässt sich TruView-Werbung schlechter monetarisieren als Klicks auf google.com. Die Vorstellung, dass Videos – ob nun wegklickbar oder nicht – für sinkende CPC-Zahlen verantwortlich sein sollen, klingt weit hergeholt.

Eine Sache aber ist klar: Google findet gerade noch heraus, wie es Umsatz mit mobilen Kanälen macht. Pichettes Erklärungsansatz hin oder her: Hier sollten Investoren ein wachsames Auge drauf haben.

Wie viel ist zu viel?

In der Branche herrscht schon recht lange die Ansicht, dass Google es mit der Innovation übertreibt. Bestes Beispiel: dieser Artikel, der beschreibt, wie Larry Page sich weigert, Google Glass als Fehlschlag einzustufen.

Die bereits erwähnten gestiegenen Kosten sowie der Wille zur permanenten, extremen Innovation hat bei einigen Anlegern für schlechte Laune gesorgt.

Nächstes Beispiel? Fahrerlose Autos. Sicher, das sieht natürlich interessant aus, wie bei den Jetsons. Aber dieses futuristische Projekt dauert nun schon Jahre – und niemand weiß, wie viel genau Google in das Projekt gesteckt hat – und es wird weitere Jahre dauern, bis es zählbare Erfolge gibt. Allein die regulativen Hürden zu bewältigen könnte länger dauern als die gesamte Konzeption.

Kann Google sich von wenig einträglichen Projekten losreißen, ganz gleich wie spannen und vielversprechend diese im ersten Moment klingen? Das wird die Zukunft zeigen.

Natürlich sind alle diese Gründe nicht stark genug, um Google als Langzeitinvestment auszuschließen. Aber ganz ignorieren sollte man sie auch nicht.

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The Motley Fool empfiehlt Apple, Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien), Salesforce.com und Twitter. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien) und Twitter. Dieser Artikel erschien am 3.5.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion

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