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Riesenüberraschung in Apples neuem MacBook

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

In der ersten veröffentlichten Rezension von AnandTech über Apples (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) 2015er MacBook , ist dem Kritiker aufgefallen, dass Apple vielleicht einen eigenen Solid-State-Drive-Controller verbaut haben könnte. Diese Vermutung basiert darauf, wie Mac OS die Festplatte erkennt. iFixit hat das neue MacBook mal zerlegt und AnandTechs Ryan Smith meint daran erkennen zu können, dass „Apple bei der Entwicklung von diesem SSD-Controller irgendwie die Finger im Spiel hatte.“

Ein bisschen Hintergrundinfo

2011 hat sich Apple den israelischen Hersteller für Flash-Memory-Controller Anobit unter den Nagel gerissen. Man munkelt über einen Kaufpreis um die 390 Mio. USD.

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Anders gesagt: Das ist so ungefähr die Kohle, für die andere Hersteller von Flash-Memory-Controllern, mit den entsprechenden Umsätzen, über die Theke gehen. Man nehme beispielsweise den Flash-Controller-Hersteller SandForce, der 2011, für das nette Sümmchen von 370 Mio USD an LSI verkauft wurde (und später für 450 Mio USD an Seagate weitergereicht wurde).

Man kann jedenfalls sicherlich sagen, dass Apples Investmentsumme wohl ein klarer Hinweis darauf ist, dass Apple im Siliziumland deutlich seinen Claim in Punkto Flash-Controller abstecken will; und es scheint fast so, als würde sich das Ganze mit dem neuen MacBook endlich auszahlen.

Was heißt das jetzt für Apple (und seine aktuellen Lieferanten)?

In den meisten Mac-Produkten von Apple stecken Flash-Controller von Fremdanbietern. Im jüngsten MacBook Air, Retina MacBook Pro, und den Mac-Pro-Computern nutzt Apple laut iFixit Controller, die sich Samsung ausgedacht und zusammengebaut hat.

Wenn es wirklich wahr sein sollte und Apple ins neue MacBook tatsächlich einen selbstdesignten Flash-Controller steckt, vermute ich, dass sie sich auf lange Sicht generell von Samsung-Controllern verabschieden und Chips Marke Eigenbau einsetzen wollen.

Den Markt mit eigenen Controllern zu beglücken hat für Apple den Vorteil mehr Macht über die Speichersubsysteme von zukünftigen Macs zu haben. Apple scheint ein Faible dafür zu haben, so viel Kontrolle wie möglich über das Design und die Leistungsfähigkeit seiner Produkte zu halten und daher passt die ganze Chose prächtig in die Apfelstrategie.

Hat Apple das gut gemacht?

In Anands Tech-Beurteilung des neuen MacBooks macht das Subsystem des Geräts mit seiner Spitzenperformance eine richtig gute Figur. In vielen Tests hat das neue MacBook bessere Speicherleistungen abgeliefert als das MacBook Air von Mitte 2013, aber im 4KB Random-Wire-Test ist es nicht ganz mitgekommen.

Falls der Flash-Controller wirklich von Apple designt ist, kann man in jedem Fall behaupten, dass sich der Kauf von Anobit für Apple richtig gelohnt hat.

Deswegen liebe ich Apples M&A-Strategie

Obwohl Apple grade erst einen Haufen Schotter für den Kauf von Beats rausgehauen hat (da zerbrech ich mir heute noch mein Köpfchen drüber), kauft es sonst normalerweise relativ kleine Firmen, um sein Portfolio mit neuen Schlüsseltechnologien und Fähigkeiten auszuschmücken.

Das Oberbeispiel für das Ausleben dieser Strategie ist der Zukauf von P.A. Semiconductor und Intrinsity für 278 Mio USD respektive 121 Mio USD. Diese relativ überschaubaren Zukäufe gepaart mit ein paar ausgefuchsten Investments über die letzten Jahre haben Apple zu einem führenden Designhouse für Prozessoren werden lassen.

Apple plaudert Offensichtich nicht jeden seiner Zukäufe aus, aber irgendwo gibt es dann doch oft ein Nachrichtenleck und informiert die Öffentlichkeit. Im Glanze von Apples Erfolgsbilanz hinsichtlich Kauf und Entwicklung bestechender neuer Technologien, kann ich es kaum abwarten bis die anderen Zukäufe von Apple Früchte tragen; wie zum Beispiel die vom Handykamera-Start-up LinX.

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The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool ist im Besitz von Apple-Aktien.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und wurde am 19.04.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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