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Mein $505.845 schwerer Netflix-Fehlgriff

Foto: Pixabay, bohed

10218697936_1f6c9d47b6_z_largeMach’s dir bequem und lass mir dir die Geschichte meiner bittersüßen Investition erzählen, die für mich fast perfekt endete. Es war 2002 und ich hatte mir endlich Netflix-Aktien (NASDAQ:NFLX) (ETR:NFC) zugelegt. Ich war skeptisch, als das Unternehmen im Mai desselben Jahres an die Börse gegangen ist. Ich ärgerte mich ein paar Wochen später teuflisch, aber meine Stimmung änderte sich nur wenige Monate später, als ich zum Zeichner und Anleger wurde.

Netflix begann, sein Vertriebsnetzwerk auszubauen und dies bedeutete, dass der lächerliche einwöchige Lieferzyklus einer CD-Leihe für einen Kunden, der an der Ostküste wohnte, nun auf zwei Tage verkürzt werden konnte.

Es tat nicht besonders weh, als der Kurs der Aktie, die ich damals verfluchte, im Juni vom hohen zweistelligen Bereich auf einen mittleren einstelligen Wert fiel. Ich kaufte mir damals für ungefähr 2.500 USD 500 Aktien. Zum ersten Mal glaubte ich, eine Aktie zum absolut richtigen Zeitpunkt gekauft zu haben.

Als Netflix zwei Jahre später einen 2:1-Aktiensplit verkündete, wäre meine Kostenbasis der dann 1000 Aktien, die ich nach dem Split hätte, auf etwa 2,50 USD je Aktie gefallen. Die Betonung liegt auf dem Wörtchen „wäre“, da ich leider den Großteil meiner Aktien lange vor dem Split verkauft habe.

Autsch!

Das tut weh

Manchmal ist es einfacher, eine große Wachstumsaktie auszumachen als dann die Geduld aufzubringen, abzuwarten, bis das Glück seinen Lauf nimmt. In meinem Fall verlor ich völlig die Kontrolle, als der Aktienkurs wieder stieg. Ich verkaufte viel zu früh 80% meiner Anteile. Es fühlte sich zu dem Zeitpunkt richtig. Das tut es immer.

Das einzige, was das Ganze einigermaßen erträglich macht, ist, dass ich immerhin 100 meiner ursprünglich 500 Aktien behielt. Es schien nicht richtig, vollständig auszusteigen, vor allem nicht, da Netflix auf einem aufkommenden DVD-Leihmarkt agierte. Aus diesen 100 Aktien wurden dann 2004 nach dem Aktiensplit 200.

Allerdings verkaufte ich die Hälfte meiner restlichen Aktien ein paar Jahre später. Netflix war einer der größten Gewinner in meinem Portfolio, aber ich wollte etwas Geld aufbringen, um mich an einem luxuriösen Destination Club zu beteiligen. Das war natürlich eine weitere schlechte Entscheidung. Der Ferienclub, dem ich beitrat, meldete Konkurs an, aber dies bedauerte ich bei weitem nicht so sehr wie den Verkauf meiner Netflix-Aktien.

Das Glas ist zu einem Zehntel voll

Man könnte meinen, ich solle mich nicht beschweren. Ich habe immer noch 100 Aktien, die mich 250 USD gekostet haben. Viele wären froh um eine Aktie in ihrem Portfolio, die ihren Wert verzehn- oder verzwanzigfacht hat. Und ich bin sogar stolzer Besitzer einer Aktie, deren Kurs sich nach einem jüngsten Anstieg auf dem Zweihundertfachen des anfänglichen Kaufpreises befindet. Es ist schwer sich über die Tatsache zu ärgern, dass ich aus 250 USD – einem Zehntel meiner anfänglichen Investition – mehr gemacht habe, als das jährliche Gehalt des Durchschnittsbürgers.

Jedoch kann ich nicht leugnen, dass es für mich jedes Mal einen bittersüßen Beigeschmack hat, wenn der Kurs meiner Aktie so steigt wie neulich nach einem weiteren sensationellen Quartal.

Die 900 Aktien, von denen ich mich getrennt habe, hätten nach dem jüngsten Anstieg einen Wert von 505.845 USD und damit hätte ich sicherlich für meinen Ruhestand ausgesorgt, mir alle Träume erfüllen können oder meine Kindern dazu gebracht, weniger nachtragend mit mir zu sein.

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The Motley Fool empfiehl Netflix. The Motley Fool hält Aktien von Netflix. Dieser Artikel wurde von Rick Munarriz auf Englisch verfasst und am 19.04.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können

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