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Warum hat es Apples Bezahlsystem auf dem weltgrößten Smartphone-Markt so schwer?

Quelle: Apple

China ist für Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) ein großartiger Markt. Im ersten Quartal des Finanzjahres 2015 wies das Unternehmen für die Großregion China (diese umfasst Hongkong und Taiwan) einen Umsatz von 16,1 Milliarden USD aus. Dies ist ein Plus von 70% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die Dominanz von Apple in dem Land ist unbestritten. Nur dem einheimischen Xiaomi musste sich das Unternehmen im vierten Quartal im Kampf um den Platz 1 der Smartphone-Anbieter knapp geschlagen geben.

Für Apple Pay, dem mobilen Bezahlsystem, liefen die Dinge jedoch nicht so gut.

Apple hat seit letztem Jahr Banken in China umworben und versucht, sie für das neue Bezahlsystem zu begeistern. Die Anstrengungen waren hingegen nicht von Erfolg gekrönt.

UnionPay, die einzige Bank, die Zahlungen zwischen Banken in China durchführen darf, muss sich noch für Apple Pay entscheiden. Gespräche mit acht weiteren Banken sind im Nichts verlaufen.

In einem Land, welches verrückt nach Appleprodukten ist, ist dies besonders ärgerlich.

Warum dieser Widerstand?

Laut MarketWatch sind die chinesischen Banken der Meinung, dass Apple ganz einfach zu viel Geld für seine mobilen Bezahltransaktionen verlangt.

Apple nimmt 0,15% der 2%-Gebühr, die Kreditkartenunternehmen Einzelhändlern berechnen. Wenn du zum Beispiel einen Mixer für 20 USD bei Target mit deiner Kreditkarte kaufst, verlangt VISA 0,40 USD für diese Transaktion. Wenn du mit Apple Pay zahlst, dann würde Apple 0,06 USD erhalten. Für Transaktionen mit Debitkarten über Apple Pay erhält Apple eine Pauschale von einem halben Penny.

Für chinesische Banken scheint das zu viel zu sein. Daher haben Sie Apple Pay bisher nicht unterstützt.

Allerdings gibt es auch ein weiteres Problem für Apple.

Tencents TenPay (welches wie PayPal funktioniert) hat bereits 650 registrierte Nutzer. Davon nutzen 100 Millionen die mobile Zahlmöglichkeit. Im Gegensatz zu Apple Pay erhebt TenPay keine Gebühren für die Transaktionen.

Darüber hinaus hat UnionPay seine eigene mobile Bezahlplattform, genauso wie Alibaba und China Telecom. Wenn du all diese Plattformen kombinierst, machen sie laut China Internet Watch 80% aller mobilen Zahlungen in China aus.

Aufgrund des Widerstandes der Banken und der alternativen mobilen Bezahldiensten, die es bereits in dem Land gibt, ist China nicht gewillt, Apple Pay aufzunehmen.

Das ist noch nicht das Ende

Chinesische Kunden lieben bereits Applegeräte, aber das Unternehmen will aus dem starken Mobile-Payment-Markt in China Kapital schlagen, selbst wenn es eine Weile dafür warten muss.

Im Moment ist die staatliche UnionPay die einzige Möglichkeit für chinesische Banken, mobile Zahlungen abzuwickeln. Für Apple gibt es also keinen Weg um diese Bank herum. Ob Apple seine Transaktionsgebühren tatsächlich senkt, muss sich noch zeigen, aber die Investoren sollten wissen, dass UnionPay wahrscheinlich keine Zugeständnisse an Apple macht.

Ich denke, dass Apple seinen Vertragsabschluss mit UnionPay bald bekommen wird. Investoren sollten aber beachten, dass sich Apple Pay auch außerhalb der USA beweisen muss (auch in Großbritannien hat es Probleme). Obwohl also eine Einigung im Laufe des Jahres mit UnionPay möglich ist, sieht es so aus, als ob Apples neues Bezahlsystem noch einen weiten Weg vor sich hat.

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The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 17.04.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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