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Aktien sind im Moment nicht der angsteinflößendste Finanzmarkt

Anleihen könnten der nächste Krisenherd für den Mark sein. Bild. U.S. Finanzministerium

Der Bullenmarkt der Aktien dauert nun schon mehr als sechs Jahre an. Damit steigt bei vielen Investoren die Angst vor einem Abschwung und dessen Wirkung auf die amerikanische Wirtschaft. Der Dow Jones Industrials ist vor zwei Wochen von seiner Rekordmarke leicht um 46 Punkte gesunken. Damit vertieft er seinen Verlust seit Anfang März auf insgesamt mehr als 400 Punkte. Der Index für kleinere Unternehmen, Russell 2000, bleibt jedoch deutlich näher an seinem Allzeithoch. Inmitten der Unsicherheit über die Zukunft des Aktienmarktes ist es überraschend zu sehen, dass eine wachsende Zahl an Investoren noch mehr um den Anleihenmarkt besorgt sind. Sie haben Angst vor einem systemischen Schock, der zu einer neuen Finanzkrise führen könnte.

Banker äußern sich zum Anleihenmarkt

Der Anleihenmarkt war noch nie so freundlich zu Anlegern, wie der Aktienmarkt. Dies liegt daran, dass er dafür gedacht ist, einen Fluss an transaktionsbezogenem Einkommen für Broker zu schaffen. Außerdem wehrt er sich gegen mehr Transparenz und Erleichterungen, damit auch Nichtprofis darin handeln können. Sogar unter institutionellen Investoren sind die Warnsignale bezüglich der Struktur des Anleihenmarktes lauter geworden.

 Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase. Bild: Flickr / Steve Jurvetson

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase. Bild: Flickr / Steve Jurvetson

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase (NYSE:JPM), hatte niemals gezögert, seine Meinung zu finanziellen Angelegenheiten laut zu äußern. Kürzlich zeigte er, dass der Mangel an Liquidität im Markt für Staatsanleihen zu einem potenziellen Risiko für das gesamte Finanzmarktsystem werden könnte. Im Besonderen bezog sich Dimon auf den Fall der Renditen für Staatsanleihen von 2,20% auf 1,86% im vergangenen Oktober. Der Rückgang und die Erholung fanden innerhalb einer Zeitspanne von 30 Minuten statt. Obwohl eine Bewegung um ungefähr ein Drittel eines Prozentpunktes nicht viel zu sein scheint, waren die Preisänderungen dramatisch für diesen Markt, der typischerweise als stabil gilt. Dimon charakterisierte es so, dass so etwas „einmal in 3 Milliarden Jahren stattfindet“. Händler von Anleihen können in den letzten 50 Jahren nur auf einen einzigen Fall verweisen, bei dem die Volatilität höher war – dies war auf der Spitze der Finanzkrise im November 2008. Der frühere U.S. Finanzminister Larry Summer bestätigte die Einstellung von Dimon, indem er die Notwendigkeit einer Regulierung beteuert, die mit dem wahrgenommenen Mangel an Liquidität im Anleihenmarkt umgeht.

Der Anleihenmarkt sieht sich verschiedenen Problemen gegenüber, die zu den Liquiditätssorgen geführt haben. Die Federal Reserve verfolgt gegenwärtig eine Politik der monetären Lockerung. Dazu wurden direkt langfristige Staatsanleihen aufgekauft. In manchen Fällen reduziert dies die Menge der verfügbaren Anleihen für bestimmte Laufzeiten. Diese Staatsanleihen aus dem Markt zu nehmen, hat die Händler mit weniger Liquidität zurückgelassen. Dadurch wurden die Preisbewegungen verstärkt. Durch die relativ kleine Zahl an Unternehmen, die für die Ausgabe von Unternehmensanleihen mit höchster Bewertung qualifiziert sind, haben die Institutionen, die nur Anleihen mit höchsten Ratings kaufen dürfen, weniger Auswahl. Diese Situation hat zusätzlich zu den Marktineffizienzen geführt.

US Finanzministerium, Bild: Wikimedia Commons

US Finanzministerium, Bild: Wikimedia Commons

Bisher haben diese Probleme noch keine langfristigen Auswirkungen gehabt, da der Zinssatz freundlich war. Wenn die Zinsen in Zukunft steigen, könnte der Abwärtsdruck auf die Anleihepreise zu einem weniger geordnetem Verhalten im Anleihenmarkt führen. Wenn dies eintritt und die strukturellen Marktprobleme noch vorhanden sind, dann könnte die Volatilität des Marktes das Vertrauen in das gesamte Finanzsystem erschüttern.

An diesem Punkt haben die Marktteilnehmer die Möglichkeit zu handeln, um den Anleihemarkt sicherer zu machen, bevor die Krise eintritt. Wenn sie jedoch zu lange warten, könnte der Markt ohne sie die Entscheidung treffen.

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The Motley Fool besitzt Aktien von JPMorgan Chase.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 09.04.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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