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Die bessere Technologie-Dividendenaktie: Microsoft oder Intel?

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Wenn Investoren auf der Jagd nach Dividenden sind, sind die Branchen der Versorgungs- und Konsumgüter oft die beste Wahl. In der Tat sind die üblichen Verdächtigen eine gute Quelle für saftige Auszahlungen. Aber die Technologie-Branche ist überraschenderweise ebenfalls eine gute Quelle für Dividenden.

Insbesondere zwei Technologie-Riesen haben sich als starke Dividendenaktien erwiesen: Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF) und Intel (NASDAQ:INTC) (FRA:INL). In den letzten Jahren sind sowohl Microsoft als auch Intel den Wünschen der Anleger nach Ausschüttungen nachgekommen. Da sie einen hohen Free Cashflow bei niedriger Verschuldung und geringem Investitionsbedarf erzeugen, können Microsoft und Intel es sich leisten, ihre Aktionäre mit wachsenden Dividenden zu belohnen.

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Welches der beiden Unternehmen zahlt die kräftigere Dividende?

Dividendenhistorie: Microsoft

Bei ihren Schlusskursen vom 7.April betrug die Dividendenrendite von sowohl Microsoft als auch Intel rund 3 %. Beide zahlen also für jeden angelegten Euro den gleichen Ertrag. Anleger sollten sich aber darüber Gedanken machen, welches Unternehmen auf lange Sicht das bessere Dividenden-Wachstumspotenzial birgt. Und in dieser Hinsicht hat Microsoft die Nase vorn.

In den letzten fünf Jahren hat Intel seine Dividenden um durchschnittlich 8 % pro Jahr erhöht. Intels Dividendenwachstum ist in diesem Jahr zurückgegangen, da sein Ertragswachstum ebenfalls zurückgegangen ist. Dies ist vor allem auf den Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen zurückzuführen. Intel erwirtschaftet fast zwei Drittel seines Umsatzes mit seiner PC-Sparte.

Intel kommt zu Gute, dass das Unternehmen immer noch eine große Menge liquider Mittel generiert, was ihm erlaubt, weiterhin Dividendenzahlungen fließen zu lassen. Intel hat vergangenes Jahr einen Free Cashflow in Höhe von 10,3 Milliarden USD generiert und 4,4 Milliarden USD an Dividenden ausgeschüttet, was einer komfortablen Free Cashflow-Auszahlungsquote von 42 % entspricht.

Im Gegensatz dazu weist Microsoft seit vielen Jahren ein viel höheres Dividendenwachstum und eine niedrigere Auszahlungsquote als Intel auf. Microsoft generierte in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres einen Free Cashflow von 9,9 Milliarden USD. Das Unternehmen schüttete über diesen Zeitraum Dividenden im Wert von 4,8 Milliarden USD aus, was einer Ausschüttungsquote von 48 % entspricht. Microsofts Ausschüttungsquote ist etwas höher als Intels, aber sein Dividendenwachstum war über die letzten fünf Jahre mit akkumulierten 18 % weitaus höher. Über diesen Zeitraum ist das im Vergleich zu Intels Dividendenwachstumsrate mehr als doppelt so viel.

Bessere Zukunftsaussichten: Microsoft


Da sich Microsoft im Aufwärtstrend befindet, ist es wahrscheinlich, dass es seinen Dividendenvorsprung halten kann. Das liegt daran, dass sich Microsoft der Cloud-Revolution angenommen hat. Office 365 Privat- und Geschäftsabonnementzahlen kletterten im letzten Quartal um 30 % auf über 9,2 Millionen. Aus diesem Grund stieg Microsofts kommerzieller Cloud-Umsatz um 114 %, was über das ganze Jahr gesehen zu einem Umsatz von 5,5 Milliarden USD führen würde.

Unterdessen steckt Intel eine Menge Geld in sein Mobilfunkgeschäft, aber die Investition zahlt sich nicht aus. Intel fuhr in dieser Branche im letzten Jahr einen Verlust von 4,2 Milliarden USD ein, was einen Anstieg um 35 % gegenüber dem Verlust im Jahre 2013 darstellte. Sein größter Vorstoß in das Mobilfunkgeschäft hat eine große Menge der liquiden Mittel des Unternehmens aufgebraucht, wodurch seine Bilanz geschwächt wurde. Der Betrag der liquiden Mittel betrug am Ende des letzten Jahres 2,5 Milliarden USD, was im Vergleich zu dem Wert von vor zwei Jahren einem Rückgang von 8,5 Milliarden USD entspricht.

Im Gegensatz dazu ist Microsofts Bilanz gut mit liquiden Mitteln gefüllt. Ende 2014 verfügte das Unternehmen über 85 Milliarden USD an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen. Zwei Jahre zuvor waren es noch 63 Milliarden USD. In der Tat ist Microsoft eines von nur drei Unternehmen, das das begehrte Triple-A-Rating von Standard & Poor’s erhalten hat. Mit so hohen Cash-Reserven könnte Microsoft seine Fremdkapitalquote erhöhen, um Kredite zu extrem niedrigen Zinssätzen aufzunehmen und die Erträge dazu zu verwenden, in Zukunft noch höhere Kapitalerträge einzufahren. Aufgrund seines Cash-Abflusses kann sich Intel diesen Luxus nicht leisten.

Die bessere Technologie-Dividendenaktie: Microsoft

Intel ist noch immer sehr von seinem PC-Geschäft abhängig, weshalb seine Wachstumsraten in den vergangenen Jahren trotz einem beachtlichen Erfolg in neuen Wachstumsgeschäften, wie dem der Datenzentren und des Internets der Dinge, zurückgegangen sind.

Es ist wahrscheinlich, dass Microsofts Umsatz- und Ertragswachstum auch weiterhin schneller voranschreiten wird als Intels. Aus diesem Grund sollten auch Microsofts Dividenden in einem schnelleren Tempo wachsen als Intels. Microsoft und Intel haben im Moment die gleiche Rendite, aber wenn es darum geht, wer auf lange Sicht mehr Einkommen generieren wird, solltest du auf Microsoft setzen.

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The Motley Fool empfiehlt Intel. Dieser Artikel wurde von Bob Ciura auf Englisch verfasst und wurde am 10.04.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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