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Ist die Übernahme der BG Group durch Royal Dutch Shell eine gute Idee?

Foto: Coolcaesar Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Es wurde am Mittwochmorgen angekündigt, dass Royal Dutch Shell (LSE:RDSB) (ETR:R6C3) (FRA:R6C3) die kleinere BG (LSE:BG) (FRA:BGO) für 47 Milliarden GBP übernimmt.

Dieses Geschäft wird als die erste Superfusion von 2015 gesehen und sie ist die erste große Fusion zwischen Energieunternehmen in diesem Jahrzehnt – außerdem ist es der größte Deal aller Zeiten für Shell!

Shell bietet 383p pro Aktie in bar und 0,4454 B Aktien von Shell für jede Aktie von BG. Damit hat BG ungefähr einen Wert von 1.376p pro Aktie basierend auf dem Schlusskurs vom 7. April 2015. Dies ist ein Aufschlag von 50% auf den Schlusskurs von BG vom 7. April 2015.

Die Fusion vergrößert die Öl- und Gasreserven von Shell um 25% und steigert die Produktion um 20%, wenn man die Förderzahlen aus 2014 für BG heranzieht. Shells Analysten glauben zudem, dass die Fusion Vorsteuersynergien von ungefähr 2,5 Milliarden USD pro Jahr mit sich bringt.

Shell kündigte gestern an, dass das Unternehmen als Teil der Übernahme 2017 ein Aktienrückkaufprogramm aufnimmt. Dieses soll ein Volumen von mindestens 25 Milliarden USD haben und von 2017 bis 2020 laufen. Dieses Rückkaufprogramm ist so gestaltet, dass es die Aktien, die Shell als Teil seines Dividendenprogramms ausgibt, ausgleicht. Gleichzeitig soll es die Zahl der Aktien reduzieren, die es im Zusammenhang mit dem Kauf von BG ausgegeben hat.

Shell CEO Ben van Beurden sagte zu dieser Kombination:

“BG wird Shells finanzielle Wachstumsstrategie beschleunigen, besonders in der Tiefsee und bei Flüssiggas: Dies sind zwei der priorisierten Gebiete von Shell, in denen das Unternehmen bereits der Branchenführer ist. Zudem ist das Hinzufügen der wettbewerbsfähigen Gasreserven von BG sinnvoll, wenn man das langfristige Nachfragewachstum für den saubereren Brennstoff betrachtet.“

Ein gutes Geschäft?

Auf den ersten Blick scheint die Übernahme von BG durch Shell sinnvoll zu sein. Der Kauf ermöglicht es Shell in der Tat, seine Förderung um 20% zu steigern und die Reserven erhöhen sich um 25%, außerdem steigt die LNG-Produktion des Unternehmens.

BG ist in den letzten Jahren in ziemliche Schwierigkeiten geraten. Das Unternehmen war beispielsweise nicht in der Lage, seine Exportverpflichtungen an LNG aus Ägypten zu erfüllen, da die ägyptische Regierung zu viel Gas für den heimischen Markt verwendet hat. Die Gruppe hängt zudem stark von der Entwicklung eines Ölfeldes in Brasilien ab. Die staatliche Ölgesellschaft Petrobras steckt allerdings mitten in einem Korruptionsskandal.

2014 machte BG einen Verlust von 1,1 Milliarden USD aufgrund von Abschreibungen durch den niedrigeren Öl- und Gaspreis. Im Februar kündigte die Gruppe weitere Abschreibungen in Höhe von insgesamt 9 Milliarden USD an.

BG hat also ein volles Paket an Problemen. Trotzdem scheint es, als ob Shell gewillt ist, einen großzügigen Aufschlag zu zahlen, um die LNG-Reserven von BG zu bekommen. Das Management von Shell ist deutlich daran interessiert, seine LNG-Position auszubauen.

Wenn es Shell gelingt, BG wieder auf Wachstumskurs zu bringen, dann ist die Fusion sinnvoll. Wenn BG allerdings weiterhin Verluste einfährt, könnte die Übernahme auf Jahre hinaus ein Bremsklotz für Shell sein.

Langsam und stetig

Wie auch immer das Ergebnis dieses Geschäft aussieht, eines ist sicher – Shell ist ein Dividendenchampion und es ist unwahrscheinlich, dass sich dies bald ändert.

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Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 08.04.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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