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Warum Apple Advanced Micro Devices nicht übernehmen wird

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Drüben bei Twitter stieß ich auf folgenden „Tweet“:

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 [„Wenn jemand AMD erwirbt, sollte es Apple und nicht Samsung sein.“]

Dies entfachte eine recht interessante Diskussion zwischen vielen klugen Köpfen , von denen einige der Meinung waren, dass eine Übernahme von AMD (NASDAQ:AMD) (FRA:AMD) durch Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) eine gute Idee wäre. Andere waren davon nicht sehr überzeugt.

Ich gehöre felsenfest dem Lager an, das glaubt, dass Apple vom Erwerb von AMD nur sehr wenig hätte. Hier ist warum.

AMD hat nicht viel zu bieten, was Apple nicht bereits hat

AMDs Hauptvermögenswerte sind seine CPU-Kern-Entwicklungs-, Grafikprozessor- und System-on-Chip-Integration-Teams und ich glaube nicht, dass Apple wirklich die kompletten Teams von AMD benötigt, da es in dieser Hinsicht selbst exzellent aufgestellt ist. Das kommt dir vielleicht sehr bekannt vor, weil ich mit einem sehr ähnlichen Argument erläutert habe, weshalb ich glaube, dass Samsung AMD nicht übernehmen wird.

In Sachen CPUs ist Apple versorgt. Seine energiesparenden CPU-Kerne bieten allerbeste Leistung – Hier ist Apple Samsung eigentlich sogar voraus, da Letzterer immer noch mit Lagerbestände von ARM-Kernen arbeitet und Apple den Anschein erweckt, Talente aus jeder beliebigen Firma abwerben zu können.

Für seine Grafikprozessoren stellt Apple scheinbar für geraume Zeit Grafik-Talente ein. Wenn sich Apple wirklich das Beste an Grafik-IP ins Haus holen wollte (anstatt, wie es den Anschein hat, zu versuchen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen), dann könnte das Unternehmen einfach Imagination Technologies für einen Bruchteil dessen kaufen, was sie für AMD zahlen würden, wenn man erst einmal seine Schulden mit in die Rechnung nimmt.

Schließlich hat Apple genauso wie Samsung seine eigenen System-on-Chip-Integration-Teams und sie scheinen einen soliden Job zu machen. Ich glaube nicht, dass Apple daran interessiert wäre, sich Integrations-Teams ins Haus zu holen.

Möchte Apple PC-Chips und Grafikprozessoren verkaufen?

Wenn Apple AMD kaufen würde, würde es zwangsläufig alle aktuellen Geschäftsbereiche und Projekte übernehmen. AMD baut eigenständige Grafikprozessoren für Notebooks und Desktop-PCs und Computer-Chips, die es an Händler verkauft und es arbeitet zudem an einer Reihe von Projekten im Bereich der eingebetteten, Server- und Semi-Custom-Lösungen.

Ich glaube nicht, dass Apple in das Geschäft des Chipverkaufs in all diese Märkte einsteigen möchte. Während einige argumentieren, dass Apple AMD-Prozessoren nutzen könnte, um seine Macs anzutreiben, solltest du beachten, dass AMDs PC-Chips aktuell nicht konkurrenzfähig sind. Apple müsste wahrscheinlich massiv in seine akquirierte AMD-Anlage investieren, um die Leistung künftiger AMD-Produkte aufzuwerten, nur um sie für die Macs brauchbar zu machen.

Und selbst dann gibt es immer noch keine Garantie, dass diese Chips wettbewerbsfähig genug wären, um Intel abzuhängen.

Dass Apple AMD aufkauft scheint ein Wunschtraum zu sein

Die Vorstellung, dass Apple AMD kauft scheint höchst unplausibel, genau so wie das Gerücht von der Übernahme von AMD durch Samsung. Ich widerspreche dem Verfasser des oben aufgeführten Tweets und glaube, dass eine Apple/AMD-Verschmelzung sogar noch weniger Sinn machen würde als eine Samsung/AMD-Verschmelzung.

Samsung würde zumindest eher versuchen, das PC-Prozessoren-Geschäft von AMD zum Laufen zu bringen, da es bereits Interesse an dem Verkauf seiner Exynos-Prozessoren an andere Mobiltelefon-/Tablethersteller geäußert hat.

Auf der anderen Seite entwirft Apple Chips für die eigene Verwendung – Es ist kein Unternehmen, das Chips veräußert, noch hat es irgendwelche Ambitionen, eines zu werden. Ein Unternehmen wie AMD zu übernehmen, nur um seine internen Chip-Bedürfnisse zu befriedigen, insbesondere wo Apple bereits starkes betriebseigenes Potenzial besitzt, das es stetig ausbauen kann, macht einfach keinen Sinn.

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The Motley Fool empfiehlt Apple, Intel und Twitter. The Motley Fool hält Aktien von Apple und Twitter. Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und wurde am 30.03.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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