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Mach dir über den nächsten Kurseinbruch keine Sorgen – Bereite dich darauf vor

Foto: Pixabay, PublicDomainPictures

Dieser Kommentar erschien ursprünglich in der U.S. Motley Fool Supernova in leicht veränderter Form.

Ich las gerade einen von Morgan Housels jüngsten Artikeln, als ich über folgendes stolperte:

[In den USA] fielen Aktienkurse gegen Ende 2011 um fast 20 %. Erinnerst du dich daran? Wohl eher nicht. Hast du vor dem nächsten 20 %-Einbruch Angst? Vermutlich. Denk darüber nach.

Hier ist der Verlauf des S&P 500 für den Zeitraum, über den Morgan schrieb:

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Zwischen dem 22. Juli und dem 8. August – dem großen Sturz – fiel der S&P 500 um 16,8 %. An seinem Tiefststand vom 3.Oktober war er um 18,3 % gesunken.

Dies ereignete sich nur wenige Jahre nach der Finanzkrise und hat wahrscheinlich ungeheure Angst geschürt. Nun, wo ich diesen Artikel verfasse, schwebt der S&P 500 bei etwa 2100 Punkten, ungefähr 55 % höher als damals an diesem Nachmittag Ende Juli (und etwa 90 % höher als der Oktober-Tiefststand!).

Machst du dir über den nächsten 20 %-Sturz Sorgen? Solltest du das?

Wenn mehr Investoren sich einfach nur auf ihre Hintern säßen anstatt sich Gedanken über den nächsten große Einsturz zu machen – oder sogar ein Mal ihre Watchlists mit großartigen Unternehmen zum Investieren auffrischen würden – wären sie reicher (und beruhigter), als wenn sie ihre komplette Zeit damit verbringen, sich Sorgen zu machen und zu versuchen, dem Einsturz, wann auch immer er kommen mag, einen Schritt voraus zu sein.

Und dennoch ist das wirklich sehr, sehr schwer, weshalb so viele nicht in der Lage dazu sind.

Was kannst du also tun, um dich auf den nächsten Crash vorzubereiten? Denn dass es wieder passiert, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Erstens: Investiere nichts, das du innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahren benötigen wirst.

Sämtliches Geld, das du brauchst, um einen Urlaub zu bezahlen, ein Auto zu kaufen oder einfach nur über die Runden zu kommen, sollte nicht angelegt sein. Wenn du eher von deinen Investitionen lebst als von einem Bargeldvorrat, dann setzt du dich dem Risiko aus, zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt verkaufen zu müssen, nur um das Geld aufzubringen, um Leib und Seele zusammenzuhalten.

Zweitens: Denke darüber nach, ein kleines Cash-Polster in dein Portfolio zu nehmen.

Manche Leute nennen dies „Trockenpulver“, da du so in der Lage bist zu handeln, wenn sich dir eine unwiderstehliche Kaufgelegenheit bietet. Ein Cash-Bestand von 5 % bis 10 % deines Portfolios sollte nicht ausreichen, um deine Renditen deutlich nach unten zu ziehen und du hast etwas Puffer, wenn Kurse beginnen zu fallen. Beachte: Dies ist ein separater Topf für das Geld, das für kurzfristigere Ausgaben, wie oben beschrieben, zur Seite gelegt wird.

Wenn du nicht so viel Bargeld halten möchtest, erstelle eine Liste mit Unternehmen, die du aus deinem Portfolio verkaufen würdest, um an Geld zu kommen, wenn sich dir eine attraktive Möglichkeit bietet.

Drittens: Erstelle eine Watchlist von Aktien, die du – zum richtigen Preis – kaufen möchtest.

Diese können entweder Unternehmen sein, die sich noch nicht in deinem Portfolio befinden oder welche, die du schon hältst. Aber die Idee dabei ist, dass du sie bereits kennst und nicht mehr viel recherchieren musst, wenn der Kurs auf das von dir ersehnte Niveau fällt.

Und zu guter Letzt: Tue dies, bevor der Markt das nächste Mal einstürzt.

Wenn du deine Investitionsmittel bereits vollständig aufgebraucht hast, ziehe es in Erwägung, um an Geld zu gelangen, dein Portfolio um einige deiner Gewinner zu erleichtern (welche beginnen könnten, dein Portfolio zu dominieren) oder sich von einigen deiner Verlierern zu trennen. Wenn du damit wartest, bis die Kurse anfangen zu sinken, wirst du dich im Wettbewerb mit anderen Anlegern wiederfinden, die zur gleichen Zeit verkaufen möchten. Außerdem bist du dann dem Druck deiner Emotionen ausgesetzt, der dich dazu treibt, alles auf der Stelle zu verkaufen. Das könnte bedeuten, dass du am Ende im Eifer des Gefechts etwas verkaufst, das du später bereuen könntest. Darüber hinaus wirst du nicht herumkraxeln, um herauszufinden, was du kaufen solltest (und zur gleichen Zeit gegen deine Emotionen ankämpfen).

Mit anderen Worten, sei frühzeitig mit einer Watchlist und vorher beiseite gelegten Barreserven „bereit wie ein Pfadfinder“.

Mit diesen einfachen Schritten wirst du dich im Wissen, dass du einen Plan für den nächsten Kurseinsturz hast, besser fühlen und du wirst in der Lage sein, rationaler als andere zu handeln, da du alles frühzeitig durchdacht hast. Das alleine wird dir einen Vorteil verschaffen.

Wenn das erledigt ist, kannst du dich zurücklehnen und erfolgreich üben, auf-dem-Hintern-sitzend zu investieren, da du weißt, dass du bereit bist zu handeln, wenn es soweit ist.

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Dieser Artikel wurde von Jim Mueller auf Englisch verfasst und wurde am 27.03.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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