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Du willst einen ETF kaufen? Hier sind wichtige Tipps

Foto: Flickr, Got Credit

Wenn du gerade darüber nachdenken solltest, ob du in einen börsegehandelten Fonds („Exchange-Traded Fund“, ETF) investierst, dann bist du mit diesen Gedanken keineswegs allein. Deren Beliebtheit ist in den letzten Jahren nämlich förmlich explodiert. Für viele Investoren sind sie goldrichtig – allerdings sind sie eben nicht alle goldrichtig. Nimm dir ausreichend Zeit, bevor du den Sprung wagst.

Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie stark ETFs in den letzten Jahren gewachsen sind, solltest du wissen, dass Ende 2014 2 Billionen USD in ETFs investiert waren – im Jahr davor waren es 1,7 Billionen USD. Der Wert verdreifachte sich von 2008 bis 2014.

Was genau sind aber ETFs? Nun, sie sind insofern Investmentfonds nicht unähnlich als sie Investoren Anteile an zusammengelegten Investments in Aktien, Anleihen oder anderen Werten bieten.

Andererseits sind sie fast genau wie Aktien, da man auch einzelne Anteile erwerben kann, die lediglich 10 oder 50 USD kosten und die man während des Geschäftstags kaufen oder verkaufen kann, deren Preise fluktuieren. Investmentfonds werden pro Tag nur einmal bewertet, und es gibt eine Minimumsumme, die man investieren muss, etwa 500 USD oder 3.000 USD.

Vorteile

Es gibt viele gute Gründe, um sich ETFs genauer anzusehen, damit angefangen, dass viele darauf angelegt sind, verschiedene Indizes zu tracken, so wie Investmentfonds. Man bekommt dieselbe Sicherheit wie bei dem Index, und sie zielen darauf ab, etwa dieselbe Performance zu liefern. Damit bieten sie einen einfachen und günstigen Weg, um in einen Index zu investieren – mit einer Reichweite von Dutzenden bis tausenden von Aktien oder anderen Wertanlagen. Diversifikation leicht gemacht!

ETFs haben in der Regel günstigere jährliche Beiträge als Investmentfonds, bieten darüber hinaus steuerliche Vorteile, weil du dir den Zeitpunkt des Verkaufs aussuchen und damit genau den perfekten Zeitpunkt abpassen kannst.

Wenn du aktiv nach einem ETF zum Investieren suchst, dann bevorzuge einen mit geringen Gebühren. Einige der großen ETFs haben Gebühren von unter 0,20%.

Außerdem steht dir eine große Auswahl an ETFs zur Verfügung. Es gibt welche, die die großen Indizes abdecken, etwa den S&P 500. Oder den globalen Aktienmarkt, Mid-Cap Aktien, Small-Cap Aktien, Märkte im Aufbau und vieles mehr. Viele andere aber sind spezialisierter: etwa mit dem Fokus auf Telekommunikation oder chinesischen Aktien, Aktien mit hohem Ertrag, Finanzunternehmen, Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, Investitionen in Gold usw. Wenn du dir also überlegst, welcher ETF für dich der richtige ist, dann sei dir am besten darüber bewusst welcher Bereich des Aktienmarkts für dich lukrativ ist. Erkundige dich, welcher ETF dieses Feld am besten abdeckt.

Nachteile

Natürlich sind ETFs nicht perfekt (leider). Besonders die etwas obskureren werden wenig gehandelt und zeigen in der Regel einen großen Spread auf – den Unterschied zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis. Manche sind derart angelegt, dass sie für viel Wachstum prädestiniert sind, sind deswegen aber auch risikoreicher. Diese werden mit dem Label „inverse“ bezeichnet. Davon sollte man lieber erst einmal die Finger lassen.

ETFs bieten weiterhin die Möglichkeit, dass man aus dem Investment relativ einfach rein- und wieder rausgeht, damit also leichtfertig auf die kurzfristige Entwicklung setzen kann – eben wie bei Aktien. Das ist aber nur sehr selten ein Rezept für Erfolg. Erfolg hat man nämlich meistens damit, dass man auf den breiten Markt angelegte ETFs kauft und diese viele Jahre lang hält.

Weiterführende Gedanken

Bei deiner Auswertung von möglichen ETFs konzentriere dich nicht nur auf niedrige Gebühren, sondern auch auf die einzelnen Positionen. Wenn du einen ETF mit Biotech-Spezialisierung erwirbst, dann informiere dich darüber, welche einzelnen Unternehmen geführt werden und ob diese für dich überhaupt relevant sind. Zwei ETFs mit Biotech-Spezialisierung können die unterschiedlichsten Unternehmen enthalten, selbstverständlich aber auch in ihren Inhalten überlappen. (Beachte bitte, dass die gelisteten Unternehmen sich über die Zeit auch ändern können.) Wenn dich vor allem die Einnahmen interessieren, dann informiere dich über die laufende Dividende.

ETFs bieten dir mit einem Mal ein diverses Portfolio – und eben nicht alle Eier in nur einem Korb. Foto: Catherine Bulinski, Flickr.)

Überlege gut, wie ETFs in dein Portfolio passen. Wenn du bereits jede Menge Biotech-Aktien besitzt, dann bringt es vielleicht nichts, noch einen Biotech-ETF hinterher zu kaufen. Wenn du überwiegend Large-Cap Aktien hast, dann schau doch einmal, ob du nicht einen schönen ETF mit Small-Cap Aktien findest, quasi zur Balance. Wenn du mit deutschen Aktien gut aufgestellt bist, dann ist vielleicht ein internationaler oder nordamerikanischer ETF für dich von Vorteil.

Empfohlene ETFs

Obwohl es tausende von ETFs gibt, kannst du schon gut daran tun, wenn du dein Geld nur in einen oder ein paar günstigen ETFs parkst. Beispielsweise dem SDPR S&P 500 ETF, dem Vanguard Total Stock Market ETF oder dem Vanguard Total World Stock ETF. Diese sorgen dafür, dass du in die größten 80% des US-Markts investierst, darüber hinaus in fast alles, was auf der Welt Relevanz hat.

Der richtige ETF kann dein Portfolio ungemein bereichern. Investiere aber erst, wenn du mit ausreichend Wissen gewappnet bist.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien oder Fonds. Dieser Artikel wurde am 24.3.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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