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Die 3 besten Dividenden-Aktien, die Warren Buffett hält

Foto: The Motley Fool

Es ist kein Geheimnis, dass Warren Buffett Aktien liebt, die Dividenden zahlen. Buffett selbst hat 2012 in seinem Aktionärsbrief an die Anteilseigner von Berkshire Hathaway (NYSE:BRK-A) (ETR:BRH) gesagt: „Wir finden an den Dividenden, die ein Großteil der Aktien in Berkshires Besitz auszahlt, großen Gefallen.“ Wenn du also auch auf der Suche nach Erträgen bist, solltest du diese drei Aktien aus dem Berkshire-Portfolio berücksichtigen.

Die größte Bank

Eine Auflistung von Buffett-Aktien wäre ohne die Erwähnung von Wells Fargo (NYSE:WFC) nicht vollständig. Die Aktie verfügt über eine solide Dividendenrendite von 2,5 % und die US-Notenbank hat vor kurzem nach bestandenem Stresstest der Erhöhung der Dividende um 7 % zugestimmt. Ihre neue Rendite wird etwa 2,7 % betragen.

Was sind, abgesehen von den starken Dividenden, die Gründe, weshalb Buffett fast 10 % dieser Bank – oder anders ausgedrückt – Anteile im Wert von 25 Milliarden USD hält?

Nun, zunächst ein Mal weist Wells Fargo, während das Unternehmen sich, wie der Kollege John Maxfield eloquent erläutert, im etwas beängstigenden Bankensektor bewegt, eine Reihe wichtiger Unterscheidungsmerkmale auf, die es von seinen Mitbewerbern abhebt.

Zum einen vermeidet es übermäßige Risiken, die in den vergangenen zwei Jahrhunderten Bankkatastrophen vorausgegangen sind. Außerdem ist es bei der Handhabung seiner Ausgaben diszipliniert. Sein Efficiency-Ratio – der Anteil der Kosten für jeden umgesetzten Dollar – lag 2014 bei 58,1 %. Der Branchendurchschnitt betrug im gleichen Jahr 62,7 %.

Und wenn sich der Unterschied von 4,5 % zunächst nicht nach viel anhört, bedeutete diese Kosteneinsparung gegenüber der durchschnittlichen Bank bei einem Gesamtumsatz von 84,5 Milliarden USD im letzen Jahr eine Erhöhung des Vorsteuerergebnisses um 3,9 Milliarden USD.

Bildschirmfoto 2015-04-04 um 11.11.34Das berücksichtigt nicht einmal einige der anderen Vorzüge dieser Bank. Sie ist Marktführer in einer Vielzahl von Kategorien bei gewerblichen und privaten Geschäftsaktivitäten, sowie dem Vermögensverwaltungsgeschäft. Im Vergleich zur Konkurrenz ist sie bemerkenswert profitabel. Und sie wird zu einem vernünftigen Kurs zum materiellen Buchwert von 2,4 gehandelt (US Bancorp hat eine branchenführende Profitabilität von 3,1). So sollte es nicht überraschen, dass Buffett diese Bank und ihre Dividenden liebt.

Das unentdeckte Juwel

Während Wells Fargo den meisten ein Begriff ist, ist Suncor Energy (NYSE:SU) (FRA:SM3), ein kanadisches Energieunternehmen, alles andere als das.

Suncor ist hauptsächlich im kanadischen Ölsandgeschäft tätig. Und während Kanada zwar im Vergleich zu anderen Ölförderern nicht die gleiche Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien auf sich zieht, ruht dort die weltweit drittgrößte Quelle nachgewiesener Reserven. Wenn Suncors optimistischste Einschätzungen der Wahrheit entsprechen, könnte das Energieunternehmen seine aktuelle Produktionsrate von 195 Millionen Barrels pro Jahr für die nächsten 120 Jahre aufrechterhalten. Wahrhaftig ein enormer Wettbewerbsgraben.

Natürlich hat der jüngste Einbruch des Ölpreises innerhalb des breiteren Energiesektors Anlass zur Sorge gegeben. Aber Buffetts oft wiederholte Phrase – „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind“ – ist in diesem Zusammenhang gar nicht zu gebrauchen.

Betrachte die einleitenden Worte von Steve Williams, Suncors Präsident und CEO, aus der diesjährigen Mitteilung an die Aktionäre:

Das letzte Jahr hat das Konzept bestätigt, dass die einzige Konstante im Leben der Wandel ist. Der schnelle Einbruch des Ölpreises wurde für manche zur Herausforderung und Unsicherheit. Uns bei Suncor hat der Einbruch gezeigt, wie eine solide Bilanz, ein integriertes Modell und eine fokussierte Strategie zu Konstanten werden können, die einem Unternehmen helfen, nicht nur Zeiten des Wandels zu überstehen, sondern gestärkt herauszukommen.

Ja, der niedrige Ölpreis wird seinem Geschäft in naher Zukunft zu Schaffen machen, aber das Unternehmen hat sich eine Position erarbeitet, in der es auf lange Sicht gesehen nur profitieren kann. Es hat bestimmte Investitionen aufgeschoben, da es sich „günstigere Marktbedingungen“ erhofft, aber es ist weiterhin von der Investition in Forschung und Entwicklung überzeugt, was langfristig nur von Vorteil sein wird.

In seinem großartigen Buch The Outsiders erläutert William Thorndike mühevoll im Detail, dass die erfolgreichsten CEOs und Unternehmen diejenigen sind, die es zu verstehen wissen, wie man erzeugte Erträge am besten verteilt. Sei es durch Dividenden, Aktienrückkäufe, Reinvestition in das Kerngeschäft, Übernahmen oder andere Initiativen. Kurz gesagt, ist das genau das, wovon Williams und sein Management-Team überzeugt sind.

Bildschirmfoto 2015-04-04 um 11.16.12Suncor hat in den letzten fünf Jahren die Beträge, die es seinen Anlegern zurückgezahlt hat, drastisch erhöht. Auch wenn es in den folgenden Monaten mehr zu Rückkäufen als zu Dividendenauszahlungen kommen wird, ist bei niedrigem Aktienkurs, aufgrund breiterer makroökonomischen Rahmenbedingungen, Geld in den Taschen der Aktionäre in der Regel immer eine gute Sache.

Der Telekommunikations-Titan

Zuletzt aufgeführt, aber genau so bedeutend, folgt Verizon Communications (NYSE:VZ) (FRA:BAC) mit seiner beeindruckenden Dividendenrendite von 4,5 %. Verizon rühmt sich mit seiner branchenführenden Profitabilität, Performance und Kundenloyalität. 2014 hat es das Unternehmen bei einem operativen Umsatz von 127 Milliarden USD geschafft, sein bereinigtes Ergebnis je Aktie um 18 % zu steigern.

Es baut seine Kundenbasis weiterhin beeindruckend aus. Im vierten Quartal des Jahres 2014 zählte es 15,3 Millionen Gerät-Aktivierungen, was einer Steigerung um 34 % gegenüber dem vierten Quartal 2013 entspricht. Zwar nicht ganz so beeindruckend wuchs die Zahl seiner 6,6 Millionen FiOS Internet-Abonnenten gegen Ende 2014 dennoch um 9 % gegenüber dem Vorjahr.

Ja, es gibt im drahtlosen und leitungsgebundenen, hart umkämpften Telekommunikationsmarkt Bedenken, aber zur Freude sämtlicher Aktionäre, deuten alle Anzeichen darauf hin, dass Verizon in naher Zukunft nicht von seinem aktuellen Weg abweichen wird.

Aktien, die Dividenden abwerfen haben immer wieder bewiesen, dass sie dividendenlosen Aktien überlegen sind. Also ist es kein Wunder, dass Buffett sie so sehr mag. Diese drei verdienen es sicherlich, von dir wahrgenommen und berücksichtigt zu werden.

Warren Buffett kann von diesen drei Aktien nur träumen ...

Milliardär Warren Buffett ist ein Genie. Aber dieser brillante Investor sieht eine Gruppe äußerst erfolgreicher Aktien direkt an ihm vorbeiziehen. Nicht weil Buffett diese Aktien nicht potentiell lieben könnte - sondern weil diese Aktien „für Buffett zu klein zu kaufen sind". Aber was für Buffett nicht das richtige ist, könnte perfekt für uns kleine Investoren sein. Darum halte ich dich an, unseren brandneuen (und KOSTENLOSEN) Bericht anzuschauen, der drei Aktien aufdeckt von denen Warren Buffett nur träumen kann.

The Motley Fool empfiehlt Berkshire Hathaway, Verizon Communications und Wells Fargo. The Motley Fool hält Aktien von Berkshire Hathaway und Wells Fargo und folgende Optionen: Short April 2015 $57 Calls auf Wells Fargo und Short April 2015 $52 Puts auf Wells Fargo. Dieser Artikel wurde von Patrick Morris auf Englisch verfasst und wurde am 29.03.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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