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3 Gründe, warum Solarenergie dieses Jahr extrasonnig wird

Foto: Pixabay, blickpixel

Die Ölpreise sind gesunken. Geopolitische Sorgen sind gedämpft. Die Produktion von Erdgas nimmt Fahrt auf. Und trotzdem schwingen sich die Kurse von Solar-Aktien in neue Höhen auf. Hier findest du drei gute Gründe, aus denen Solar-Investoren 2015 ein sonniges Jahr erleben könnten.

1. Die Technologie

Solar-Technologie verbessert sich rapide und wird immer kosteneffizienter. Auf Hawaii sind die Anbieter NexEra Energy (NYSE:NEE) und SolarCity Corporation (NASDAQ:SCTY) (ETR:0SC) derart optimistisch was die Effizienz angeht, dass man sich dazu entschieden hat, die Solarzellenanzahl im gesamten Bundesstaat zu verdreifachen.

Und Solarprojekte im großen Stil kommen derzeit in den Genuss ihrer eigenen technologischen Revolution. First Solar (NASDAQ:FSLR) (FRA:F3A), die Hersteller von einigen der größten Solaranlagen der Welt, kündigten gerade eine Effizienz von 21,5% ihrer vielversprechenden Cadmium-Tellurid (CdTe) Sollarzellen-Technik an. Das ist bisheriger Rekord. Mit anderen Worten: Mehr Sonnenlicht wird auf weniger Platz in mehr Energie umgewandelt. Der Pressemitteilung von First Solar zufolge zeugt die Leistung von „CdTes Wettbewerbsvorteil gegenüber der herkömmlichen Kristall-Silikon-Technologie“ und stellt das Unternehmen gut auf, die für 2015 gesteckten Ziele von 22% Effizienz zu erreichen oder sogar zu überflügeln.

2. Die finanzielle Seite

Die Technologie selber ist natürlich die wissenschaftlichste Art, Solartechniks Wettbewerbsvorteile zu steigern, doch Finanzmodelle sind für Käufer und Verkäufer ebenso aufschlussreich.

Nirgends haben die Finanzmodelle einen derartigen Einfluss wie auf deinem Dach. Solar-Leasing hat für einzelne Haushalte revolutionäre Möglichkeiten geschaffen. Modelle ohne Anzahlung tragen dazu bei, dass Hausbesitzer schnell geringere Betriebskosten bekommen und sich dafür nicht erst verschulden müssen. Diese Art der Sales-Strategie war für Anbieter wie SolarCity Corporation eine wahre Schatztruhe an Möglichkeiten. 2012 wurden 48.000 Systeme installiert, mittlerweile sind es dem Unternehmen zufolge 190.000 Kunden. Und CEO Lyndon Rivers hat erst kürzlich das Ziel vorgegeben, am 4. Juli 2018 eine Million Systeme installiert zu haben.

Quelle: SolarCity Corporation.

Doch Einfamilienhäuser sind selbstverständlich längst nicht so lukrativ wie Geschäftskunden. So auch die Expansion auf diesem Segment der letzten Jahre. Für Energieunternehmen können Solaranlagen sehr stabile Verkaufszahlen bedeuten, das via 10 oder 25 Jahre dauernden Energielieferabkommen. Da die Preise für fossile Energien immer flüchtiger werden ist ein reduziertes Risiko von alternativen Energiequellen eine willkommene Abwechslung. Manche Energielieferer haben ihren Griff auf den Sektor Wiedererneuerbare Energien derart ausgeweitet, dass sie eigene Unternehmen eigens für diesen Zweig gegründet haben. Ganz ähnlich den sogenannten „Master Limited Partnerships“ (MLPs) können diese eigenen Subunternehmen Steuervorteile für das ganze Konglomerat bringen. So hat beispielsweise NRG Energy 2013 das Subunternehmen NRG Yield gegründet, NextEra Energy im letzten Jahr das Subunternehmen NextEra Energy Partners, LP.

Leistungen ohne Anzahlung, beständig gute Verkaufszahlen und geringere Besteuerung macht aus Solarunternehmen interessante Anlagen.

3. Der politische Aspekt

Gar keine Frage: Die Politik spielte in der Ausbreitung von Solarenergie eine wichtige Rolle. Kraftwerke stoßen beinahe ein Drittel der gesamten Treibhausgase der USA aus, und Politiker, die dem Umweltschutz nahe stehen, haben sich für Solartechnik stark gemacht. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Steuervorteile der Ausbreitung von Solar zugute kam. Doch diese Vorteile gehören bald der Vergangenheit an, und Programme wie das New Yorker MegaWatt Programm schöpfen Steuervorteile ab.

Die Umweltschutzagentur der USA (EPA) und ihr Clean Power Plan ist der nächste Schritt, der Solarenergie zugute kommt. Wenn es sich durchsetzt, dann könnte ein großer Vorteil von Kohle zunichte gemacht werden. Kohle ist noch immer der stärkste direkte Konkurrent. Dieser Plan wird in den verschiedenen US-Bundesstaaten unterschiedlich gehandhabt, es gibt also verschiedene Boni, um Solarenergie zu fördern. Doch im Großen und Ganzen ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die Politik für Solarenergie stark macht – und Kohle gerne aufs Abstellgleis stellen möchte.

Geht es mit Solarenergie im Jahr 2015 an die Sonne?

Bis Mitte Februar war der Bloomberg Global Solar Energy Index um 18,3% gestiegen. Und das gegenüber dem S&P 500 (SNPINDEX:^GSPC). Es sieht alles nach einem Rekordjahr für Solarenergie aus, doch technologischer Fortschritt, bessere Finanzierungsmodelle und Fürsprecher in den politischen Reihen sind keine Faktoren, die nur ein Jahr lang vorhanden sind. Solarenergie ist auch über 2015 hinaus wichtig und vorhanden. Und für langfristige Investoren, die auf der Suche sind nach klugen Investitionen, ist jetzt der richtige Augenblick, um in Solarenergie zu investieren.

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The Motley Fool empfiehlt SolarCity. The Motley Fool besitzt Aktien von NRG Energy und SolarCity. Dieser Artikel wurde am 28.2.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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