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3 berühmte Anleger, die man kennen muss

Viele Leute sagen, dass Nachahmung die aufrichtigste Form der Schmeichelei ist. Stimmt das auch, wenn wir über das Investieren sprechen?

Was das Investieren angeht ist es schwer, jemanden nachzuahmen. Einerseits ist es gefährlich, die Investments eines berühmten Anlegers nachzuahmen. Ein prominenter Anleger könnte sehr kluge Investment-Ideen haben, aber seine Handynummer hast du wahrscheinlich nicht – also wenn er seine Meinung ändert, wird er dir wahrscheinlich keine Vorwarnung geben.

Aber von berühmten Anlegern können wir viel darüber lernen, wie man investiert. Im Folgenden habe ich drei solcher Anleger und eine Lektion von jedem, die dich zu einem besseren Anleger machen kann.

1. Peter Lynch

Foto: The Motley Fool

Foto: The Motley Fool

Kurz Vita: Peter Lynch war der Manager der sehr erfolgreichen Aktienfonds „The Fidelity Magellan Fund“. Zwischen 1977 und 1990 hatte Magellan eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29 %. Auch schrieb Lynch mehrere Bücher, die als Investment-Klassiker angesehen werden, einschließlich Der Börse einen Schritt voraus. Wie auch Sie mit Aktien verdienen können! (Englisch: One Up on Wall Street) und Aktien für Alle (Englisch: Beating the Street).

Sein Ratschlag: „Man sollte kaufen was man gut kennt“. (Englisch: „Buy what you know“.)

Dieser Hinweis ist wahrscheinlich der bekannteste, und auch der meist missverstandene, der von Lynch kommt. Die tolle Sache daran, aber auch das Problem, ist, dass er so kurz und offensichtlich scheint.

Viele Anleger dachten, dass dieses Zitat bedeutet, dass wenn sie ein Produkt mögen, sie einfach die Aktie des Unternehmens kaufen könnten. Das klingt toll und einfach, funktioniert aber nicht so gut.

Was wir wirklich daraus lernen sollten ist, dass wir nicht alles, was wir gut kennen, kaufen sollten, sondern nur das, was wir gut kennen und vollständig verstehen. Das ist ein großer Unterschied.

Zum Beispiel: Ich bin ein Läufer und ich kenne deswegen viele Marken, die Ausrüstung für Sportkleidung herstellen, einschließlich Adidas (ETR:ADS). Heißt das, dass ich Adidas kaufen sollte? Nicht unbedingt. Was das aber heißt ist, dass ich einen guten Startpunkt für weitere Nachforschungen habe. Ich kann wohl besser verstehen was in der Sportartikel-Branche passiert als ein Nicht-Sportler und was wichtig ist für Adidas und seine Wettbewerber.

Also ich habe immer daran geglaubt, dass Lynchs Hinweis klug ist – Ärzte haben bessere Möglichkeiten, in Pharma-Aktien zu investieren, Ingenieure in Halbleiter-Unternehmen und so weiter. Also dann: Wenn es ums Investieren geht ist es besser damit anzufangen, was du gut kennst.

2. John „Jack“ Bogle

Kurze Vita: Bogle war der Gründer und langjährige CEO der Vanguard Group, einem der größten Investment-Konzerne der Welt. Er war die treibende Kraft hinter der Geburt und dem Wachstum von Indexfonds.

Sein Ratschlag: „Such nicht nach der Nadel im Heuhaufen, kauf einfach den Heuhaufen!“

Wenn man schon weiß, dass Bogles Karriere auf Indexfonds basierte, dann macht dieses Zitat völlig Sinn. Während viele Anleger nach den besten Aktien suchen, die, sie hoffen sie mindestens, die beste Rendite abwerfen werden, drängte Bogle darauf, dass es für die meisten Anleger am besten ist einfach den ganzen Markt über einen Indexfonds zu kaufen.

Hat er Recht? Nun, ich glaube, dass Anleger Aktien finden können, die besser als der Durchschnitt sind. Aber dieses Unterfangen ist schwierig und erfordert Zeit. Also macht es das nicht ideal für alle.

Andererseits sind Indexfonds leicht zu verstehen, günstig (d.h. niedrige Gebühren), erfordern wenig Zeit und bieten doch Aktienengagement an. Also für ist für die meisten Menschen auf der Welt das „Kaufen des Heuhaufens“ eine gute Idee.

3. Warren Buffett

Foto: The Motley Fool

Foto: The Motley Fool

Kurze Vita: Buffett hat Berkshire Hathaway (ETR:BRH) von einem strauchelnden Textilunternehmen zu einem riesigen Versicherungs- und Industriemischkonzern umgebaut. Er ist besonders für seine jährlichen Briefe an die Berkshire Aktionäre bekannt, in denen er Hinweise und Erlebnisse teilt.

Sein Ratschlag: „Wenn Sie nicht gewillt sind, eine Aktie für 10 Jahre zu besitzen, dann sollten Sie nicht einmal darüber nachdenken, sie für 10 Minuten zu besitzen.“

In Aktien investieren sollte nichts kurzfristiges sein. Wir können durch langfristiges Halten von Aktien attraktive Renditen einfahren – aber die kommen nicht harmonisch getaktet. Aktien können in einem Jahr hoch steigen und im nächsten Jahr tief fallen. Um die besten Chancen zu haben, den ganzen Vorteil von Aktien zu genießen, müssen wir sie langjährig besitzen.

Bedeutet das, dass wir jeder Aktie für 10 Jahren besitzen müssen, ganz egal was passiert? Natürlich nicht. Manchmal passiert etwas mit einem Unternehmen, das aus ihm keine gute Investition mehr macht. In diesen Fällen sollten wir verkaufen. Doch wenn wir eine Aktie kaufen, dann sollten wir bereit sein, sie lange zu halten. Wie Buffett gesagt hat, ist es ein Spiel von Jahren, nicht Minuten.

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Matt besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Berkshire Hathaway.

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