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Tauchgang in den Jahresbericht von 3D Systems Corporation: Ist es Zeit zu kaufen?

Foto: Pixabay, metalurgiamontemar0

3D Systems (NYSE:DDD) legte Ende Februar seine Berichte für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014 vor. Darin war zu erkennen, dass das Geschäft noch große Herausforderungen zu meistern hat, bevor es in allen Segmenten gut funktioniert. Eine große Frage für langfristige Investoren ist daher, ob die Herausforderungen so groß sind, dass sie uns von einer Investition abhalten sollten oder ob sie bald überwunden werden und man sie daher ignorieren kann.

Wir haben uns die Einnahmen von 3D Systems hier bereits vor ein paar Wochen kurz angeschaut. Allerdings könnten Investoren mit einem tieferen Blick mehr lernen. Lass uns daher tief in den Bericht einsteigen.

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Der grobe Überblick

Trotz des 6 Millionen USD großen Rückschlags aufgrund von Währungsschwankungen wuchs der Umsatz des vierten Quartals von 3D Systems im Vergleich zum Vorjahr um 21% auf 187,4 Millionen USD. Dies macht 0,01 USD pro Aktie aus und 0,21 USD pro Aktie mit angepasster Basis. Im gesamten Jahr schaffte 3D Systems ein Umsatzwachstum von 27% auf 653,7 Millionen USD und konnte damit 0,11 USD je Aktie einnehmen und 0,7 USD je Aktie auf angepasster Basis.

Das Ergebnis liegt unter den Erwartungen der Börse, die einen Umsatz von 203,1 Millionen USD und 0,25 USD pro Aktie im vierten Quartal erwartete. Die Erwartungen für das ganze Jahr lagen bei 669,7 Millionen USD Umsatz und 0,73 USD pro Aktie.

Aufgeteilt nach Segmenten verlangsamte sich das Umsatzwachstum von 3D Systems bei 3D-Druckern und Material fortlaufend. Die Wachstumsrate bei Services hingegen verbesserte sich, wahrscheinlich weil, das Unternehmen den Zukauf seines Servicecenters in Latein-Amerika, Robtec, im November abgeschlossen hatte.

Quelle: Bericht 3D Systems und eigene Kalkulation.

Quelle: Bericht 3D Systems und eigene Kalkulation.

Schwindende Margen

3D Systems Gewinnmarge im vierten Quartal sank um 3,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Dies wurde angetrieben durch einen Rückgang um 10 Prozentpunkte bei den Hardwareverkäufen der 3D-Drucker. Demgegenüber standen ein Anstieg der Materialverkäufe um 0,9 Prozentpunkte und eine 3,8-Prozentpunkte-Verbesserung bei den Services.

Quelle: 3D Systems Bericht

Das Management machte bereits zuvor deutlich, dass die Bruttogewinnmargen für Drucker eng bleiben, während das Unternehmen verschiedene neue Produkte auf den Markt bringt und die Produktionskapazitäten ausbaut. Für die Zukunft geht die Unternehmensführung davon aus, dass diese sich jedoch wieder erholen. Investoren sollten allerdings vorsichtig sein, bei der Behauptung, dass die Bruttomargen des Unternehmens für 3D Drucker besser werden, da das Unternehmen aufgrund wachsenden Wettbewerbs unter Preisdruck geraten könnte.

Steigende Kosten

3D Systems verfolgte auch im vierten Quartal weiterhin aggressiv seine Marktmöglichkeiten. Die operativen Kosten übertrafen das Umsatzwachstum um fast 17 Prozentpunkte auf Grundlage der GAAP. Wie die untere Grafik zeigt, fraßen die höheren Kosten den operativen Gewinn und den Nettogewinn auf. Allerdings zielt diese Maßnahme darauf ab, langfristig eine größere Rentabilität zu liefern.

Quelle: Bericht 3D Systems

Eine neue Herausforderung taucht auf

Eine besorgniserregende Entwicklung, die dieses Quartal aufgetauchte, ist das Nordamerika-Segment von 3D Systems, das im Vergleich zu anderen Regionen nur schlecht abschnitt. Dies zog die organische Wachstumsrate des letzten Jahres, welche das jährliche Wachstum ohne Zukäufe anzeigt, nach unten.

Quelle: Bericht 3D Systems

Das Management gab die Schuld für die Schwäche des Nordamerikageschäfts den schwachen Verkäufen von 3D-Druckern, die auf der Jetting-Technologie beruhen. Die Zahl der verkauften Geräte stieg nur um 9% verglichen mit dem Vorjahresquartal. Die Stereolithografie, das selektive Lasersintern und die Metalldrucker erfuhren im vierten Quartal ein Wachstum um 356%, 89% bzw. 167%.

Es ist möglich, dass die schwache Leistung in Nordamerika andeutet, dass 3D Systems Jetting-Drucker eine Sättigung in der Region erreichen oder sogar hinter Konkurrenzangebote zurückfallen. Wie sich dies auf Regionen auswirkt, die hinsichtlich 3D-Drucks noch nicht so stark gesättigt sind, bleibt eine potenzielle Sorge für Investoren.

Der Silberstreif am Horizont

Im vierten Quartal kehrten die Endkunden-Umsätze von 3D wieder zu einem starken Wachstum zurück, indem es, nach einer vorübergehenden Pause im letzten Quartal, um 68% im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg. Damals hatte sich das Management entschieden, die Auslieferung seiner Endkundenorientierten Cube 3-Drucker zu verschieben, um die Nutzererfahrung zu verbessern.

Die Gesundheitssparte des Unternehmens glänzte weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 96% auf 42,8 Millionen USD im letzten Jahr. Damit zeigt es, dass eine klar definierte Strategie in einem spezialisierten Segment positiv zu einer überlegenen Leistung führen kann.

Drucker mit der Jetting-Technologie von 3D Systems, Quelle 3D Systems

Mit der Hilfe einer zweiten Fertigungslinie, die während des Quartals fertiggestellt wurde, stieg der Umsatz aus Metalldruckern um beachtliche 178% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dies sollte dem Unternehmen genug Kapazität verschaffen, um in naher Zukunft die Kundennachfrage zu befriedigen. Mit anderen Worten, das anhaltende Problem, dass 3D Systems nicht in der Lage war, die Nachfrage nach seinen 3D-Metalldruckern zu bedienen, könnte weitestgehend gelöst sein.

3D Systems wird dieses Jahr strategisch weniger Wert auf M&A-Aktivitäten legen und stattdessen seine Anstrengungen auf das Eingliedern seiner Zukäufe der letzten Jahre konzentrieren, um eine bessere operationale Effizienz zu erzielen. Hier hat 3D Systems noch Verbesserungsbedarf.

Kaufen, verkaufen oder halten?

Leider legt 3D Systems seinen Umsatzanteil nicht offen, der aus dem Nordamerika-Segment stammt. Allerdings sollten die Investoren wissen, dass es groß genug ist, um die organische Wachstumsrate des Unternehmens nach unten zu ziehen. Mit anderen Worten, die Leistung von 3D System in Nordamerika sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie scheint ein Haupttreiber der Gesamtleistung zu sein.

Investoren, die heute darüber nachdenken, Aktien zu kaufen, brauchen Vertrauen in das Management. Dieses muss die Disziplin und die nötigen Mittel haben, um mit den Herausforderungen fertig zu werden, denen sich 3D Systems gegenübersieht. Es ist sicherlich ermutigend, das das Unternehmen im letzten Quartal verschiedene Probleme im Bereich der Kapazitäten für Metalldrucker und seines Endkundensegments gelöst hat.

Allerdings bedeutet ein gelöstes Problem nicht, dass kein neues Problem auftreten kann, wie das Jahr 2014 gezeigt hat. Einen breiten Marktzugang zu haben, mag Vorteile bieten, aber es ist kein leicht umsetzbares Geschäftsmodell.

Offen gesprochen bleibe ich besorgt, dass die Komplexität von 3D Systems Geschäftsmodell zu viele Punkte hat, an denen es scheitern könnte. Eine Aktie zu kaufen, weil das Managements in der Lage ist, unerwartete Probleme zu lösen, ist kein sehr überzeugender Grund. Als Aktionär würde ich keine weiteren Aktien zu meinem Portfolio hinzufügen und würde sogar einen Verkauf erwägen, wenn 3D Systems vor Herausforderungen steht, die das Management möglicherweise nicht überwinden kann.

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The Motley Fool empfiehlt 3D Systems. The Motley Fool besitzt Aktien von 3D Systems.

Dieser Artikel wurde von Steve Heller auf Englisch verfasst und am 04.03.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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