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So findest du die richtige Bank, um deine ersten Aktien zu kaufen

Foto: Wikimedia Commons, Marco Bellucci

Bei welcher Bank kann man am besten in Aktien investieren, mit welchen Kosten muss man rechnen und auf was gilt es noch zu achten? Hier bist du richtig auf der Suche nach der Antwort.

Die Motivtion für den Artikel war eine Leserfrage an Fool.de. Hast du auch eine Frage über das Investieren? Dann schick uns eine Mail an FragEinFool@Fool.de und wir werden versuchen, sie zu beantworten.

Ein Online-Broker wird dir weiterhelfen

Vor einigen Jahren stand ich vor derselben Herausforderung wie unser Leser. Als Erstes fand ich heraus, dass man einen sogenannten Broker benötigt, der gewissermaßen der Händler ist, der für dich die Aktien etc. (sogenannte Wertpapiere) auf deine „Bestellung“ hin kauft und verkauft.

Da du Fool.de liest, gehe ich schwer davon aus, dass du jemand bist, der mit der Internettechnologie vertraut ist. Dann kommt für dich höchstwahrscheinlich wie für mich auch ein Online-Broker in Frage. Der wird dir eine Plattform anbieten, mit der du Wertpapiere online handeln kannst. Das ist einfacher, als einen menschlichen Händler anzurufen, der dann die Aktien für dich kauft (obwohl viele Broker diesen Service anbieten, solltest du gerne telefonieren).

Was du dann noch benötigst ist ein Ort, um deine neuen Errungenschaften aufzubewahren – ein Wertpapier-Depot. Praktischerweise liefert dir der Broker das gleich mit – bei einem Online-Broker leider nicht in Form eines Safes, in dem du die Wertpapiere physisch ablegen kannst, sondern in Form eines elektronischen Kontos, genau wie du es von deiner Hausbank kennst.

Online-Broker-Vergleiche helfen dir, den passenden Broker für dich zu finden

Hast du jetzt gerade nach „Online-Broker“ gegoogelt? Die obersten Ergebnisse sind wahrscheinlich Vergleichsmaschinen. Und die kann ich nur empfehlen, denn Online-Broker gibt es wie Sand am Meer und diese helfen dir, den richtigen für dich zu finden. Hier habe ich zwar einen ausführlicheren Artikel darüber geschrieben, worauf du bei der Auswahl achten solltest, aber ich fasse das ganz Wichtige gerne kurz zusammen.

Die Kosten: Bei einem Online-Broker sollte die Depotführung kostenlos sein. Geld verdient dein Broker für die Ausführung deiner Aufträge zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren (sogenannten „Orders“). Die Kosten dafür liegen im Allgemeinen in einem Bereich von minimal 5 – 10 Euro oder +-0,25% deines Ordervolumens (für wie viel Euro du einkaufst / verkaufst) für in Deutschland gehandelte Aktien. Ansonsten sollten dir keine größeren Kosten entstehen, es sei denn, du nimmst bestimmte Premium-Services in Anspruch, die ggf. angeboten werden.

Das Angebot: Manche Broker erlauben es dir, an vielen Handelsplätzen in Deutschland und im Ausland zu handeln, andere haben weniger Handelsplätze im Angebot (Vorsicht bei den Gebühren für das Handeln an Auslandsbörsen!). Was auf jeden Fall im Angebot sein sollte, sind die deutschen und US-amerikanischen Börsen. Ein weiterer großer Unterschied zwischen den Brokern besteht in der Angebotsbreite hinsichtlich Index-Fonds (ETFs) und der entsprechenden Sparpläne (mit denen du günstig monatlich eine feste Summe einzahlst) für diese.

Diese Banken verwende ich für meine Aktieninvestitionen

Als ich vor einigen Jahren vor der Herausforderung stand, den richtigen Broker für mich zu finden, habe ich mich relativ schnell für Cortal Consors entschieden (heute heißt er Consorsbank). Überzeugt hatte mich das damals bereits sehr breite Angebot an ETF-Sparplänen und die Tatsache, dass der Broker zu BNP Paripas gehörte – einer der größten europäischen Banken, weswegen ich mein Geld sicher aufgehoben fühlte.

Um fair zu sein: Ein vergleichbares Angebot bietet meiner Ansicht nach der Broker der comdirect (gehört mehrheitlich zur Commerzbank). Einige meiner am Aktienmarkt aktiven Freunde habe ihr Depot dort.

Die Ordergebühren der Consorsbank sind allerdings nicht die Allergünstigsten auf dem Markt, insbesondere für den Handel an Auslandshandelsplätzen. Daher habe ich vor zwei Jahren noch ein Depot bei Lynxbroker eröffnet, hinter dem der US-amerikanische Broker Interactive Brokers steht. Dieser hat auch an zahlreichen ausländischen Börsen besonders günstige Ordergebühren. Sparpläne bietet dieser allerdings nicht an und das Handelssystem ist relativ komplex – weshalb ich ihn dir für den Anfang nicht empfehlen würde.

Kurz gesagt: Heute verwende ich die Consorsbank größtenteils für alle meine Sparpläne und Aktien, Lynxbroker ebenfalls für Aktien und für das Schreiben und Kaufen von Optionen. Dabei versuche ich aus Risikogründen darauf zu schauen, dass mein Vermögen ca. 50/50 auf beide Broker aufgeteilt ist.

Mein Rat an dich für die Suche nach einem Broker

Überlege dir als erstes

  • wie du dein Geld anlegen möchtest – ETFs, Aktien, langfristig eventuell auch Optionen
  • an welchen Börsen du handeln möchtest – nur in Deutschland oder auch an bestimmten Börsen im Ausland
  • wie viel Geld du anlegen möchtest – jetzt und in der Zukunft

Führe dann zwei oder drei Brokervergleiche im Internet durch. Mit diesen kannst du in erster Linie ganz einfach die Kosten vergleichen (dafür musst du meistens angeben, wie groß dein durchschnittliches Ordervolumen sein wird). Dann nimmst du die Top 3 Ergebnisse dieser Vergleiche und schaust, welcher Broker mit seinem Angebot am besten das abdeckt, was du suchst.

Solltest du immer noch unsicher sein, dann lohnt sich das Lesen von Kundenerfahrungen in Internetforen. So sollte sich langsam ein Kandidat für dich herauskristallisiert haben. Bei diesem solltest du dann dein erstes Wertpapierdepot eröffnen und dann kannst du deine erste Aktie kaufen.

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Bernd Schmid besitzt keine der angegebenen Aktien. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Interactive Brokers.

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