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Wird GoPro seine große Chance in der Sportberichterstattung nutzen können?

Foto: Pixabay, farioff

GoPro (NASDAQ:GPRO) (ETR:5G5) hat für seine Zukunft viel auf Bilder von Sportübertragungen gesetzt. Die Produkte sind Lieblinge von Skydivern und Surfern, und erst kürzlich hat das Unternehmen einen Deal mit der NHL (National Hockey League) geschlossen, der besagt, dass GoPro Bilder aus Winkeln zur Verfügung stellen darf, die Fans normalerweise nicht zu Gesicht bekommen würden. Allerdings: Derzeit werden diese Bilder nur bei Übungseinheiten entstehen, allerdings tut sich trotzdem für GoPro eine große Chance im Bereich der Sportberichterstattung auf. Immerhin scheinen die widerstandsfähigen Hightech-Kameras wie gemacht dafür zu sein, bewegungsintensive Sportarten wie Eishockey oder Football einzufangen.

Jetzt dreht ein spanisches Startup die Schraube ein wenig enger. Ein als First V1sion bekanntes Unternehmen hat eine spezielle Weste entworfen, die mit Sensoren sowie einer schmalen Kamera versehen ist. Diese sollen Profi-Sportler tragen und damit das Geschehen aus ihrer Perspektive aufzeichnen. Das Tech-Unternehmen ist noch recht klein, wird derzeit bei gerade einmal 26 Mio USD bewertet, aber das Backing ist durchaus ansehnlich – darunter der spanische Telekom-Gigant Telefonica, Andres Iniesta vom FC Barcelona und Serge Ibaka von den Oklahoma City Thunder.

 

 

Im Video oben kannst du schön sehen, dass die Aufnahmen von aufschlussreich bis hin zu verwirrungstiftend sein können, ganz nach Sport und Bewegungsintensität. Aber mit der notwendigen Bearbeitung sollten Point-of-View-Übertragungen (POV) herkömmliche Bilder im Live-Sport-Segment wenigstens bereichern. Die POV-Kamera könnte darüber hinaus auch von Schiedsrichtern getragen werden, was zu einer weiteren Bereicherung führen dürfte.

Auch gut vorstellbar: Eine Zusammenarbeit von GoPro und Under Armour, die bereits große Fortschritte dabei gemacht haben, Wearables zu integrieren und professionelle Sportligen zu durchdringen. Und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass diese beiden ein Trikot herstellen wie es First V1sion bereits getan haben.

„Wir sind ein Medien-Unternehmen“

CEO Nick Goodman macht oft darauf aufmerksam, dass die Zukunft von GoPro als Medienunternehmen ist, obwohl man derzeit noch fast den gesamten Umsatz damit macht, Kameras und andere Hardware zu verkaufen. Das Unternehmen ist immer mehr dabei, das auf YouTube und anderen Netzwerken zur Verfügung gestellte Bildmaterial zu monetarisieren. In absehbarer Zukunft aber dürften Verkäufe von Hardware allerdings weiter Umsatzgenerator Nummer eins bleiben.

Der YouTube-Kanal von GoPro zeigt vor allem Material von Extremsportarten, Tieren und anderen Clips, die Seitenaufrufe generieren sollen. Doch obwohl ein Skateboard-Video ordentlich Klicks bekommt, gibt es kein richtiges Geschäftsmodell – keines, wie es eine professionell organisierte Sportliga bieten kann. Einerseits könnte man vor die Videos Werbung schalten und damit die gigantische Videothek monetarisieren, andererseits wären weitere Partnerschaften mit großen Ligen ideal.

Die NFL (National Football League) ist nicht nur die finanzstärkste Liga in Nordamerika, sie scheint auch für GoPro eine perfekte Möglichkeit zur Partnerschaft zu sein.

Es haben sich bereits einige Football-Teams dazu entschlossen, GoPro-Kameras für die Trainingsanalyse zu nutzen. Das Bildmaterial gibt Trainern Einblick in die Perspektive ihres Quarterbacks und anderer Spieler.

Das ist schon einmal ein guter erster Schritt für GoPro. Auf diesem Weg sollte man weitere Deals mit Teams und der Liga schließen können, immerhin konnte man auch ESPN zur Zusammenarbeit gewinnen und in den Vorberichten Szenen aus der Perspektive der Spieler zeigen lassen.

Der Erfolg der POV-Perspektive wird letztlich von zwei Dingen abhängen. Erstens der Reaktion des Publikums. Und zweitens der Bereitschaft der Spieler, die Kameras zu nutzen. Wenn das Publikum derart positiv auf das Bildmaterial reagiert, dass es diese Art der Bildtechnik immer und immer wieder fordert, dann wird die Liga sicherlich das Tragen der Kameras beschleunigen. Es würden sich immerhin weitere Umsatzströme auftun. Allerdings müssten die Kameras für den Gebrauch während des Spiels derart montiert werden, dass sie die Sportler nicht bei ihren Bewegungsabläufen stören.

Wenn man sich allerdings die positiven Reaktionen bislang ansieht und darüber hinaus die intelligenten Beiträge betrachtet, die Firmen wie First V1sion machen, dann würde es nicht überraschen, wenn man in den nächsten fünf bis zehn Jahren in Helme integrierte Kameras sehen würde, die Sportler der NFL und NHL nutzen. Und wenn das passiert, dann kann sich das Unternehmen tatsächlich als Medien-Unternehmen bezeichnen.

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Jeremy Bowman besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt GoPro und Under Armour. The Motley Fool besitzt Aktien von Under Armour. Dieser Artikel wurde am 17.3.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde von Alexander Langer übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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