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Welcher Ölförderer ist nach der Dividendenkürzung von Transocean die beste Investition?

Foto: Wikimedia Commons

Ein weiterer Ölförderer streicht seine Dividende. Der Hochseeförderer Transocean Ltd. (NYSE:RIG) (FRA:TOJ) kündigte vor der Vorstellung seiner Zahlen aus dem vierten Quartal an, dass der Vorstand empfohlen hat, die Dividende um 80% zu kürzen. Hinzukommt, dass sein CEO zurückgetreten ist, dies setzt einem furchtbaren Jahr die Krone auf.

Nun, da auch Transocean seine Dividende zusammengestrichen hat, sind es bereits drei Ölförderer, die Ihre Dividende gesenkt haben. Seadrill stellte seine Dividende bereits letztes Jahr ein und Diamond Offshore kürzte sein Sonderdividendenprogramm. Da nun so viele Dividenden unter den Rasenmäher kommen, könnte es so aussehen, als ob die gesamte Branche gemieden werden sollte. Ein Ölförderer hat jedoch seine Dividende dank der Position als Branchenführer beibehalten. Die Rede ist von Ensco PLC (NYSE:ESV) (FRA:E65A). Damit sieht das Unternehmen wie die letzte gute Kaufgelegenheit in der Ölbohrbranche aus.

Die Flotte von Ensco. Quelle: Unternehmenswebseite

Die Flotte von Ensco. Quelle: Unternehmenswebseite

2014: Ein Jahr zum Vergessen

Die Branche der Hochsee-Ölförderung wurde durch einen plötzlichen dramatischen Preisverfall getroffen. Während nur weniger Monate fielen die Preise für West Texas Intermediate und Brend Crude um die Hälfte. Dies ist der niedrigste Wert seit der großen Rezession. Die Bohrunternehmen wie Transocean sind in einer solchen Situation besonders gefährdet. Dies liegt daran, dass der Erdölpreis bestimmt, wie viel deren Kunden für neue Bohrprojekte ausgeben. Dadurch werden die Tagessätze und die Auslastung der Ölbohrer bestimmt.

Aufgrund dieser Tatsache schrumpften die Einnahmen von Transocean 2014 deutlich. Der Gewinn in den ersten neun Monaten war im Jahresvergleich konstant bei 6,9 Milliarden USD. Die Auslastung hingegen sank letztes Quartal um 3%-Punkte auf 75%. Transocean musste zudem 2,8 Milliarden USD an Entschädigungen und Strafen zahlen. Dadurch hat das Unternehmen in dieser Periode 1,2 Milliarden USD Verlust gemacht. Daneben hat Transocean große Abschreibungen seiner Hochsee-Schwimminseln vorgenommen, da das Ölgeschäft vollständig zusammengebrochen ist.

Der Weggang von CEO Steven Newman kam nicht vollkommen unerwartet, wenn man betrachtet, was alles schief gelaufen ist. Die Aktien von Transocean haben fast Dreiviertel ihres Wertes verloren seit Newman 2010 das Ruder übernommen hat.

Ensco ist der Fels in der Brandung

Obwohl die Bohrbranche in Schwierigkeiten steckt, bleiben die Fundamentalwerte von Ensco stark, ebenso die Dividende. Der Gewinn wuchs vergangenes Quartal um 9% auf einen Unternehmensrekord von 1,26 Milliarden USD. Enscos durchschnittliche Tagesrate wuchs um 5%, wodurch das Umsatzwachstum befeuert wurde. Darüberhinaus stand die Auslastung bei gesunden 88%. Vergleiche diese Ergebnisse mit denen von Transocean und es ist klar, warum Enscos Fundamentalwerte und Dividende in dieser Zeit viel besser aussehen.

Weiter gehts: Encso wird zudem von seinen vollen Auftragsbüchern vorangetragen. Das Wachstum wird von den 1 Milliarden USD großen zukünftigen Einnahmemöglichkeiten profitieren, die das Unternehmen letztes Quartal in seine Auftragsbücher schreiben konnte, als es verschiedene mehrjährige Verträge mit Stammkunden abschloss. Ensco erweitert beständig seine Flotte, wodurch die Zahl älterer Anlagen reduziert wird, die nur das Wachstum behindern. Ensco verkaufte letztes Quartal vier Plattformen mit beachtlichem Gewinn. Seit Anfang 2010 hat es 18 Förderanlagen verkauft und bietet derzeit noch weitere fünf zum Verkauf an.

Außerdem ist die Bilanz von Ensco in einer deutlich besseren Verfassung als die von Transocean. Am Ende des letzten Quartals lag der langfristige Verschuldungsgrad bei annehmbaren 50%. Die von Transocean war mit 67% deutlich besorgniserregender.

Die Dividende von Ensco hat eine Chance

Ensco ist infolge des Ölpreiscrashs einer der wenigen Ölbohrer, die ihre Dividende nicht angerührt haben. Die 3 USD pro Aktie bringen bei dem gegenwärtigen Aktienpreis eine Dividende von 10%. Obwohl die hohen Dividendenrenditen häufig zu gut waren, um wahr zu sein, könnte Enscos Dividende den Abschwung überleben. Dies liegt an einer konservativen Bilanz und einem starken Geschäft durch widerstandsfähige Tagesraten und der hohen Auslastung. Enttäuschte Investoren von Transocean, die immer noch nach Dividenden suchen, sollten sich Ensco und seine beeindruckende Rendite genauer anschauen.

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The Motley Fool empfiehlt Seadrill.

Dieser Artikel wurde von Bob Ciura auf Englisch verfasst und am 21.02.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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