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Warum Facebook sich um Googles neues Produkt Sorgen machen sollte

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Facebooks Anzeigen für Apps sind Big Business. Quelle: Facebook.

Anzeigen zum App-Installieren (App-Install-Ads) sind für Facebook (NASDAQ:FB) (ETR:FB2A) auf dem Weg zur Monetarisierung mobiler Kanäle eine wichtige Quelle gewesen. Diese Sorte Anzeigen sorgen eMarketer zufolge geschätzt für 30% der ganzen Werbeeinnahmen des sozialen Netzwerks. Doch das Unternehmen könnte gerade eine wuchtige Konkurrenz im Kampf um die Werbeetats von App-Entwicklern bekommen haben.

Google (NASDAQ:GOOG) (ETR:GGQ7) (FRA:GGQ1) hat gerade angekündigt, dass man fortan Entwicklern Gelegenheit geben will, bereits im Google Play Store Anzeigen zu schalten – und das in den Suchergebnissen des Nutzers. Zwar stellt Google bereits App-Install-Anzeigen als Teil ihrer mobilen Suchanzeigen und AdMob-Produkten zur Verfügung, doch im App-Store selber Anzeigen zuzulassen hat ein viel größeres Potenzial, die kostbaren Werbegelder von Entwicklern von Facebook weg in die eigene Tasche umzuleiten.

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Googles Strategie ist ein Volltreffer

Googles neue Ad-Einheiten innerhalb des Google Play Store leben von wenigstens zwei klaren Vorteilen. Nummer eins: Ein Nutzer wird wahrscheinlich typischerweise den App Store nur dann besuchen, wenn er tatsächlich auf der Suche nach einer App ist. Zweitens bedient sich das Konzept der mittlerweile immer und immer wieder erfolgreichen Keyword-Suche, um nur tatsächlich relevante Apps hervorzuheben. Das führt zu größerer Konvertierung der Anzeigen.

Neue Anzeigen werden bald im Google Play Store erscheinen. Quelle: Google.

 

Und so werden sich Entwickler schon bald in der Situation befinden, in der sie auf diese freien Anzeigenplätze bieten müssen, aus Angst, dass die Konkurrenz schneller sein könnte – und damit die Downloads einfährt, die sonst an sie gegangen wären. Das führt wiederum dazu, dass Gelder aus dem Werbeetat an Google gezahlt wird, und Facebook damit mit seinen klassischen App-Install-Ads in die Röhre schaut.

Selbstverständlich wird erwartet, dass der Markt für App-Install-Anzeigen in den nächsten Jahren enorm wachsen wird. Business Insider erwartet, dass der US-Markt weitere 1 Milliarde USD locker macht, um in Anzeigen zu investieren, was die Gesamtsumme zu 4,6 Milliarden USD bringen würde. Eine weitere Prognose sieht vor, dass der US-Markt bis 2017 auf 11 Milliarden USD wachsen wird.

Es gibt als genügend Platz für Google wie auch für Facebook, um mit Twitter, Apple und anderen mitzumischen. Allerdings könnte Googles Strategie Facebook wirklich weh tun.

Mobil-Anzeigen sind nicht gleich App-Install-Anzeigen

Bei Facebooks Q2-Einnahmen-Konferenz 2014 stellte COO Sheryl Sandberg klar, dass das Wachstum des Unternehmens im Mobile-Sektor nicht komplett auf App-Install-Ads basiert.

„Ich glaube, dass die Leute manchmal denken, dass Mobile App Install Anzeigen für den gesamten oder den Großteil der Werbeeinnahmen sorgen, aber das ist nicht der Fall. Sie tragen lediglich zum Mobile-Umsatz bei. Unsere Mobile-Ad-Strategie ist breit aufgestellt. Wir haben große Marken, kleine Anzeigenkunden, Direct Response Kunden, dazu eben auch Entwickler, die App-Install-Ads kaufen. (…) Wir sehen unsere Möglichkeiten auf mobilen Geräten viel mehr als nur bei App-Install-Ads.“

In der Tat hat Facebook erst neulich angekündigt, dass man mittlerweile mehr als 2 Millionen aktive Werber bekommen hätte. Sandberg fügt an, dass die meisten Werber hervorgehobene Posts als den Eintritt in mobile Werbung begreifen, und Studien zeigen, dass Page Posts mehr und mehr eine tragende Rolle spielen.

Außerdem kann Facebooks passives Werbedisplay für einige Entwickler nach wie vor eine attraktive Sache sein. Vor allem für Apps aus Kategorien, nach denen im App Store nicht häufig gesucht wird. Und Entwickler, die Apps in hart umkämpften Sparten auf den Markt bringen, können noch immer mehr von Facebooks personalisierter Werbung profitieren als von Googles Keyword-basierter Werbung.

Neue Produkte entwickeln

Es gibt gute Gründe, warum Facebook sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht. Man war sich bewusst, dass andere Plattformen ähnliche Werbe-Units anbieten, und Googles hervorgehobene Apps innerhalb des Play Store bedeutet die bisher größte Bedrohung.

Facebook hat mittlerweile App-Engagement-Ads geschaltet, ausgerichtet auf Menschen, die eine App heruntergeladen haben und diese jetzt nicht mehr nutzen. Ende letzten Jahres hat man App-Install-Ads die Fähigkeit Videos abzuspielen hinzugefügt. Und diese leben von der wachsenden Popularität des Auto-Play-Features.

Und doch beweist Googles Strategie, wie seicht der Graben um Facebooks wichtigste Kundensegmente ist. Es ist zwar kein Anlass die Aktie abzustoßen – vor allem, wenn man die Gesamtzuwachs an Werbepartnern bedenkt –, aber es könnte die Erwartungen schmälern.

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The Motley Fool empfiehlt Apple, Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien) und Twitter. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien) und Twitter. Dieser Artikel erschien am 3. März 2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilhaben können.

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