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Vergiss Gilead Sciences: Hier sind 3 Biotech-Aktien, die besser sind

Foto: Pixabay, Hans

Durch die Verdopplung der Umsätze von Gilead Sciences (NASDAQ:GILD) (FRA:GIS) (ETR:GIS) hatten Investoren in den letzten Jahren viel Grund zur Freude an dem Biotech-Goliath. Dieses Jahr verlangsamt sich das Umsatzwachstum von Gilead jedoch und für Investoren könnte das bedeuten, dass die folgenden drei Biotechaktien 2015 eine bessere Wahl sind.

Quelle: Biogen Idec

Quelle: Biogen Idec

Todd Campbell:

Das sich abschwächende Umsatzwachstum von Gilead könnte ein Zeichen für Investoren sein, schneller wachsende Wettbewerber des Unternehmens ins Auge zu fasen. Eines dieser Unternehmen könnte Biogen Idec (NASDAQ:BIIB) sein.

Während Gilead der Marktführer bei HIV- und Hepatitis C-Therapien ist, ist Biogen Idec einer der Führer bei der Herstellung von Medikamenten für Multiple Sklerose.

Unter den MS-Medikamenten von Biogen Idec sind die milliardenschweren Verkaufsschlager Avonex, Tysabri, Tecfidera, eine oral einzunehmende MS-Therapie, sowie das neu auf dem Markt befindliche Plegridy. Beflügelt durch das Umsatzwachstum von Tecfidera im vierten Quartal um 130% auf 916 Millionen USD stiegen die Umsätze von Biogen Idecs MS-Medikamenten um 47% auf 7,93 Milliarden USD. Die Gesamtumsätze des Unternehmens stiegen um 40% auf 9,7 Milliarden im letzten Jahr.

Es wird erwartet, dass Biogen Idec den Schwung auch mit in 2015 nehmen kann. Im Earningscall des vierten Quartals deutet das Unternehmen darauf hin, dass die Umsätze dieses Jahr um 14% bis 16% steigen werden. Wenn dies eintritt, dann würden die Umsätze von Biogen Idec doppelt so schnell wachsen, wie die von Gilead Sciences. Es ist wichtig zu wissen, dass Biogen Idec davon ausgeht, dass das Umsatzwachstum zu deutlich höheren Gewinnen führt. Das Unternehmen sagt voraus, dass der Gewinn pro Aktie 2015 zwischen 16,60 USD und 17 USD liegen wird. Im Vorjahr betrug er noch 13,83 USD. Mit einem solchen Wachstum sollte Biogen Idec mindestens auf dem Radarschirm der Investoren sein.

Leo Sun:

Die Aktien von Regeneron Pharmaceuticals (NASDAQ:REGN) (FRA:RGO) sind in den letzten fünf Jahren um fast 1500% in die Höhe geschnellt. Dies lag an der Genehmigung seines verkaufsstarken Augenmedikaments Eylea durch die FDA im Jahre 2011. In den USA vermarktet Regeneron Eyela selbst, Bayer hat die internationale Vermarktung übernommen.

Regeneron erwartet von Eylea in den USA einen Nettoumsatz zwischen 1,7 Milliarden USD und 1,74 Milliarden USD bis Ende 2014. Dies wäre ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr um 20,6% bis 23,4%. Weltweit generierte Eylea 2013 1,88 Milliarden Umsatz. Analysten von PropThink glauben, dass die Zahlen sogar 4 Milliarden USD sprengen könnten.

Da Eylea im dritten Quartal 75% des Umsatzes von Regeneron ausgemacht hat, konzentrieren sich die meisten Investoren auf die Zukunft des Medikaments. Aber das Wachstum von Eyela ist nicht der einzige Grund, warum man Regeneron halten sollte. Regeneron entwickelt zusammen mit Sanofi vollständig monoklonale Antikörper. Davon sind drei in einer mittleren bzw. fortgeschrittenen Phase der Erprobung: Alirocumab (ein PCSK9-Medikament für Cholesterol), Sarilumab (rheumatische Arthritis) und Dupilumab (allergische Erkrankungen). Wenn diese Mittel genehmigt werden, erwartet die Börse, dass jedes dieser Medikamente zwischen 2 Milliarden und 3 Milliarden an Umsatz erzielt.

Die Aktie von Regeneron ist nicht billig, mit einem schleppenden Kurs-Gewinnverhältnis von 139 bleibt es in naher Zukunft stark von Eylea abhängig. Ich glaube aber, dass die Partnerschaft zwischen Regeneron mit Sanofi dem Unternehmen hilft, seinen Umsatz zu diversifizieren und in den kommenden Jahren sein volles Wachstumspotenzial auszuschöpfen.

Cheryl Swanson:

Was einst langweilig war, wird in der Biotechbranche gerade sehr interessant. Damit meine ich hauptsächlich den Biotechgiganten Amgen Inc. (NASDAQ:AMGN) (FRA:AMG) (ETR:AMG). Amgen ist laut Management am “Scheitelpunkt eines neuen Produktzyklus”. Wenn alles so läuft wie erwartet, dürfte das Unternehmen seine lange Dürre mit vier neuen Produkten auf dem Markt durchbrechen. Im Vergleich dazu gab es letztes Jahr nur eine einzige magere Produkteinführung.

Im operativen Geschäft hat die Umstrukturierung von Amgen 300 Millionen USD Kosten eingespart. Das Ziel sind laut The Wall Street Journal 1,5 Milliarden USD pro Jahr bis 2018. Die Ersparnisse sind für neue Produkte vorgesehen, aber das Unternehmen plant auch, die Zahlungen an die Aktionäre durch Dividenden und Aktienrückkäufe zu erhöhen.

Was die Pipeline angeht, so werden Corlanor für chronische Herzleiden sowie ein Medikament gegen metastatische Melanome getestet. Hinzu kommen ein Hautkrebsmedikament mit dem Namen Talimogene und eine Erweiterung der Anwendungen, für die Kyprolis eingesetzt werden kann. Krypolis ist die Krebsbehandlung, die das Herz der zehn Milliarden USD schweren Übernahme von Onyx Pharmaceuticals durch Amgen ausmacht.

Aber die größte Neuigkeit ist Amgens neues, revolutionäres cholesterinsenkendes Medikament Repatha. Trotz des harten Wettbewerbs durch Sanofi/Regeneron, die ein ähnliches Medikament anbieten, könnte Repatha leicht 5 Milliarden USD Umsatz erzielen.

Und zu guter Letzt gibt es noch das erst kürzlich zugelassene Blincyto. Amgen verpasste diesem Medikament gegen Leukämie einen unfassbaren Preis von 178.000 USD. Blincyto könnte mit diesem Preis Umsätze von 400 Millionen USD erzielen und mit einer Ausweitung der Anwendungsgebiete könnte sich das Mittel in einen Verkaufsschlager verwandeln.

Im Vergleich zu der nicht so inspirierenden Vorhersage von Gilead Sciences wiederholte Amgen seine Vorhersage für 2015. Die Börse war enttäuscht, dass Amgen die Latte nicht höher gehängt hatte und die Aktie sank. Dieser Preisrückgang sieht für mich wie eine Kaufgelegenheit aus und ich bereite mich darauf vor, loszulegen. Das Unternehmen hat eine Tradition, zu wenig zu versprechen und mehr zu erreichen und Amgens Zukunft sieht blendend aus.

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The Motley Fool empfiehlt Gilead Sciences. The Motley Fool besitzt Akien von Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von The Motley Fool-Autoren auf Englisch verfasst und am 12.02.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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