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Hier liest du, was der größte Hedgefonds der Welt verkauft hat

Foto: Wikimedia, New York Public Library

Jedes Quartal müssen viele Geldmanager in einem Formular namens Form 13F offenlegen, was sie gekauft und verkauft haben. Die neusten Bewegungen können ein Hinweis auf kluge Aktienkäufe sein.

Heute schauen wir uns Bridgewater Associates an. Dies ist einer der größten Hedgefonds der Welt. Bridgewater wurde von Ray Dalio gegründet, der sich auf makroökonomische Faktoren konzentriert, wenn er seine Investitionsentscheidungen trifft. Diese Faktoren umfassen Inflation, Wechselkurse und das Wachstum des BIP. Ray Dalio ist ziemlich begabt, wie die Größe von Bridgewater zeigt – der Wert des veröffentlichten Aktienportfolios belief sich Ende 2015 auf 12,5 Milliarden USD.

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Obwohl es schwer sein kann, vielversprechende Möglichkeiten zu finden, wo man sein Geld parken kann, wenn man so viele Milliarden hat, die man investieren möchte, hat Bridgewater dieses Problem teilweise mit Indexfonds gelöst. Gegenwärtig liegen 36% seines veröffentlichten Aktienwertes im Vanguard Emerging Markets Stock ETF, 27% im S&P 500 SDPR ETF und 26% im iShares MSCI Emerging Markets Index ETF. Was sagt uns nun das 13F-Formular? Nun, es wurden ein paar interessante Verkäufe gemacht. Unten sind drei Aktien, die verkauft wurden.

Quelle: Boeing

Quelle: Boeing

1. Boeing Co (NYSE:BA) (FRA:BCO) Boeing hat seine Aktionäre sehr gut behandelt. Die Aktien stiegen im letzten Jahr um 22%. In den vergangenen fünf Jahren lag der durchschnittliche Zuwachs ebenfalls bei 22% jährlich. Dank dieser Entwicklung haben manche Investoren Sorgen, dass es Zeit für eine Verschnaufpause ist. Der Umsatz und der Gewinn pro Aktie (EPS) wuchsen im Schnitt um 6% bzw. 12% in den letzten zehn Jahren. Dies ist recht solide und spiegelt die steigende Effizienz wieder.

Boeing wurde von teuren Verspätungen und Problemen mit seinem neuen, sparsamen Dreamliner 787 geplagt. Diese liegen aber endlich hinter uns und pro Monat werden 10 Flugzeuge davon gebaut. In naher Zukunft soll die Leistung auf 12 steigen. Das Flugzeug verkauft sich gut, es wurden mehr als 800 Stück bestellt. Der Gesamtwert in den Auftragsbüchern erreicht 440 Milliarden USD. Dies ist genug, um das Unternehmen für Jahre auszulasten. In der Zwischenzeit baut es seine Pensionsverpflichtungen ab, die ebenfalls sehr teuer waren, und die Gewinnmargen und der Free Cashflow wachsen. Auf der anderen Seite befürchten manche, dass die fallenden Kerosinpreise auch die Nachfrage nach kerosinsparenden Flugzeugen sinken lässt.

Die Aktie von Boeing mag vielleicht nicht gerade billig sein, aber sie ist langfristig vielversprechend, zudem bietet sie eine Dividende, deren Rendite zuletzt bei 2,4% lag.

Quelle: Jeepers Media unter Creative Commons license

2. Coca-Cola Co (NYSE:KO) (FRA:CCC3) Es ist leichter, sich vorzustellen, warum Bridgewater seine Anteile von Coca Cola verkaufen will. Ich sage dies, weil der Getränkekonzern in den letzten Jahren Schwierigkeiten hatte. Der Geschmack der Kunden verschob sich etwas von Limonaden hin zu stillen Getränken, wie Wasser, Tee, Kaffee, Saft und Energiedrinks.

Es wird allerdings auch nicht vernachlässigt, dass Coca Cola Dasani Water besitzt und große Investitionen in Monster Beverage und Keurig Green Mountain vorgenommen hat. Es kann seine leistungsfähigen Verkaufsnetzwerke einsetzen, um die Reichweite dieser Unternehmen auszudehnen. Weiterer Gegenwind für das Unternehmen kommt allerdings von dem starken Dollar. 80% der Umsätze werden außerhalb der USA erwirtschaftet und Coca Cola verdient dort sein Geld in anderen Währungen. Bei einem starken Dollar führt das dazu, dass nach dem Umtausch weniger Dollars im Portemonnaie ankommen.

Coca Cola veröffentlichte kürzlich seine Ergebnisse des vierten Quartals und des Gesamtjahres. Dabei wurde deutlich, dass das Verkaufsvolumen nur um 2% gewachsen ist. Der Nettoumsatz sank hingegen um 2% und der Nettogewinn um ganze 17%. In den letzten Jahren sanken die Gewinnmargen ebenfalls.

Ein Pluspunkt für Coca Cola-Enthusiasten ist, dass seine Dividende kürzlich 2,9% einbrachte und im Februar um 8% stieg. Der Free Cashflow ist stabil und wächst, er übertrifft 8 Milliarden USD pro Jahr. Coca Cola ist zumindest ein Unternehmen, welches ein langfristiges Einkommen erzielt. Dies liegt an den Dividenden und an dem geringen Ansehen, welches die Aktie im Moment genießt. Dank seiner großen Barreserven kann das Unternehmen sein Vermögen durch Investitionen, Partnerschaften und Zukäufe steigern. Ein interessantes neues Angebot ist zum Beispiel Milch – eine neue, laktosefreie Premium-Milch, die unter der Marke Fairlife läuft. Du solltest Coke nicht abschreiben – die Zahl seiner Marken mit einer Milliardenbewertung stieg von 17 auf 20.

Quelle: eBay

3. eBay Inc (NASDAQ:EBAY) (FRA:EBA) (ETR:EBA) eBay macht gerade einen Wandel durch, und spaltet sein lukratives PayPal ab. PayPals Zukunft sieht rosig aus, da der E-Commerce stetig wächst und elektronische Zahlverfahren boomen. Ohne PayPal sehen manche den verbleibenden Online-Marktplatz als Buy-out-Objekt. Das Unternehmen hat daran gearbeitet, den Marktplatz über mehr Festpreisverkäufe, verbesserte Technologie und Lieferung, verbesserte Mobile-Anwendungen und das Abzielen auf mehr und größere Verkäufer auszubauen. eBay könnte auch seine Enterprise-Sparte abspalten, da hier nur wenige Synergien mit dem Onlinemarktplatz bestehen.

Bridgewater hat seine Aktien vielleicht deshalb verkauft, weil die Unsicherheit über eBays Zukunft zunimmt. Das Unternehmen legte kürzlich seine Ergebnisse des vierten Quartals vor, die ein blasses Umsatzwachstum in dem Marktplatz zeigten. Dies lag unter anderem an dem niedrigeren Traffic und dem starken Dollar. PayPal hingegen war stark und stieg um 18%.

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The Motley Fool empfiehlt Coca-Cola, eBay, Keurig Green Mountain und Monster Beverage. The Motley Fool besitzt Aktien von eBay und Monster Beverage und hat die folgenden Optionen: Long Calls für Coca-Cola Januar 2016 $37 und Short Puts für Coca-Cola Januar 2016 $37.

Dieser Artikel wurde von Selena Maranjian auf Englisch verfasst und am 04.03.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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