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Warum hat dieser Milliardär weitere 5 Millionen Aktien von Fannie Mae und Freddi Mac gekauft?

Foto: Flickr-Nutzer Alan Cleaver

Laut dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht von Fairholme Funds, das Bruce Berkowitz gehört, stieg die Zahl der Aktien, die das Unternehmen an Fannie Mae (NASDAQOTCBB:FNMA) und Freddie Mac (NASDAQOTCBB:FMCC) hält im Laufe des Jahrs 2014 deutlich.

Warum weitet Berkowitz seine Wette darauf aus, dass die Investoren von Fannie und Freddie irgendwann wieder an den Gewinnen der beiden Agenturen teilhaben dürfen?

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Wie sehr wettet Fairholme auf Fannie und Freddie?

Laut dem Jahresbericht von Fairholme besaß der Fonds Ende November 2014 15,5 Millionen Aktien von Fannie Mae und 14,6 Millionen von Freddie Mac. Dies zeigt einen deutlichen Anstieg um insgesamt fast fünf Millionen Stück von 13,7 Millionen Aktien von Fannie und 11,5 Millionen von Freddie, die der Fonds im November 2013 besaß.

Trotz des Anstiegs der Zahl der Aktien, die der Fonds besitzt, sank der Wert der Investition in die beiden Agenturen signifikant. Am 30. November 2013 belief sich der Wert der Aktien für beide Agenturen zusammen auf 111 Millionen USD. Zum Zeitpunkt, in dem der Artikel geschrieben wurde, sank der Wert trotz der hinzugekommenen Millionen Aktien auf nur 68,2 Millionen USD.

Risiko und Belohnung

Der Grund, warum Fairholme (oder irgendjemand anderes) in Fannie und Freddie investiert, ist, dass es darauf hofft, später massive Auszahlungen zu erhalten. Die Investoren glauben, dass die gegenwärtigen Aktienpreise für das Risiko-Gewinnverhältnis angemessen sind.

Im Falle von Fannie und Freddie hängt der Erfolg von dem Ausgang einer großen Klage gegen die Regierung ab. Die Regierung entschied einseitig, dass 100% der Gewinne an den US-Fiskus gehen, sobald die Unternehmen wieder profitabel arbeiten. Dies ist als Dividende für die Finanzspritze während der Finanzkrise gedacht.

Die Aktionäre argumentieren nun, dass sie die Gelegenheit ergriffen haben, indem Sie Aktien kauften, als es den Agenturen schlecht ging. Da Freddie und Fannie wieder in der Gewinnzone sind, sollten die Investoren nicht auch an den Einnahmen beteiligt werden?

Obwohl man gegen diese Logik nur schwer argumentieren kann, hat ein Richter bereits zugunsten der Regierung geurteilt und verschiedene Klagen durch die Aktionäre abgewiesen. Manche andere Klagen sind noch in der Schwebe, aber es ist definitiv ein Kampf aus der Defensive heraus. Die Shareholder sollten damit rechnen, dass die Erträge aus den Investitionen erst in mehreren Jahren fließen.

Berkowitz ist nicht der Einzige, der daran glaubt, dass irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft ein großer Zahltag für Investoren von Fannie und Freddie ansteht. Hedgefonds-Kollege Bill Ackmann, der größter Anteilseigner von Fannie und Freddies Aktien ist, erklärte während einer Präsentation, wie die Aktien zwischen 23 USD und 47 USD wert sein könnten, wenn die Unternehmen wieder an die Aktionäre zurückgegeben werden würden. Er sagte außerdem, dass die Einwilligung der Regierung zu zusätzlichen 600 Milliarden USD für den Fiskus führen könnte. Im Vergleich dazu hat die Regierung bisher 225 Milliarden USD in Form von „Dividenden“ durch die beiden Unternehmen eingesammelt. Dies sind 37 Milliarden mehr als für die Rettung ursprünglich eingesetzt wurden.

Immer noch ein Lottoschein, aber ein günstiger

Meiner Meinung nach ist einer der Hauptgründe, warum Berkowitz mehr Aktien von Fannie und Freddie gekauft hat, die Durchschnittskosten pro Aktie zu senken. Dies ist in der Tat in den meisten Fällen eine ziemlich solide Investitionsstrategie, solange die Gründe, warum man die Aktie überhaupt gekauft hatte, noch gelten. Ein Fall des Aktienpreises sollte dann als Gelegenheit angesehen werden.

Im Falle von Fannie und Freddie muss man sich allerdings bewusst sein, wie viel Risiko (wenn auch ein kalkuliertes) Berkowitz eingeht. Die Chancen stehen gegen die Aktionäre von GES und die Aktienpreise werden eher gen null gehen, als riesige Gewinne einzufahren. Ein Richter hat bereits eine Art Präzedenzfall geschaffen, indem er verschiedene Klagen der Aktionäre nicht zugelassen hat und im Kongress gibt es Bestrebungen, die Agenturen komplett zu eliminieren.

Berkowitz geht immer noch ein Risiko ein, wenn er in Fannie und Freddie investiert. Es ist nun allerdings ein etwas preiswerteres Risiko.

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The Motley Fool besitzt keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 15.02.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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