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Tesla für 75 Mrd USD an Apple? Auf keinen Fall

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Jason Calacanis bezeichnet sich selber als „Angel-Investor, Unternehmer, Konferenzsprecher und Podcaster“. Ihm zufolge will Apple (NASDAQ:APPL) (FRA:APC) 75 Milliarden USD in die Hand nehmen und dafür binnen eineinhalb Jahren Tesla Motors (NASDAQ:TSLA) kaufen. Er gibt dafür eine ganze Reihe an Gründen an. Sein Hauptargument: Sobald das Tesla Model 3 ausgeliefert wird, würde „der Marktwert von Tesla derart steigen, dass Apple das Unternehmen nicht akquirieren könnte, sondern fusionieren müsste.“

Mit anderen Worten: Calacanis erwartet einen gigantischen Wertanstieg von Tesla, und zwar sobald das erschwinglichere Model 3 auf den Markt kommt. Die Marktkapitalisierung würde dann weit über dem liegen, was Apple locker machen könnte – allerdings nur, wenn man davon ausgeht, dass Apple überhaupt an Tesla interessiert ist.

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Und das klingt für mich eigentlich nicht sehr wahrscheinlich.

Tesla ist schon reichlich gut bewertet

Die erste logische Schwäche von Calacanis’ Annahme besteht darin, dass Teslas Bewertung und Finanzen durch die Decke gehen, sobald das Unternehmen ein relativ erschwingliches elektrisches Modell in großer Baureihe auf den Markt bringt. Ich aber denke, dass die derzeitige Marktbewertung von 25 Milliarden USD bereits die hohen Erwartungen der Investoren berücksichtigt.

Um das mal in die richtige Perspektive zu rücken: Die erwarteten Umsätze von Ford für 2015 – und bedenke, dass Ford im Autosegment bereits großen Fabrikationsoutput und Mainstream-Geschmack trifft – werden mit 143,7 Milliarden USD geschätzt. Die Marktkapitalisierung steht derzeit bei 64 Milliarden USD. Tesla wird also bei 39% von Fords Marktkapitalisierung gehandelt, obwohl der neue Autohersteller nur 4% von Fords Umsatz von 2015 generieren soll. Selbstverständlich ist bei Tesla ein viel größeres Wachstum möglich, und selbstverständlich handelt es sich um ein attraktiveres, neues Unternehmen, deshalb stört es mich nicht, dass die Bewertung höher ausfällt. Das Problem ist nur, denke ich, dass die jetzige Bewertung schon jede Menge Vorschusslorbeeren enthält.

Wenn oder falls Tesla dann mehr Output schafft und seinen Umsatz erhöhen kann, werden sich die Finanzen verbessern. Allerdings bin ich nicht davon überzeugt, dass jene Größenordnung erreicht wird, die Calacanis prognostiziert.

Apple wäre besser beraten, die eigenen Aktien zu kaufen

Wenn Apple jetzt tatsächlich 75 Milliarden USD für Tesla ausgeben wollte (und das wäre das Dreifache der jetzigen Marktkapitalisierung), dann ist höchst schleierhaft, wann diese Investition sich als Gewinn bezahlt machen könnte. Tesla hat selber zugegeben, dass man nicht erwartet, auf GAAP-Basis vor 2020 Profite zu erwirtschaften.

Dieses Szenario würde bedeuten, dass Apple fünf Jahre warten müsste, bevor auch nur ein einziger Cent Profit sichtbar wird. Und Teslas Betriebskosten könnten Apple sogar noch runterziehen. Denn wenn Apple Tesla besitzt und Tesla Geld verliert, dann werden damit direkt Apples Finanzen angegriffen.

Außerdem müsste Apple Tesla entweder mit Geld aus den USA oder mit Aktien bezahlen. Das würde bedeutet, dass das Tech-Unternehmen weitere Aktien auf den Markt werfen müsste, und das würde die vorherigen Aktienrückkäufe zunichte machen – oder man müsste Schulden anhäufen, und die müssten mit Zinsen bezahlt werden. Andererseits könnte Apple auch sein Cash aus anderen Ländern zurück in die USA führen und darauf jede Menge Steuern zahlen – die wohl am wenigsten wahrscheinliche Variante.

Wenn Apple also tatsächlich unbedingt 75 Milliarden USD für etwas ausgeben wollte, wäre es für das Unternehmen am sinnvollsten weitere Aktienrückkäufe zu tätigen. Damit würde Apple die Anzahl der handelbaren Aktien verringern und damit unmittelbar die Aktienrendite anheben. Und das wäre meiner Meinung nach ein schnellerer und einfacherer Weg, an Wert zuzulegen, als jede Menge Cash für Tesla auszugeben.

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The Motley Fool empfiehlt Apple, Ford und Tesla Motors. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Ford und Tesla Motors. Dieser Artikel wurde am 21.2.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde von Alexander Langer übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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