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Baidu will, dass du diese 5 Dinge weißt

Foto: The Motley Fool

Mitte Februar hat der chinesische Suchmaschinen-Gigant Baidu (NASDAQ:BIDU) (ETR:B1C) seine Einnahmen verkündet, die die Wall Street so gar nicht beeindruckten. Nach der Kundgabe sind die Aktien um bis zu 7% in den Keller gefallen, da das Unternehmen die Prognosen um einiges verfehlte und eine Umsatzprognose für das Q1 ebenfalls unter den Erwartungen bekannt gab.

Wenn man aber einmal einen genaueren Blick wagt, dann gibt es noch immer einiges, bei dem Freude aufkommen sollte. Hier findest du 5 Infos von der Konferenz, die du als Investor wissen solltest – und die du nicht unbedingt in den Überschriften gefunden hast.

An der schwachen Umsatzprognose ist nicht die schwächelnde chinesische Wirtschaft Schuld – sondern ein großer Feiertag

Viele waren davon überrascht, dass Baidu lediglich 2,07 Milliarden USD als Umsatzbetrag für das erste Quartal angab. Obwohl das ein Wachstum von immerhin 35% bedeuten würde, hatten die Analysten doch mehr erwartet. Baidus CFO Jennifer Li erklärt den Grund dafür: „Es handelt sich bei der Prognose um einen jehreszeitlichen Faktor. Das chinesische Neujahrsfest fällt genau in die Mitte des Quartals. Mobile Kanäle werden deswegen natürlich besonders stark sein. Die Monetarisierung ist mobil natürlich nicht so stark wie die PC-Version. Diese Tatsache reflektieren wir in unserer Prognose.“

Mit anderen Worten: Während der Festtage wird Mobile außerordentlich gut genutzt, allerdings steckt dort die Monetarisierung noch in den Kinderschuhen.

Mobile? Das ist jetzt die Haupttriebfeder für den Umsatz

Baidu hat in den letzten beiden Jahren eine große Wandlung durchgemacht – von PC- und Desktop-Suchen hin zu vorrangig mobilen Anfragen. Und darin war das Unternehmen auch recht erfolgreich. Vorstandsmitglied und CEO Robin Li: „Im Dezember konnten wir zum ersten Mal verzeichnen, dass mehr Suchanfragen über mobile Kanäle als über PCs reinkamen.“ Das ist für die Zukunft des Unternehmens natürlich ein zentraler Punkt.

Den Service allgegenwärtig machen

Da der Übergang zu mobile bereits erfolgreich verlief, ist Baidu jetzt dabei, den Service unabhängig vom Standort des Nutzers zu perfektionieren. Baidu plant ein ortsunabhängiges, gobales Log-In – so wie es schon Google (NASDAQ:GOOGL) (NASDAQ:GOOG) (ETR:GGQ7) vor ihnen getan haben.

Li dazu: „Wir haben unsere Bemühungen vor allem darauf konzentriert, Baidus universellen Log-In zu stärken. Im vierten Quartal haben sich monatlich 180 Millionen User in Baidu-Services eingeloggt, darunter Search, Postbar, Nuomi, Baidu Wallet sowie den persönlichen Cloud Speicher. Das ist ein Anstieg gegenüber den 95 Millionenn Nutzern im Q4 2013.“

In nur einem Jahr gelang in diesem Bereich also ein Nutzer-Anstieg von 90%. Das sorgt nicht nur für eine verbesserte Erfahrung bei den Nutzern, sondern bietet Baidu auch ausführlich Gelegenheit, über die Nutzungsgewohnheiten seiner Mitglieder Informationen zu sammeln – um somit den Service noch gezielter zu verbessern. Ein absolut gelungenes Beispiel von Tugendkreis.

Der Log-In wird den nächsten Schritt für Baidu noch einfacher gestalten

Der universelle Log-In ist eine feine Sache – aber natürlich nicht einfach Selbstzweck. Stattdessen wird sich das Management darauf konzentrieren, sogenannte closed-loop transactions zu schaffen. Auf der Konferenz erklärte Li: „Der nächste Schritt bei Baidu besteht darin, Menschen mit Diensten zu verbinden und direkte Transaktionen zu ermöglichen. Das Internet hat die Info- und Medienlandschaft verändert. Die nächste, noch größere Möglichkeit besteht in der Veränderung der Dienstleistungsindustrie.“

Stell es dir so vor: Wenn du in China bist und Tickets für eine Sportveranstaltung besorgen willst, würdest du normalerweise per Baidu den Spielplan des Teams suchen und dann über die Website des Teams die Tickets kaufen.

Baidus Ziel ist es, dass du direkt auf der Plattform die Tickets kaufen kannst. Auch Unternehmen würden davon profitieren, weil eine weitere Barriere damit fällt (der Klicken auf die eigene Website), während Baidu noch feinere Informationen darüber bekommt, wie effektiv ihre Werbeplattform ist.

Man wird weiter stark investieren

Einige der düstereren Nachrichten – zumindest für kurzzeitige Anleger – bestanden darin, dass Li verlauten ließ, dass man auch in 2015 weiter viel Geld in die Hand nehmen würde. „Wir werden im gesamten Jahr 2015 weiter aggressiv Geld in Sales und Marketing investieren, damit wir unsere Schlüssel-Services und das closed-loop-Angebot ausbauen.“

Es ist klar, dass die closed-loop Angebote für Baidu wie auch für die Werbepartner attraktiv sind. Langzeitinvestoren müssen willens sein, den Aufbau dieser Infrastruktur mitzumachen, wenn sie am Ende die Früchte ihrer Geduld einfahren wollen. Und wenn man sich einmal Baidus Bilanz ansieht, dann ist das klug investiertes Geld.

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The Motley Fool empfiehlt Baidu, Google (A Aktien) und Google (C Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Baidu, Google (A Aktien) und Google (C Aktien). Dieser Artikel erschien am 19.2.2015 auf Fool.com. Er wurde von Alexander Langer übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilhaben können.

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