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Ein unglaubliches Diagramm, das den Zauber von Apples Aktienrückkaufprogramm zeigt

Foto: Apple

Unter manchen Umständen können Aktienrückkaufprogramme eine ziemlich schlechte Sache sein. Es gibt daran zwei Kritikpunkte. Sie können daran scheitern, die Verwässerung durch Mitarbeiterbeteiligung auszugleichen oder sie können zum völlig falschen Zeitpunkt kommen.

Apples (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) Aktienrückkaufprogramm jedoch ist ein unvergleichlicher Erfolg, der den Aktionären seit dem Start extrem zugutegekommen ist.

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Der beste Absturz

Um zu sehen, wie ein Aktienrückkaufprogramm die im Umlauf befindlichen Aktien beeinflusst, brauchst du dir bloß das Diagramm anzuschauen. In diesem Fall ist der Absturz des Graphen eine gute Sache für die Investoren.

AAPL-Aktien im Umflauf, Daten von YCharts

AAPL-Aktien im Umflauf, Daten von YCharts

Wenn Unternehmen ihre Aktienrückkaufprogramme laut bewerben, aber die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien gar nicht sinkt, dann ist das nur heiße Luft. Rückkäufe sind für Shareholder nur dann sinnvoll, wenn sie die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien verringern und so zum Einnahmenwachstum beitragen.

In nur etwas mehr als zwei Jahren hat Apple seine gesamten im Umlauf befindlichen Aktien um 12% reduziert. Damit sank die Zahl der Aktien auf ein Niveau, welches in den letzten zehn Jahren nicht erreicht wurde. Die Folge war, dass das Wachstum des Gewinns pro Aktie in den letzten Quartalen über dem Wachstum des Nettogewinns des Unternehmens lag. Das Wachstum des Gewinns pro Aktie stieg um 48% und übertraf damit locker das Gewinnwachstum von 39%.

Bis heute hat Apple knapp 73 Milliarden für den Rückkauf von Aktien ausgegeben. Dies ist eine unglaubliche Summe, die die Marktkapitalisierung der meisten Unternehmen übertrifft. So viel Geld für den Rückkauf auszugeben, reduziert die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien enorm.

Apple ist billig

Infolge des letzten Quartals steigt Apple immer weiter in bisher unerforschte Regionen auf. Dabei erreicht es neue Höhen und es ist das erste Unternehmen, welches eine Marktkapitalisierung von mehr als 700 Milliarden USD hat. Wenn Apple nicht so aggressiv Aktien zurückgekauft hätte, läge sie heute bei 810 Milliarden USD.

Man muss nicht extra betonen, dass das Timing von Apples Rückkaufprogramm ziemlich erfolgreich war. Das Unternehmen hat 2013 sehr auf sich selbst gewettet und ist seit Langem sehr billig, wenn man nach verschiedenen traditionellen Wertmetriken geht. (Selbst heute ist Apple billiger als der S&P 500.) Daher schien es eine leichte Entscheidung für das Management zu sein, das Programm zu starten.

Das vielleicht am schlechtesten getimte Rückkaufprogramm in der kürzeren Vergangenheit war das von Netflix 2011. Damals kaufte der Onlinestreaming-Dienst Aktien für 221 USD pro Stück zurück, nur um sich um 180° zu drehen und diese institutionellen Investoren für 70 USD zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Netflix mit dem 70-Fachen des Gewinns gehandelt. Es ist daher fraglich, wie vernünftig dieser Rückkauf war. Die Aktien liegen jetzt bei 450 USD und alles scheint vergessen. Aber mit dem schlecht getimten Rückkauf hat Netflix eine ganze Menge Shareholder-Value zerstört.

Bisher hat das Rückkaufprogramm von Apple den Investoren sehr genützt. Dies lag an seiner schieren Größe und den Wachstumseffekten. Das Timing durch das Unternehmen war ebenfalls glücklich, indem es die lang anhaltende Delle genutzt hat, um in sich selbst zu investieren.

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The Motley Fool empfiehlt Apple und Netflix. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple and Netflix.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 16.02.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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