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BASF Aktie oder K+S Aktie: Welcher DAX Konzern ist heute der bessere Kauf?

Foto: Wikimedia Commons, tpsdave

Manchmal steht man als Anleger vor einer schweren Wahl. Zum Beispiel wenn man viele Unternehmen findet, die eine rosige Zukunft zu haben scheinen und man entscheiden muss, welche man kauft.

Ist die Wahl zwischen BASF (ETR:BAS) (FRA:BAS) und K+S AG (ETR:SDF) (FRA:SDF) eine solche? Heute haben wir zwei Fool.de Analysten – John Bromels und Bernd Schmid –, die ihre Argumente für jeweils eine der beiden Seiten darlegen.

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Welche Aktie wird gewinnen?

John Bromels (BASF)

BASF und K + S sind zwei ganz unterschiedliche Unternehmen und in vielerlei Hinsicht ist der Versuch sie beide zu vergleichen, wie der Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Aber ich glaube, dass die BASF-Aktie derzeit der bessere Kauf ist, auch nach ihrer bereits starken Leistung in 2015 (zu Börsenschluss am 25.2 lag sie 27,6 % höher als zu Jahresbeginn).

Einer meiner Hauptgründe ist die Dividende. Als weltweit größtes Chemieunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 78,2 Milliarden Euro ist BASF ein Unternehmen, dessen Tage mit schnellem Wachstum hinter uns liegen. Aber es belohnt derzeit seine Investoren mit einer Dividendenrendite von rund 3,2 %. Im Vergleich dazu liegt die Dividendenrendite von K+S bei armseligen 0,9 % (Hinweis: der Aktienkurs von K + S ist über das bisherige Jahr gesehen ebenfalls um 28,8 % gestiegen)!

Ich bin besorgt über die Aussichten am Kali-Markt, in dem K + S ist ein wichtiger Akteur ist – das Unternehmen ist der größte Anbieter von Kali-Dünger in Europa. Während der Verbrauch von Kali im Weltmarkt in den letzten Jahren zugenommen hat – was gut für K + S zu sein scheint – haben mehrere Kali-Produzenten versucht durch Produktionserhöhen Marktanteile zu ergreifen. Viele Analysten sehen einen Preiskrieg am Horizont, einschließlich Oleg Petropavlovskiy von der BCS Financial Group, der seine langfristige Prognose für den Kalipreis im Jahr 2018 vor kurzem um 15 % auf 340 US Dollar je Tonne kürzte. „Der wirkliche Preiskrieg hat bereits begonnen,“ sagte er.

In der Zwischenzeit ist BASF bereits 1973 aus dem Kaligeschäft ausgesteigen, als es seine Kalisparte an K + S verkaufte. Es steckt jedoch in einem Dutzend anderer Sektoren, einschließlich Kunststoffe, Lacke, Pigmente, Pestizide, Biotech und Öl und Gas. Es ist ehrlich gesagt so gestreut, dass eine Schwäche in einem Sektor den Gesamtzustand des Unternehmens nicht gefährdet — wie wir erst kürzlich wieder gesehen haben, als die Aktie trotz der schwachen Ölpreise stieg.

Ich erwarte, dass BASF seine starke Leistung – und die starke Dividende – für die absehbare Zukunft weiterhin fortsetzt.

Bernd Schmid (K+S)

Außer der starken Leistung an der Börse bisher in 2015 muss ich John zustimmen – BASF und K+S kann man nicht miteinander Vergleichen. BASF ist sehr breit aufgestellt, in einer ganzen Menge Sektoren unterwegs und sehr groß. K+S hat eine Marktkapitalisierung, die nicht einmal 10 % der von BASF entspricht und ist sehr fokussiert, auf die Kali- und Salzmärkte. Dort aber spielt es eine wichtige Rolle und die langfristigen Wachstumsaussichten machen K+S für mich zu einem attraktiveren Investment als BASF.

Zugegeben, K+S hatte in den letzten Jahren mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Das Unternehmen hat sich durch Ver- und Zukäufe nun ganz auf das Kali und Salz Geschäft fokussiert. Außerdem wurde eine erhebliche Investition in ein Kalibergwerk in Kanada getätigt, das 2016 in Betrieb genommen werden soll. Die Dividende wurde gekürzt, um einen Teil der Investition aufzubringen. Auf dann zum Teil stark fallende Kalipreise reagierte das Unternehmen mit einem Kostensenkungsprogramm.

Dieses läuft allerdings nach Plan und soll die Effizienz des Unternehmens mittelfristig noch mehr steigern. Langfristig will sich laut UN eine stark ansteigende Weltbevölkerung mit durchschnittlich mehr Proteinen ernähren. Da Agrarflächen für die Produktion proteinreicher Lebensmittel und anderer Nahrungsmittel nicht in selben Maße wachsen sollen, rechne ich damit, dass die Nachfrage nach Kalidünger – als Lieferanten eines der wichtigsten Nährstoffe für Pflanzen – langfristig kontinuierlich steigen wird. K+S ist hervorragend aufgestellt, um von diesem Megatrend zu profitieren.

Auf kurze Sicht gesehen könnten die Zahlen von K+S eventuell noch stagnieren. Allerdings scheint der Kalimarkt bereits Mitte des letzten Jahres bei rund 300 US Dollar je Tonne an seinem Tiefpunkt angekommen zu sein und sich langsam zu erholen. Die gesteigerte Kapazität ab 2016 dürfte K+S daher einen kräftigen Schub geben.

Auch die Kürzung der Dividende sehe ich als ein positives Signal. Denn damit hat das Management bewiesen, dass es das ihm zur Verfügung stehende Kapital in langfristiges Wachstum anlegt, anstatt Investoren nur mit einer stabilen Dividende zufrieden zu stellen. Aber das soll nur ein temporäres Mittel gewesen sein, die Wiedererhöhung der Dividende – sobald die gegenwärtigen Investitionen getätigt worden sind – auf zwischen 40 und 50 % des Gewinns ist geplant. Und der Cashflow des Unternehmens ist stark genug, diese locker zu stemmen.

Damit bin ich zuversichtlich, dass K+S sehr gut positioniert ist, seinen „Konkurrenten“ im DAX langfristig zu übertrumpfen – nicht zuletzt Dank seines Fokus und seiner wesentlich geringeren Größe.

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Bernd Schmid besitzt Aktien von K+S. Matt Koppenheffer und John Bromels besitzen keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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