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Aktien im Rückblick: Bist du zuversichtlich? Und: Warum Lufthansa und QSC diese Woche floppten

Mir wurde als Jugendlicher immer gesagt, dass man selbstbewusst aussehen muss, um selbstbewusst zu sein. Es hat für mich im Gymnasium zwar nicht funktioniert, aber zumindest die Deutschen schauen derzeit zuversichtlich aus und sie sind auch zuversichtlich.

Am Montag kündigte das Ifo-Institut an, dass sein Geschäftsklimaindex – ein wichtiger Indikator für das Vertrauen deutscher Unternehmer –sich im Februar den vierten Monat in Folge verbesserte, was nach kontinuierlichem Wirtschaftswachstum klingt.

Auch die Verbraucherstimmung ist auf dem Vormarsch. Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK erreichte sie im März einen Wert von 9,7: Der höchste seit Oktober 2001. Das GfK sagte, dass „Trotz der anhaltenden Krise in der Ostukraine und der Unsicherheit darüber, ob Griechenland in der Eurozone bleibt, bleiben die Deutschen zuversichtlich, dass die Wirtschaft klar auf Wachstumskurs ist.”

Und sie haben gute Gründe dafür. Am Donnerstag kündigte der Bundesagentur für Arbeit an, dass die Arbeitslosenzahl im Februar um etwa 20.000 sank: Doppelt so viel, wie das was Wirtschaftswissenschaftler vorhersagten. Und nach den am Dienstag erschienen Angaben des Statistischen Bundesamts waren sowohl die stärkere Binnennachfrage als auch der Außenhandel wichtige Motoren für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im vierten Quartal.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich fühle mich ziemlich sicher, mein Geld in Deutschland zu investieren.

Die Großen Indizes

Größer war in dieser Woche bisher besser – die large-Cap Indizes zeigten die größten Gewinne. Zum Handelsschluss am Donnerstag stand der DAX rund 1,6 % höher als in der Vorwoche und sein Kollege, der large-Cap EuroStoxx 50, annähernd so viel: 1,5 %. MDAX und TecDAX kamen gleich dahinter, mit ihren Steigerungen um 0,9 % bzw. 1 %, während der small-Cap SDAX weit abgeschlagen nur um 0,07 % höher stand. Der gesamte HDAX stieg um 1,4 %.

TOPS und FLOPS der Woche

FLOP: Aktien der Gerry Weber International AG (ETR:GWI1) (FRA: GWI1) gaben am Donnerstag wieder um fast 8 % nach, nachdem der Modekonzern seine Zahlen veröffentlichte – die ehrlich gesagt gar nicht so schlimm waren. Umsatz und der Gewinn je Aktie stagnierten, während die Bruttomarge von 53,7 % auf 57,4 % kletterte. Die Firma plant, die Dividende unverändert bei 0,75 Euro je Aktie zu belassen. Aber klar, Investoren haben mehr erwartet.

FLOP: Telekomunternehmen QSC AG (ETR:QSC) (FRA: QSC) sank am Montag um mehr als 10 %, nachdem es einen Nettoverlust auf Basis der vorläufigen Zahlen von 34,4 Millionen Euro im Jahr 2014 ankündigte. 2013 gab es noch einen Gewinn von 23,6 Millionen Euro, was den Verlust umso atemberaubender machte. Der Umsatz sank um rund 24 Millionen Euro, obwohl die Aufträge – von denen einige erst in diesem Jahr erfüllt werden – höher waren. Das Unternehmen erwartet für das Jahr 2015 eine stärkere Leistung, begünstigt durch ein Kostensenkungsprogramm, mit dem 25 Millionen Euro eingespart werden sollen. Wenn du zustimmst, dann könnte jetzt ein guter Zeitpunkt sein, die Aktie zu kaufen.

TOP: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (ETR:FME) (FRA: FME) war bei weitem der größte Gewinner im DAX diese Woche. Die Aktie des Dialyse-Geräte-Herstellers stieg um mehr als 10 % – mehr als doppelt so viel wie alle anderen Werte im Index – und steht damit auf Rekordniveau. Natürlich kam ein so großer Sprung aufgrund von besser-als-erwarteten Ergebnissen. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn je Aktie von 0,56 US Dollar im Quartal – die Konsensschätzung lag bei 0,49 US Dollar. Der Quartalsumsatz lag bei 4,32 Milliarden US Dollar – bei einer Konsensschätzung von 4,23 Milliarden. Damit stieg der Umsatz um 11,7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen scheint aus allen Rohren zu feuern.

FLOP: Noch eine schlechte Woche für die Deutsche Lufthansa AG (ETR:LHA) (FRA: LHA). Die Aktie entwickelt sich weiterhin langsam aber stetig rückläufig – um fast 2 % bisher in dieser Woche. Ende vergangener Woche berichtete die Firma trostlose Zahlen für 2014 und kündigte an, dass es die Dividendenzahlung unterbrechen würde. Auch die Gewerkschafts-Sorgen gehen weiter und der Wettbewerb durch Low-Cost und Nahost-Fluggesellschaften wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Der Silberstreif am Horizont? Ich glaube, die Dinge können nicht viel schlimmer werden. Zwar wäre es ein riskantes Vorgehen, aber jetzt könnte die Zeit sein, die Aktie mit der Hoffnungen auf eine Wende zu kaufen.

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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