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Überraschung! Gilead Sciences werden Dividenden zahlen

Foto: Pixabay, damk

Am 3. Februar haben Gilead Sciences (NASDAQ:GILD) (ETR:GIS) einen Bericht für das vierte Quartal vorgelegt, der die Erwartungen übertrifft. Aber die eigentliche Überraschung bestand in der Tatsache, dass das Unternehmen ab dem zweiten Quartal 2015 eine Dividende ausschütten wird.

Den Aussagen von CFO Robin Washington zufolge wird Gilead eine jährliche Dividende von 1,72 USD pro Aktie (0,43 USD pro Quartal) zahlen, was bei der derzeitigen Aktienanzahl der BioTech-Firma etwa 2,6 Milliarden USD in jährlichen Auszahlungen gleichkommt.

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Quelle: Gilead Sciences

Gileads Entscheidung wurde dabei offensichtlich von dem überragenden Wachstum von 122% im Gesamtumsatz zum gleichen Zeitraum im Vorjahr befeuert, das für 25 Milliarden USD verantwortlich war. Außerdem ist das Management zuversichtlich, dass der derzeitige Preiskrieg mit AbbVie (NYSE:ABBV) (ETR:4AB) über das Hepatitis-C-Medikament Viekira Pak nicht zu Umsatzabfällen führen wird. Um das alles noch weiter zu versüßen, hat man außerdem ein Aktien-Rückkaufprogramm in Höhe von 15 Milliarden USD für die nächsten fünf Jahre angekündigt.

Trotz der enormen Masse dieser Anerkennung für Aktionäre hat Robin darauf hingewiesen, dass Gileads starker Cash-Flow diese Maßnahmen nicht nur begünstigt, sondern dem Unternehmen auch noch Gelegenheit gibt, Möglichkeiten für Mergers & Acqusitions unter die Lupe zu nehmen.

Dies markiert das erste Mal, dass man in der Geschäftstätigkeit des BioTech-Unternehmens eine Dividende zahlt. Aber ist das auch der optimale Einsatz der wachsenden Cash-Mittel des Unternehmens?

Darum ist jetzt die Zeit für Dividendenzahlungen
Basierend auf seinen rapide wachsenden Einkommensquelle wirkten Gileads Aktien im Vergleich zu den Wettebewerbern stets ein wenig unterbewertet. Die Aktie wird derzeit bei einem P/E-Verhältnis von 10 gehandelt. Und das macht sie zu einem der günstigsten Unternehmen im Gesundheitsbereich.

Obwohl man in der Vergangenheit schon oft großartige Quartalszahlen vorlegen konnte, haben sich Gileads Aktien seit letztem September bei etwa 100 USD eingependelt:

Kurz und knapp: Der Markt hat bislang Gileads Erfolgsstory noch nicht geschluckt. Die Gründe dafür findet man wahrscheinlich vom Launch von Viekira Pak und dem Pushback von Zahlenden über die Kosten von Gileads Hepatitis-C-Medikementen Sovaldi und Harvoni.

Nun, da der Gegenwind erst einmal abgenommen zu haben scheint, denke ich, dass das Management den in dem Unternehmen schlummernden Wert wecken will. Und das geschieht, indem man die Zahl der Aktionäre vergrößert. Eine Dividende soll die Aktionärsbasis vergrößern, indem man für einkommensorientierte Aktionäre attraktiv wird.

Noch wichtiger: diese Art von Investoren haben oft eine langfristige Sicht auf die Dinge, was helfen könnte, die neuerliche Flüchtigkeit von Aktienpreisen bei BioTech zu dämpfen. Die untenstehende Grafik zeigt, dass Gileads Aktien im Vergleich zum Rest der BioTech-Branche eine ziemliche Achterbahnfahrt hinter sich haben:

Eine Dividende sollte für die Zukunft von Gilead deswegen nicht verkehrt sein. Eine kluge Entscheidung des Management und ein smarter Einsatz des steigenden Cash-Flows des Unternehmens.

Dividendenzahlungen als Ende einer Ära bei Gilead
Gileads enormes Wachstum unter CEO John Martin wurde primär von einer Reihe von Akquisitionen angetrieben, die das Medikamenten-Portfolio des Unternehmens verbreitert haben. So war es erst der 11,2 USD Kauf von Pharmasset im Jahr 2011, der Gileads Hepatitis-C-Unternehmen befeuerte.

In aller Einfachheit: John hat immer und immer wieder das zur Verfügung stehende Kapitals des Unternehmens dazu eingesetzt, um potenziell impulsgebende Medikamente einzukaufen – die wichtigsten Deals gingen dabei in die Milliardenhöhe.

Gilead war dabei vielleicht gar nicht so versessen darauf, dass man für die Zukunft teure Akquisitionen tätigt und könnte sich stattdessen auf kleinere Deals konzentrieren, wie ihr Kauf von Phenex Pharmaceuticals in Höhe von angeblich 470 Millionen USD zeigt. Das Problem: Das Management bindet dabei etwa 20% des Umsatzes für die Aktionäre (Rückkäufe und Dividenden).

Falls die Verantwortlichen also nicht die 11,7 Milliarden USD an Cash anfassen will, werden wir also von Gilead keine großen Tätigkeiten bei Mergers & Acquisitions sehen. Allerdings sind BioTech-Bewertungen derzeit auf einem derart aufgeblasenen Niveau, dass das vielleicht gar nicht so schlecht ist.

Solltest du deswegen Gilead kaufen?
Ich denke ja bereits seit einigen Quartalen, dass Gilead eine ausgezeichnete Partie sind. Sie scheinen auf dem Weg zu sein, einer der größten Player im Medikamenten-Business zu werden. Deswegen kitzeln die News von einer Dividende mein Interesse noch mehr.

Da Gilead über felsenfesten Cash-Flow verfügt, einen ganze Schar an wichtigen Aktionärsprämien am Start hat und darüber hinaus über die beste Hepatitis-C-Konzession verfügt, sollten sich Anleger diesen Premium-Namen im Gesundheitssektor unbedingt merken.

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The Motley Fool empfiehlt Gilead Sciences. The Motley Fool besitzt Aktien von Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde am 4.2.2015 von George Budwell auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde auf Deutsch übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilhaben können. 

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