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Zalando Aktie: 2014 im Rückblick

Foto: Flickr, Michael Panse

Zalando (ETR:ZAL) beendete das Jahr 2014 mit gemischten Gefühlen.

Der größte Online-Modehändler in Europa hatte nach dem Börsengang eine turbulente Zeit und die Aktie befand sich monatelang im Sturzflug. Darüber hinaus stand Zalando nach einer RTL-Reportage in Kontroversen und musste sich wieder einmal den Vorwürfen schlechter Arbeitsbedingungen stellen.

Auf der anderen Seite, kennzeichneten das Jahr 2014 anhaltendes Wachstum über Marktdurchschnitt und weiter verbesserte Profitabilität und Kapitaleffizienz. Zalando erzielte im ersten Halbjahr 2014 zum allerersten Mal eine konzernweite positive EBIT-Marge. Die deutliche Verbesserung der EBIT-Marge ist auf signifikante Profitabilitätssteigerungen entlang aller wesentlichen Kostenpositionen zurückzuführen. Außerdem hat das Berliner Unternehmen bei seinem Börsengang 517 Millionen EUR eingenommen. Trotz einer turbulenten Zeit nach dem Börsengang stieg die Aktie nach starkem dritten Quartal am 18. Dezember wieder auf 25,76 Euro. Wie das Sprichwort: Ende gut, alles gut.

Verbesserte Finanzergebnisse

Zalando startete 2014 mit viel Hoffnung. Im ersten Quartal 2014 stieg der Nettoumsatz auf Gruppenebene auf 501 Millionen Euro — 35% mehr als im Vorjahresquartal.

Im zweite Quartal verbesserte sich das EBIT signifikant, mit einer zum allerersten Mal positiven konzernweiten EBIT-Marge in Höhe von 1,2 %. Allen voran erreichte die DACH-Region eine EBIT-Marge von 4,6 % und ist damit klar profitabel. Diese signifikante Verbesserung resultiert aus Optimierungen entlang aller wesentlichen Kostenpositionen, einschließlich Wareneinsatz, Logistik und Marketing.

Im drittel Quartal stieg der Konzernumsatz um 24,2 % auf 501 Millionen EUR an. Insbesondere in den internationalen Märkten wuchs Zalando stark: Der Umsatz im Segment „Übriges Europa“ legte um 39,9 % auf 198 Millionen EUR zu.

Alles dreht sich um die Zukunft des mobilen Shoppings und erweiterte Marktenangebote

Im Juli veröffentlichte Zalando die Shopping-App für Kunden im Vereinigten Königreich. Der Trend zum Einkauf über mobile Endgeräte nimmt weiter zu. Zum Ende des ersten Quartals 2014 kamen bereits 38 % der Besuche der Zalando Online Shops von Mobilgeräten und Tablets.

Im Herbst erweiterte Zalando das Trend- und Markenangebot um die beliebten UK-Brands Topshop und Topman. Anfang September starteten zwei eigene Topshop und Topman Brandshops, die eine große Auswahl an Kleidung, Schuhen und Accessoires für Zalando-Kunden bereithalten.

Turbulentes Börsen-Debüt

Am 3.September kündigte Zalando seinen Börsengang für den 1. Oktober an. Bei dem Börsengang wollte Zalando bis zu 28.147.656 Aktien in einer Preisspanne von 18,00 EUR bis 22,50 EUR anbieten. Seit dem 1. Oktober 2014 werden die Zalando-Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurt Wertpapierbörse gehandelt. Zalando hat bei seinem Börsengang 517,40 Millionen EUR nach Abzug der von den Banken einbehaltenen Basisgebühr eingenommen.

Viele Branchenkenner haben Zweifel an der Zukunft Zalandos. Deswegen befand sich das Papier im Sturzflug und fiel am 8. Oktober auf 17,10 EUR. Die Aktie erhielt Unterstützung von einem erfolgreichen dritten Quartal und auch von der erwarteten Aufnahme in den SDAX. Der Aktienkurs sprang damit nur knapp unter das Allzeithoch am 1. Dezember bei 26,37 Euro.

Arbeitsbedingungen unter Beschuss

Im April strahlte RTL eine investigative Reportage von Journalistin Caro Lobig aus, die drei Monat lang inkognito im Zalando-Logistikzentrum in Erfurt arbeitete. Der TV-Sender warf dem Onlinehändler vor, Angestellte massiv unter Druck gesetzt und gegen das Arbeitsrecht verstoßen zu haben. Empörte Kunden liefen gegen die Arbeitsbedingungen bei Zalando auf Facebook und Twitter Sturm. Eine Zalando-Sprecherin wies die Vorwürfe zurück. Die Darstellung des Berichts entspräche in keiner Weise der Unternehmenskultur und der Stimmung unter Zalando-Mitarbeitern. Beobachtet man allerdings die hitzigen Auseinandersetzungen in den sozialen Medien, dann ist anzunehmen, dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis sich die Gemüter wieder beruhigt haben.

Was kommt jetzt?

Es ist schwer zu sagen, ob 2014 nun wirklich gut oder wirklich schlecht für Zalando war. Gewiss war es ein spannendes Jahr, aber für mich beschreibt das Jahr am besten, was ich zu Beginn geschrieben habe — dass Zalando das Jahr 2014 mit „gemischten Gefühlen“ beendete.

Was auf Zalando in 2015 zukommt, was Anleger hoffen können und ob die Zalando Aktie für mich ein Kauf ist, das werde ich in zusätzlichen Artikeln untersuchen. Also bleib dran auf Fool.de!

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Madeline Li besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Facebook und Twitter. The Motley Fool besitzt Akttien von Facebook und Twitter.

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