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3 Gründe, warum ich heute keine Commerzbank-Aktien kaufen würde

Foto: The Motley Fool

Die Besitzer von Bank-Aktien haben verlustreiche Jahre hinter sich, auch die Besitzer der Commerzbank (ETR:CBK) (FRA:CBK)-Aktie bilden da keine Ausnahme.

Der Kurs der Commerzbank-Aktie hat in den letzten fünf Jahren drei Viertel seines Wertes verloren. Trotzdem (oder gerade deswegen?) gehört die Commerzbank-Aktie zu den meistgesuchten auf diversen Finanz-Portalen. Aber ist dieses große Interesse ein guter Grund, die Aktie zu kaufen?

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Ich möchte heute aufzeigen, warum die Aktie meiner Meinung nach zur Zeit kein Kauf ist.

1) Drohende Strafzahlungen in den USA

Die Commerzbank befindet sich im Streit mit den US-Aufsichtsbehörden um Sanktions- und Geldwäsche-Vorwürfe. Es deutet einiges auf einen Vergleich hin, der sie mehr als eine Milliarde Dollar (ca. 850 Mio. EUR) kosten könnte. Die Commerzbank hat bisher erst 400 Millionen zurückgestellt, bleibt also noch ein ordentlicher Batzen übrig – vor allem, wenn man das ins Verhältnis zum Jahresüberschuss von 78 Millionen EUR in 2013 stellt.

Generell müssen Besitzer von Bank-Aktien immer auf solche „Bad News“ vorbereitet sein, wie das letzte Jahr gezeigt hat (siehe z. B. Libor Skandal). Ich will jetzt nicht behaupten, dass der Commerzbank hier neues Ungemach vor der Tür steht, aber mir persönlich scheint das Risiko doch gegeben. Für mich ein klarer Minuspunkt!

2) Show me the money – Dividenden Fehlanzeige!

Ich liebe Dividenden und noch mehr liebe ich Firmen, die diese kontinuierlich und verlässlich über Jahre hinweg steigern. Wie sieht es hier aus bei der Commerzbank? Seit sechs Jahren Fehlanzeige – und dies ist auch nachvollziehbar, da die Commerzbank im Verlauf der Bankenkrise die Milliarden-Hilfe des SoFFin (und somit des deutschen Steuerzahlers!) in Anspruch nahm.

Seit dem ist der Steuerzahler mit 17,2 % an der Commerzbank beteiligt. Unter diesen Voraussetzungen wäre es natürlich nicht vertretbar, eine Dividende zu erwägen. In den Jahren vor 2008 gab es jährliche Dividenden-Zahlungen, diese schwankten aber stark zwischen ein und fünf Prozent. Ganz klares Urteil hier: Wer Wert auf kontinuierlich (steigende) Dividenden als Einkommensquelle legt – Hände weg von der Commerzbank-Aktie, da gibt es bessere Kandidaten!

3) ROE (Return on Equity), Eigenkapitalquote und Strategie

Die Commerzbank hat kürzlich ihr Ziel eines Return on Equity (Eigenkapitalrendite) von über 10 % für 2016 bestätigt. Heute liegt diese bei 0,3 % (für 2013).

Zum Vergleich, die Deutsche Bank (ETR:DB) (FRA:DB) liegt bei 2 % in 2013.

Goldman Sachs (NYSE:GS) liegt bei 12 %. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich ein Fan der Goldmänner bin, aber wie die Frankfurter Kuschelbären der CoBa an diese Benchmark herankommen möchten, ist mir nicht klar. Eine Ausdünnung des Filialnetzes, Entlassungen von Investment-Bankern in London und weitere Kosteneinsparungen können es meiner Meinung nach nicht reissen.

Weitere Baustelle: die Eigenkapitalquote. Die Commerzbank hat eine der niedrigsten in Europa und was passieren kann, wenn man diese über eine Kapitalerhöhung heraufsetzt, konnte man am 9.1.2015 bei der spanischen Banco Santander (FRA:BSD2) beobachten (ein heftiger Einbruch des Aktienkurses). Fazit: auch hier sehe ich keine „Kaufsignale“.

Zusammenfassung

Meiner Meinung nach ist die Commerzbank zur Zeit kein Kauf – es gibt zu viele Risiken, wie der Rechtsstreit in den USA, die niedrige Eigenkapitalquote und eventuelle Leichen im Keller (faule Kredite?), die ja gelegentlich gefunden werden. Seit Jahren gibt es keine Dividende, aber dennoch Versprechungen des Managements, die Eigenkapitalrendite in Goldman Dimensionen hochzuschrauben – heisst für mich: Hände weg, da gibt es bessere deutsche Aktien!

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Peter Metz besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Goldman Sachs. The Motley Fool besitzt Aktien von Deutsche Bank AG.

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