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Microsoft vs. Apple 2015: Der Kampf um den zweiten Platz hat begonnen

Foto: The Motley Fool

Den Daten des Forschungsunternehmens Gartner zufolge sieht es so aus, als ob sich 2015 nicht viel ändern wird. Der PC-Markt sollte weiterhin stabil bleiben, das Wachstum bei Tablets wird abflauen und Smartphones werden erneut den Markt für Elektrogeräte dominieren. Welches Betriebssystem wird also dieses Jahr auf den meisten der voraussichtlich 2,5 Milliarden verkauften Geräte am häufigsten laufen?

Google (NASDAQ:GOOG) (ETR:GGQ7) Betriebssystem Android ist das dominierende Betriebssystem heutzutage. Es wird erwartet, dass es dieses und nächstes Jahr sogar ein noch größeres Stück des Kuchens abbekommen wird. Eine Überraschung ist das jedoch nicht. Was allerdings ein wenig Spannung verspricht, ist der Kampf zwischen Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF) und Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) um den zweiten Platz im Betriebssystemranking. Größtenteils durch den bereits erwähnten PC-Markt liegt Microsoft auf dem zweiten Platz der Betriebssystemanbieter. Laut Gartner wird Microsoft durch die von seinem CEO Nadella beschworene Konzentration auf mobile Geräte den Vorsprung vor seinem Rivalen ausbauen können.

Nur die Fakten

Trotz der Überschriften, die verkünden “Tablets sind tot”, wird erwartet, dass 2015 die Verkäufe von Tablets um 8% wachsen. Damit sollen laut Gartner 233 Millionen Stück verkauft werden. Nach Gartners Schätzungen sollen die Tabletverkaufszahlen auch 2016 um 11% auf 256 Millionen Geräte steigen. Obwohl dies nicht annähernd an die Verkaufszahlen von Smartphones herankommt, die letztes Jahr bei mehr als 1,8 Milliarden Stück lagen und dieses Jahr voraussichtlich 1,9 Milliarden Geräte erreichen werden, ist Platz für das Surface Pro 3 von Microsoft und das iPad von Apple, um etwas Land zu gewinnen.

Die Gesamtzahl der verkauften Mobilgeräte wird dieses Jahr bei fast 2,5 Milliarden Geräten liegen, sagt Gartner. Dies ist eine Steigerung um 4% gegenüber 2014. Für die Hälfte dieser Geräte wird Android dieses und nächstes Jahr das Betriebssystem der Wahl sein. Damit bleiben Apple und Microsoft übrig beim Kampf um den zweiten Platz. Es sieht aber so aus, als ob es kein wirklicher Kampf sein wird. Microsoft hat bereits einen deutlichen Vorsprung vor iOS und Mac OS zusammen. Und es sieht so aus, als ob der Abstand in Zukunft noch größer wird.

Geht es nach Gartner, werden 355 Millionen Geräte – PCs, Tablets, Mobiltelefone und verschiedene Hybride zusammen – mit dem Betriebssystem „Microsoft Windows und Phone“ ausgeliefert. Zum Vergleich wird Apple mit seinem iOS und Mac 279 Millionen Geräte verkaufen. Die Lücke ist damit größer als 2014. Wenn die PC-Verkäufe explodieren würden, wäre es einfach, das Wachstum von Microsoft im Betriebssystemmarkt zu erklären: Man kann seine Dominanz im PC-Markt nicht leugnen. Da sich aber die PC-Verkäufe abschwächen und Apples Smartphoneverkäufe durch die Decke gehen, muss man sich fragen, wie Microsoft seine Position als Nummer 2 behaupten kann? Tiefe und Breite.

Die Herausforderung

Gartner sagt: “Der Smartphonemarkt polarisiert sich zwischen hochpreisigen und niedrigpreisigen Geräten“. Damit ist die Herausforderung beschrieben, der sich Apple gegenübersieht. Wie iFans schnell bemerken, hat der schrumpfende Marktanteil von Apple die Erträge nicht negativ beeinflusst. Und recht haben sie. Aber die Polarisation zwischen High-End-Geräten und Low-End-Geräten bedeutet, dass weitere Wachstumsmöglichkeiten in einem reifen Markt begrenzt sind. Microsofts Wille, aufstrebende Regionen dieser Welt anzupeilen, indem es preiswerte Geräte anbietet, wird den Vorsprung vor Apple noch weiter ausbauen.

Es verwundert daher nicht, dass Gerüchte umherschwirren, dass Apple ein kleineres und abgespecktes Smartphone herausbringen könnte. Damit würde der Abstand zwischen den durchschnittlich 477 USD teuren Premiumgeräten, wie iPhone, und einfachen Geräten, die um die 100 USD kosten, sinken. Apple hat lange Zeit die Möglichkeit, seinen Standard zu senken, ausgeschlossen. Allerdings wird es so schwieriger, den Status quo aufrechtzuerhalten, wenn man sich die Entwicklung auf dem Rechnermarkt allgemein und dem Mobilgerätemarkt im Speziellen anschaut.

Microsoft hingegen hat klar gemacht, dass es Google folgt und so viele Mobilgeräte wie möglich an die Kunden bringen will. Das kürzlich angekündigte Modell „Internet-Connected 215“ für 29 USD ist ein extremes Beispiel der Pläne Microsofts, Nutzer in Afrika, Asien und dem Nahen Osten zu gewinnen. Aber das Ziel ist klar.

Wird die wachsende Lücke zwischen dem zweiten und dritten Platz der Betriebssystemanbieter den Untergang für Apple bedeuten? Nein. Seine Position als High-End-Anbieter für elektronische Geräte ist zu stabil, als das sie plötzlich über den Haufen geworfen werden könnte. Und dies macht auch klar, warum Microsoft so streng dem Mantra von Nadella „Mobile First“ folgt.

Das Betriebssystem an so viele Nutzer wie möglich zu verteilen, egal auf welchem Gerät, ist ein ideales Tor zu anderen Produkten und Diensten von Microsoft. Im Moment nehmen Microsoft und Apple einfach zwei unterschiedliche Wege, um das gleiche Ziel zu erreichen: Erfolg.

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The Motley Fool empfiehlt Apple, Gartner und Google (stimmrechtslose C-Klasse-Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Google (C-Aktien) und Microsoft.

Dieser Artikel wurde von Tim Brugger auf Englisch verfasst und am 11.1.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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