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3 Aktien, um vom Euro Crash zu profitieren

Foto: Pixabay, DasWortgewand

Dieser Artikel ist ein Auszug des Newsletters von The Motley Fool, “Bilanz Ziehen”. Hier kannst du dich kostenlos für unseren Newsletter anmelden.

Ich hoffe, du hast keinen Winterausflug nach Kalifornien oder, noch schlimmer, Skiausflug in die Schweiz geplant. Denn wenn du dein Gehalt in Euro verdienst, dann sind beide Ausflüge gerade dramatisch teurer geworden.

Brauchst du einen Beweis? Schau nur mal auf dieses 3-Jahres-Chart, das den Eurokurs in US Dollar und Schweizer Franken darstellt:

Argersinger Euro Chart

Quelle: Bloomberg, investing.com

Sieht das nicht nach einer richtig steilen Skipiste aus?

Der dramatische Anstieg des Schweizer Franken vor kurzem war das Ergebnis des plötzlichen und unerwarteten Schritt der Schweizer Nationalbank, den Kurs des Schweizer Franken nicht mehr an den Euro zu binden. Die Zentralbank hatte aggressiv Euros gekauft, um den Schweizer Franken günstig zu halten — und damit die Schweizer Wirtschaft wettbewerbsfähig — inmitten einer starken Nachfrage nach dem Franken. In dem Moment, in dem sie die Verteidigung des Franken aufgab, stieg die Schweizer Währung gegenüber dem Euro enorm, was die Miete einer Schweizer Berghütte für Eurobesitzer auf der Stelle 20% teurer machte. So ein Mist.

Die starke Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar (und vielen anderen Währungen) in den letzten Monaten liegt jedoch in mehreren Faktoren begründet:

  • Viele Länder der Eurozone stehen am Rande einer Rezession. Das drosselt den Fluss von Finanzmitteln in die Eurozone, da viele Investoren und Geldgeber schlechtere Renditen fürchten und deswegen nicht investieren wollen.
  • Die Europäische Zentralbank hat vor kurzem ein neues Konjunkturprogramm angekündigt, inklusive einem gigantischen Programm für den Kauf von Staatsanleihen, das den Markt wahrscheinlich mit Euros überfluten wird.
  • In der Zwischenzeit führte das beides dazu, dass die Renditen der meisten Staatsanleihen in der Eurozone auf historische Tiefststände rutschten — im Durchschnitt auf 0,68%. Die Rendite einer fünfjährigen deutschen Staatsanleihe war sogar negativ. Europäische Investoren sind so risikoscheu geworden, dass sie jetzt Deutschland sogar dafür bezahlen, ihr Geld zu nehmen!

All das führte dazu, dass der Euro auf ein 11-Jahrestief gegenüber dem US Dollar gerutscht ist. Vielleicht ist es an der Zeit, Reisepläne zu überdenken.

Wer verliert, wenn der Euro abstürzt?

Okay, wem bereitet dieser Crash des Euro außer den Europäischen Reisenden und Sparern sonst noch Sorgen? Nun ja, zuallererst einmal wird jedes Unternehmen, das den Großteil seines Umsatzes in Euro generiert einige Schmerzen haben. Denk mal an das durchschnittliche Unternehmen in Deutschland. Im Vergleich zu anderen Währungen generiert das Unternehmen, das seine Zahlen in Euro berichtet, jetzt bedeutend weniger Umsatz je Produkt oder Dienstleistung.

Multinationale Unternehmen können besonders schwer getroffen werden. In seiner jüngsten Presseerklärung sagte Softwaregigant Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF), dass der „starke Dollar“ das Umsatzwachstum im jetzigen Quartal negativ beeinflussen wird. Dasselbe trifft auf das globale Industriekonglomerat 3M (NYSE:MMM) (FRA:MMM) und United Technologies (NYSE:UTX) (FRA:UTC1) zu. Beide Unternehmen korrigierten ihre Gewinnerwartungen für 2015 nach unten und begründeten den Schritt in den Währungsentwicklungen, da beide einen bedeuteten Teil ihres Umsatzes im Ausland erzielen, inklusive der Eurozone.

Wer gewinnt? Vielleicht diese drei Unternehmen

Aber natürlich gibt es auch diejenigen, die von einem plötzlich schwächelnden Euro profitieren können. Hier sind drei solcher Unternehmen. In diese Unternehmen zu investieren, könnte dir genau die Währungsabsicherung für dein eurobasiertes Investment-Portfolio geben, nach der du suchst.

Priceline.com (NASDAQ:PCLN) (ETR:PCE1)
Während du eventuell über deinen plötzlich so viel teureren Ausflug in die USA lamentierst, ist hier ein Unternehmen, das Reisenden in die andere Richtung hilft. Priceline besitzt Booking.com, das weltweit beliebteste Portal für die Suche von Reiseunterkünften. Im letzten Quartal waren auf der Plattform von Booking.com 540.000 Hotels und andere Unterkünfte in 207 Ländern zu finden. Das sind über 50% mehr als im Vorjahr. Und Priceline verdient über 60% seines Umsatzes mit Booking.com, das seinen Sitz in der Niederlande hat.

Mit einem jetzt schwächeren Euro gegenüber anderen Währungen, inklusive dem Dollar, kannst du in den kommenden Monaten mit einer Menge Reisenden aus den USA und anderen Ländern rechnen, die ihren Urlaub in Europa buchen werden. Niemand wird davon wahrscheinlich so sehr profitieren wie Priceline.

Bayrische Motoren Werke (ETR:BMW) (FRA:BMW)
Langfristig kann ein schwacher Euro eigentlich sogar ein Segen für die Eurozone sein, besonders für ein Land wie Deutschland. Vergiss nicht, dass Deutschland fast 50% seines BIPs durch den Export von Gütern und Dienstleistungen erzielt. Vergleich das mit den Vereinigten Staaten, wo Exporte nur rund 13% des BIPs ausmachen. Ein schwächerer Euro macht die deutschen Exporte weltweit günstiger und damit wettbewerbsfähiger als die anderer Länder.

BMW ist eine der weltweit beliebtesten Automarken und erzielt einen erheblichen Teil seines Umsatzes außerhalb der Eurozone. 2013 generierte das Unternehmen 19,2% seines Umsatzes in den USA — fast so viel wie in Deutschland, Frankreich und Italien zusammen. Ein stärkerer US Dollar sollte BMW 2015 einen beträchtlichen Schub geben.

Deutsche Annington Immobilien (ETR:ANN) (FRA:ANN)
Schaust du nach einem Weg, um vom schwächeren Euro und den historisch niedrigen Zinsen in Deutschland zu profitieren? Überleg dir, in Immobilien zu investieren – oder in Aktien der Deutschen Annington. Das Unternehmen ist der Größte Besitzer privater Immobilien in Deutschland mit über 184.000 Wohnhäusern. In den ersten neun Monaten in 2014 kletterte der bereinigte operative Gewinn der Annington um über 25% und die Dividende wurde um über 11% angehoben. Außerdem wurde das Portfolio mit 5.000 weiteren Immobilien bereichert, hauptsächlich aus dem beliebten und schnell wachsenden Stadtgebiet von Berlin.

Ein günstigerer Euro und günstigere Kreditkonditionen sollten die Nachfrage nach Wohnimmobilien weiter antreiben, besonders von ausländischen Käufern. Das sollte den Wert der Immobilien der Annington steigern. In der Zwischenzeit bekommst du von der Annington eine Dividendenrendite von 2% – deutlich mehr als das, was du von deiner Bank oder deutschen Staatsanleihen erwarten kannst.

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Matt Argersinger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt 3M, BMW und Priceline Group. The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft und Priceline Group.

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