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Das Internet der Dinge verändert die Art und Weise, in der deine Nahrung angebaut wird – und das ist eine gute Sache

Foto: John Deere

Die Agrarindustrie, genau wie jedes andere Geschäft, ist immer auf der Suche nach Möglichkeiten, um Rendite zu maximieren, Risiken zu minimieren und Effizienz zu steigern.

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten die Landwirtschafts- und Tech-Unternehmen zunehmend zusammen, um Technologien des Internets der Dinge, oder IdD – Sensoren, Software und Datenanalyse – zu implementieren und damit den Anbau von Nahrungsmittel effizienter und damit nachhaltiger zu gestalten.

Wachsende Ernten und Schädlingsbekämpfung durch das IdD

Fool-Kollege Maxx Chatsko schrieb kürzlich, dass Monsanto (WKN:578919)(NYSE: MON) IdD Technologie nutzt, um den Boden, das Klima und Wetterdaten zu analysieren und dann auf Grundlage dieser Informationen Vorhersagen für bestimmte Ertragsschätzungen und Pflanzenanbaupläne zu machen.

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Die FieldView App in Aktion. Quelle: Monsanto.

Das Unternehmen nutzt ein Programm namens FieldScript, um die einzigartigen Feldeigenschaften jedes einzelnen Bauern zu analysieren und bietet dann einen bestimmten vorgeschriebenen Pflanzenanbauplan an. Die Bauern laden den Plan auf eine iPad App namens FieldView herunter, um Echtzeit-Karten ihrer Bepflanzung zu sehen.

Monsanto sagt, dieses System führe dazu, dass weniger Samen in Niedrigpotentialflächen und mehr Samen in Anbauflächen mit hohem Potential angepflanzt werden. Sobald die Ernte eingefahren wird, werden die Daten an Monsanto weitergeleitet, um für das nächste Jahr ein noch besseres Rezept zu erschaffen. Dieser „Precision Agriculture“ Markt wird in den Vereinigten Staaten momentan auf 1,3 Milliarden Dollar geschätzt und wird, so IBISWorld, bis 2017 voraussichtlich um mehr als 6% pro Jahr wachsen.

Es ist nicht nur der Anbau, der von IdD-Technologie profitiert. Eine Firma namens SemiosBIO verwendet Sensoren in Bäumen um ein besseres System zur Schädlingsbekämpfung in Obstgärten zu erstellen. Das Unternehmen stellt Kästen mit Sensoren, Kameras und Insektenpheromonen her, die in Obstgärten aufgehängt werden und durch ein Mobilfunknetz miteinander verbunden sind.

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Quelle: SemiosBIO.

Landwirte können die Insekten online durch die Nutzung der Kamera und Sensoren beobachten und eine Abgabe der Pheromone einplanen, die das Paarungsverhalten der Insekten beeinflusst und drastisch die Menge der Schädlinge reduziert. Die Technologie von SemiosBIO kann die Menge der verwendeten Pestizide erheblich verringern oder sogar in einigen Fällen ihre Notwendigkeit beseitigen. Das Unternehmen hat auch eine Technologie, um Frost, Blattnässe und Bodenfeuchtigkeit aus der Ferne zu überwachen und in Echtzeit Benachrichtigungen über Änderungen an den Bauern zu senden.

Ausrüstungs-Verbesserung

Die landwirtschaftliche Ausrüstung wird ebenfalls vom Internet der Dinge beeinflusst.

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IoT-Sensoren können Daten aus dem Feld in Echtzeit an die Landwirte übertragen. Quelle: General Electric.

Eine Firma namens TempuTech verwendet ihre eigenen Sensoren und IdD-Software von General Electric (WKN:851144)(NYSE:GE), um Getreidesilos, Transportbänder und Getreideheber zu überwachen. Das System erlaubt den Landwirten, Probleme mit Geräten zu finden, bevor sie zu größeren Schwierigkeiten führen und Echtzeit-Benachrichtigungen zu erhalten, wenn etwas schief geht. Beispielsweise können die Sensoren und Software erkennen, wenn sich ein Teil eines Korntransportbandes aufheizt und Änderungen vornehmen, bevor ein potentieller Brand ausbricht.

GE sagt IdD-Sensoren können auch auf Baumzweigen verwendet werden, um zu erkennen, wie viel ein Zweig durchhängt und damit die Ernte vorhersagen.

John Deere hat ebenfalls seine Hände in dem Internet der Dinge. Das Field Connect-System des Unternehmens überwacht die Luft- und Bodentemperatur, die Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, den Regen und sogar die Blattnässe und sendet drahtlose Benachrichtigungen, die die Landwirte dann auf ihren Computern oder mobilen Geräten sehen können.

Die bedeutsamen Vorteile der IoT Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Prozesse effizienter zu machen bedeutet nicht nur Unterstützung der Landwirte und Gewinne für Unternehmen. Diese Technologien können auch bedeutsame Vorteile für die Welternährung und für die Wassererhaltung mit sich bringen.

Laut dem International Food Policy Research Institute „könnten Landwirtschafts-Technologien die weltweiten Ernteerträge bis zu 67% erhöhen und die Lebensmittelpreise bis zum Jahr 2050 fast um die Hälfte verringern“. Das ist wichtig, weil erwartet wird, dass die Lebensmittelpreise in den kommenden Jahrzehnten durch den Klimawandel und eine erhöhte Weltbevölkerung steigen. Diese effizienten landwirtschaftlichen Technologien könnten laut IFPRI dazu beitragen, die Nahrungsmittelknappheit um bis zu 36% zu senken.

Etwas so einfaches wie die Nutzung miteinander verbundener Technologie, um den Landwirten zu einer effektiven Bewässerung zu verhelfen, könnte das dazu benötigte Wasser reduzieren und den Landwirten Geld ersparen und dabei helfen, eine der weltweit wertvollsten Ressourcen zu schützen.

Es scheint, als würden die IdD-Technologien viel mehr tun, als nur unsere Handgelenke und Autos mit dem Internet zu verbinden. Und das ist erst der Anfang.

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Motley Fool besitzt Aktien von General Electric Company.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und wurde am 12.12.2014 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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