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3 Dinge, von denen Microsoft möchte, dass seine Aktionäre sie wissen

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Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF) hat am 3. Dezember seine Hauptversammlung abgehalten und die Veranstaltung war merklich genauso sehr für diejenigen, die nicht auf der Bühne waren, wie für diejenigen, die darauf saßen.

Es war die erste Hauptversammlung für CEO Satya Nadella und Chairman John Thompson, die die Sitzung leiteten, während der ehemalige CEO Steve Ballmer, der aus dem Verwaltungsrat des Unternehmens ausgeschieden ist, aber sein größter Aktionär bleibt, im Publikum zuschaute. Unternehmensgründer, Mitglied des Verwaltungsrates und ehemaliger CEO Bill Gates war überhaupt nicht da, was den Generationenwechsel noch deutlicher machte.

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Dies war der Auftritt von Nadella und Thompson, und beide wollten klar machen, dass Microsoft künftig vielleicht nicht mehr das gleiche Unternehmen sein würde, das es in der Vergangenheit gewesen ist. Das ist nicht als Anklage gegen das ehemalige Management zu verstehen, sondern lediglich eine Bestätigung, dass sich die Dinge entwickelt haben und auch weiterhin entwickeln werden.

„Das vergangene Jahr war für Microsoft von enormen Veränderungen geprägt,“ sagte Thompson in seiner Eröffnungsrede. „Wie Bill Gates auf unserer Jahresversammlung im letzten Jahr ausführte, befindet sich Microsoft in einem hart umkämpften und dynamischen Markt, und es liegen viele Chancen und Herausforderungen vor uns.“

Außerdem räumte der Vorsitzende ein, das Unternehmen befinde sich mitten im „strategischsten Wandel, den wir je durchlaufen haben,“ was neben dem Führungswechsel eine Neubelebung seines strategischen Schwerpunktes und eine umfassende Neuausrichtung seiner Kostenstruktur und Belegschaft umfasst. Dazu gehörte die Entlassung von rund 18.000 Mitarbeitern, die Reduzierung der Abhängigkeit von Beschäftigten mit Zeitvertrag oder Vertragsarbeitern um mindestens 20% sowie die Neuordnung seines Führungsteams und seiner Geschäftsgruppen.

Nadella hat darüber hinaus einige kleinere Schritte unternommen, etwa die Beendigung der verlustreichen Produktion von originalem Inhalt für die verschiedenen Webplattformen des Unternehmens und die fast Einstellung der viel gepriesenen Original Video Division, die 2013 zusammen mit Xbox One eingeführt worden war, um TV-ähnliche Shows für die Konsole zu erschaffen. Vor allem hat Nadella signalisiert, dass die ausgabefreudigen Zeiten vorbei sind und das Unternehmen massiv investieren wird, jedoch gezielter als das in der Vergangenheit der Fall war.

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Der Microsoft-CEO Satya Nadella spricht zur Hauptversammlung der Gesellschaft. Quelle: Screenshot

Wie sich das Unternehmen selbst sieht

Thompson beschrieb Microsoft als „ein Produktivitäts- und Plattformunternehmen für die Mobile- und Cloud-first-Welt.“ Das bedeutet, dass das Unternehmen seine Marken, einschließlich Windows, Office und Azure wirksam einsetzen wird, um seine Reichweite auszubauen. Ferner hat Thompson klargestellt, dass die neue Struktur des Unternehmens für Kostenkontrolle sorgt — etwas, das nicht immer ein Stärke von Microsoft war.

Außerdem formulierte Nadella in seiner Rede das Bekenntnis des Unternehmens zu der oben angesprochenen Vision neu.

„Unser Ziel ist es, in einer Mobile- und Cloud-first-Welt durch erstklassige Produktivität und Plattformen erfolgreich zu sein,“ sagte der CEO als er seine Vorstellungen von der Zukunft erläuterte, in der, wie er glaubt, sein Unternehmen eine führende Rolle dabei spielen wird, Computing durch eine Vielzahl von Technologien „persönlicher und natürlicher“ zu machen.

Schon unter Nadella hat das Unternehmen intensiv das Surface Pro 3 unterstützt, ein Tablet-Notebook-Hybrid mit Touchscreen, das Cloud nutzt und die Idee eines Gerätes verkörpert, das sich persönlich und natürlich nutzen lässt. Zudem hat Microsoft sein Engagement für seine Azure Cloudplattform verstärkt und seine Reihe der Windows Phones erweitert. Die größte Änderung steht mit der neuen Version von Windows, Windows 10, jedoch noch bevor, welche das Usererlebnis  verbessert, indem sie die Nutzung der gleichen OS für die PCs, Tablets and Telefone von Microsoft ermöglicht.

Bill Gates ist immer noch wichtig

Obwohl seine Abwesenheit bei der Versammlung auffallend war, blieb Gates dieser wahrscheinlich fern, um den Fokus auf der neuen Führungsspitze zu halten. Thompson erwähnte ihn immer wieder und unterstrich seine weitreichende tagtägliche Rolle.

„Bill Gates hat die Rolle des Technologie-Beraters übernommen und hilft dabei, die technologische Richtung und Produktentwicklung des Unternehmens zu gestalten,“ sagte er.

Gates ist nie einer für das Rampenlicht gewesen, aber Thompson hat sich wirklich größte Mühe gegeben, klar zu machen, dass er zwar nicht mehr der Aufsichtsratsvorsitzende, aber immer noch aktiv eingebunden ist. Es war vielleicht nicht als Beleidigung beabsichtigt, aber er wies auch darauf hin, dass Ballmer nicht mehr im Aufsichtsrat ist und auch keine Rolle spielt, die darüber hinaus geht, dass er der größte Anteilseigner des Unternehmens ist.

Office überall, aber am besten auf Windows?

„Wir wollen dafür sorgen, dass Office 365 für jeden auf jedem Gerät verfügbar ist, dazu haben wir uns verpflichtet, und tatsächlich treibt es die Annahme und Nutzung ganz gut voran,“ antwortete Nadella auf eine Frage.

Neben der Verpflichtung dazu Office auf jede Plattform zu bringen– eine Initiative von Nadella — räumte der CEO jedoch auch ein, dass Microsoft weiterhin Technologie entwickeln werde, die die ursprüngliche Windows-Umgebung des Unternehmens optimal ausnutze.

„Für mich kommt in Windows des Besten von Microsoft auf die natürlichste Weise zusammen,“ sagte er „Aber das heißt nicht, dass wir nicht auch großartige Anwendung haben werden, die die Leute nutzen können. Ich möchte, dass es auf jedem Gerät einen Microsoft-Ordner gibt und dass Microsoft Windows auf mehr Geräten zu finden ist. So stelle ich mir die Entwicklung unserer künftigen Strategie vor.“

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The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft.

Dieser Artikel wurde von Daniel Kline auf Englisch verfasst und wurde am 08.12.2014 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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