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Münchener Rück Aktie 2014: Gibt es ein Licht am Ende des Tunnels?

Foto: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft

Zweifellos war 2014 ein Jahr mit vielen Herausforderungen für die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (WKN:843002) (ETR:MUV2) (FRA:MUV2). Gibt es trotzdem Lichtblicke für die Anleger?

Lass es uns herausfinden.

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Keine Hilfe durch Zinsen…

Eine andauernde Herausforderung für Versicherungsunternehmen rund um die Welt sind die niedrigen, niedrigen und… ähm… sehr niedrigen Zinsen. Der Grund ist einfach: Wenn ein Versicherungsunternehmen Geld von einem Kunden nimmt, hält es dieses Geld solange, bis es  ausgezahlt werden muss (an den einen oder an den anderen Kunden). In der Zwischenzeit kann der  Versicherer dieses Geld investieren, um Gewinn für sich selbst zu machen. Das heißt, dass wenn Zinsen niedrig sind, die Menge an Geld, die die Versicherer verdienen können, nun, auch niedriger ist.

Es gibt kaum Hoffnung, dass Zinsen in Kürze steigen werden. Allerdings könnten wir 2015 höhere Zinsen erleben. Der Referenzzinssatz LIBOR (London Interbank Offered Rate) fiel das gesamte Jahr leicht, stieg aber zu Jahresende einen netten, kleinen Tick an. Auch hören wir immer öfter von The Federal Reserve in den USA über die Möglichkeit höherer US-Zinsen.

Ob das passiert, hängt von der Gesundheit der US- und Weltwirtschaft ab. Kürzlich prognostizierte “The Bond King” Bill Gross, dass die US-Notenbank frühestens, wenn überhaupt, Ende 2015 Zinsen erhöhen würde.

Der Lichtblick für Münchener Rück: Zinsen waren sehr lange niedrig, und es gibt keine Garantie, dass sie bald steigen werden. Aber starke Rückversicherer, wie die Münchener Rück, können diese schwierige Zeit überleben und werden dann gut positioniert sein, wenn die Zinsen endlich wieder anheben.

Keine Hilfe durch zu viel Kapital…

Die Versicherungsbranche ist zyklisch und ein Teil der Zyklizität hängt von der Kapital-Verfügbarkeit ab. Wenn wenig Kapital im Spiel ist, rollt der Rubel für Versicherer, da sie höhere Sätze berechnen können. Aber in die Zeiten, in denen es zu viel Kapital gibt, herrscht höherer Wettbewerb und die Sätze  müssen gesenkt werden.

In den letzten Jahren und bis heute war viel Kapital im Spiel, besonders im Bereich Rückversicherung. Noch schlimmer ist, dass es neue Kapitalanlagen gibt, die mit traditionellen Rückversicherern konkurrieren. Ein Hauptbeispiel dafür sind die sogenannten “Katastrophen-Anleihen”, die größeren  Anlegern die Möglichkeit bieten, im Katastrophen-Rückversicherungsmarkt zu investieren. Stand im November war, dass die Kat-Anleihe Emission des ganzen Jahres 2014 fast 9 Mrd. USD betragen würde.

Der Lichtblick für Münchener Rück: Die Versicherungsbranche ist unter anderem auch darum zyklisch, weil riesige, versicherbare Ereignisse nicht jedes Jahr passieren. Jedoch könnte ein besonders schlechtes Jahr für Versicherer sogar gut für die Münchener Rück sein, weil es schwächere Versicherer verjagen würde. Auch höhere Zinsen würden helfen, denn das könnte etwas von dem überschüssigen Kapital anlocken.

… aber wir leben immer noch in einer unvorhersehbaren Welt

Offensichtlich stehen für Münchener Rück – und andere Rückversicherer – kurzfristig Herausforderungen an. Aber wenn wir an einen langen Zeitraum denken, ist das Bild ein anderes. Es wird immer schreckliche und unvorhersehbare Dinge geben, gegen die wir uns versichern werden wollen. Aber, es wird auch immer neue schreckliche Dinge geben, gegen die wir uns versichern werden wollen. Kreative Versicherer wie Münchener Rück können mit diesen Risiken gute Gewinne machen.

Als ein konkretes Beispiel für den letzten Punkt ist das Anziehen des Risikos von Internetkriminalität anzuführen. Denken wir nur an das letzte Jahr. Im Juli wurde die gigantische US-Bank JPMorgan (NYSE:JPM) von Hackern angegriffen, wovon 76 Mio. Haushalte betroffen waren. Hacker hatten Zugriff auf Millionen von Kreditkartennummern des US-Baumarkts Home Depot (NYSE: HD). Und klar, na logo, gab es das peinliche Sony (NYSE:SNE) Hack, bei dem die Täter, neben anderen Dingen, an die Sozialversicherungsnummern von Sony-Mitarbeitern gelangten.

Diese sind teure Geschehen. Und was passiert, wenn Unternehmen zunehmend erkennen, dass sie sich gegen diese Dinge schützen müssen? Ja, natürlich, sie wenden sich an Versicherer wie Münchener Rück.

Der Lichtblick für Münchener Rück: Ähm… hast du das Obige gelesen? Das war der Lichtblick.

2014, ein Jahr zum… vergessen?

Ausgehend von allem Beschriebenen gab es für Münchener Rück Anleger 2014 nicht viel zu feiern. Sie steckten ein paar Dividenden in die Bank, aber die Aktie verhielt sich nicht großartig anders als der DAX. Gewiss, mit dem noch gutlaufenden Geschäft und Gründen, selbstsicher in die Zukunft zu schauen, ist dies vielleicht die beste Art von Jahr für langfristige Anleger.

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Matt Koppenheffer besitzt Aktien von JPMorgan Chase. The Motley Fool empfiehlt Home Depot. The Motley Fool besitzt Aktien von JPMorgan Chase.

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