The Motley Fool

3 Gründe, die Adidas-Aktie zu kaufen

Eines lässt sich nicht leugnen: Adidas (WKN:A1EWWW) (ETR:ADS) (FRA:ADS) hatte ein miserables Jahr 2014. Die Aktie war die schlechteste DAX-Aktie des Jahres mit einem Rückgang von 40 %. Ein schlechtes Jahr bedeutet allerdings nicht unbedingt langfristige unterdurchschnittliche Leistung. Die Verlierer vom letzten Jahr werden oft zu Gewinnern dieses Jahres.

Ich habe kürzlich die wichtigsten Gründe für die enttäuschende Entwicklung 2014 und die Erwartungen und Bedenken für das Jahr 2015 analysiert. Während sich diese Artikel hauptsächlich auf die erheblichen Herausforderungen der deutschen Firma konzentrierten, gibt es auch mögliche Gründe, Adidas-Aktien zu kaufen. Anbei die drei wichtigsten Argumente dafür:

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Bewertung

Adidas, wie die Tabelle unten zeigt, ist deutlich unterbewertet, nicht nur im Vergleich zu den wichtigsten Konkurrenten Nike (WKN:866993) (ETR:NKE) (NYSE:NKE) und Under Armour (WKN:A0HL4V) (FRA:U9R) (NYSE:UA), sondern auch im Vergleich zum Branchendurchschnitt:

Kurs-Gewinn Verhältnis Kurs-Umsatz Verhältnis Kurs-Cashflow Verhältnis
Adidas 18,6 0,81 13,43
Nike 28,6 2,79 23,20
Under Armour 79,8 5,03 57,50
Branche 27,6 2,33 20,70

Quelle: Finanzen.net, OnVista.de, caps.fool.com (11.01.2015)

Die Kennzahlen von Nike, dem etablierten Branchenführer, sind leicht überdurchschnittlich. Jene von Under Armour, dem Neuling, befinden sich deutlich über dem Branchendurchschnitt, was den sehr hohen Wachstumserwartungen entspricht. Die Kennziffern von Adidas dagegen liegen sowohl deutlich unter dem Durchschnitt als auch unter jenen der Konkurrenten – dabei es ist egal, ob wir das Verhältnis des Aktienpreises zum Umsatz, zum Gewinn oder zum Cashflow nehmen.

Auf dieser Grundlage scheinen die Adidas-Aktien sehr billig; und da diese Verhältnisse Schätzungen für das Jahr 2014 widerspiegeln, würde eine Verbesserung der Ergebnisse im Jahr 2015 einen noch billigeren Aktienkurs bedeuten.

Günstige Branchendynamik

Der globale Sportartikelmarkt ist groß und wächst dynamisch. Laut einer Marktstudie von Catalyst Corporate Finance betrug der globale Einzelhandelsumsatz in der Branche 263 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 und die jährliche Wachstumsrate zwischen 2013 und 2017 sollte 7,5 % betragen. Dieses Wachstum ist von starken und langfristigen Trends getrieben: Für die Verbraucher wird es immer wichtiger, ein gesundes Leben zu führen und die Sportquoten steigen, besonders bei Frauen. Die Kunden sind auch bereit, mehr für innovative und technologisch anspruchsvolle Produkte (wie zum Beispiel atmungsaktive Stoffe) zu zahlen.

Während der US-Markt basierend auf Größe immer noch der wichtigste Sportartikelmarkt ist, werden die globalen Schwellenmärkte immer wichtiger, wie die folgende Tabelle zeigt:

2013 Umsatz, Milliarden US-Dollar Jährliche Wachstumsprognose, 2013-2017
Nordamerika 91 3,7 %
Westeuropa 53 4,0 %
Osteuropa 16 13,6 %
Asien-Pazifik 56 8,9 %
Lateinamerika 28 16,6 %
Naher Osten/ Afrika 15 10,1 %
Australien 4 3,1 %

Quelle: Euromonitor

Adidas, der zweitgrößte Marktteilnehmer weltweit, ist in einer guten Position, um von diesen Markttrends zu profitieren.

Dominanz in den Schwellenmärkten

Während Nike zwar weltweiter Marktführer ist, wird oft übersehen, dass in den Schwellenländern, also außerhalb Westeuropas und Nordamerikas, Adidas die Nummer Eins ist. In diesen Märkten hat Adidas in den letzten zwölf Monaten 7,5 Milliarden Euro Umsatz verzeichnet im Vergleich zu etwa 6,8 Milliarden Euro bei Nike. Das deutsche Unternehmen hat besonders in Osteuropa eine starke Position, wo es fast doppelt so viel verkauft wie sein amerikanischer Konkurrent. China ist eine Ausnahme, da hat Nike die Nase vorn.

Das ist eine wichtige Tatsache – wie oben erwähnt werden langfristig die Schwellenländer die wichtige Wachstumsquelle sein. In diesen Märkten wächst die Bevölkerung schneller als in Nordamerika und Westeuropa. Dies, zusammen mit einer stark steigenden Mittelschicht, führt zu einer schnelleren Zunahme der Konsumausgaben.

Aber Vorsicht: Nike schließt die Lücke. Innerhalb der letzten 12 Monate ist Nikes Umsatz um 8 % gestiegen im Vergleich zu nur 2 % bei Adidas. Anders gesagt, die deutsche Firma verliert nicht nur in den Kernmärkten an Boden, sondern auch in den Wachstumsmärkten.

Foolisches Fazit

Adidas hatte ein stürmisches Jahr 2014 und hat immer noch viele Herausforderungen vor sich. Allerdings gibt es auch überzeugende Argumente für den Kauf von Adidas-Aktien. Die Firma hat eine starke Nummer Zwei Position im großen und dynamisch wachsenden Sportartikelmarkt. Tatsächlich ist es der größte Marktteilnehmer in den Schwellenländern, wo das zukünftige Wachstum liegt. Gleichzeitig ist das Unternehmen deutlich unterbewertet, sowohl im Vergleich zu den Konkurrenten als auch zum Branchendurchschnitt.

Es gibt jedoch immer noch viele Bedenken hinsichtlich Adidas. Mein nächster Artikel wird die drei wichtigsten Gründe für einen Aktienverkauf aufzeigen, also bleib dran bei Fool.de, um mehr zu erfahren.

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Miklos Szekely besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nike und Under Armour. The Motley Fool besitzt Aktien von Nike und Under Armour.

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